


🗺
Flügeldecken meist schwarzbraun, bisweilen rot, manchmal mit dunkleren Seitenflecken oder dunklerer Mittelbinde, reibeisenförmig in sehr gedrängten Reihen punktiert, an der Naht mit Schrägkritzel; Halsschild kräftig punktiert, die Punkte auf der subapikalen Einschnürung hinter dem Vorderrand und auf den Seiten ± längsrissig und zu kurzen Längsrunzeln zusammenfließend [Abb. 8] (Stammform). Die var. sanctaluciae Hoffm. soll auf dem Halsschild mehr runde Punkte besitzen, die apikalen Längsrunzeln sollen fehlen, die Flügeldecken braun und länger behaart sein. Hinterleib [Abb. 9]. 1,8-2,5 mm. Kleiner Obstbaumsplintkäfer. B: Vorwiegend an Obstbäumen, wildwachsenden oder eingebrachten ·Rosaceen·, ausnahmsweise in Corylus. Muttergang einarmig, kurz, ± der Faser folgend, oft tief in den Splint eingreifend, Larvengänge zahlreich, eng gestellt [Abb. 10], Puppenwiegen oft napfförmig in das Holz versenkt. D: Von England bis nach Mittelasien, von Nordafrika bis Archangelsk, verschleppt nach den USA, Kanada, Peru, Argentinien und Chile.


🗺
-Flügeldecken seidenglänzend, einfach in Reihen punktiert, Zwischenräume mit je 1 Reihe nahezu gleichgroßer Punkte, diese aber nicht in eingerissenen Streifen liegend; Halsschild weniger kräftig punktiert, ohne Längsrunzeln, subapikale Einschnürung schwach ausgebildet. Mandelsplintkäfer. B: In erster Linie auf dem Mandelbaum (Amygdalis communis), selten auf Prunus, Amelanchier und Mespilus. Brütet in Zweigen und schwächeren Ästen, Muttergang einarmig und der Faser folgend, bis 3 cm lang, Larvengänge zahlreich (30-50), deren Länge bis 2 cm. D: Mittelmeerländer, aber auch Frankreich, Südtirol, Niederösterreich und Karpatenbecken.
🗺
Flügeldecken seidenglänzend, Untergrund minutiös punktuliert-genetzt oder gerunzelt-genetzt, doppelt gestreift-punktiert, die Streifen der Zwischenräume etwas unregelmäßiger und feiner als jene der Hauptreihen, in der Nähe der Naht mit Schrägkritzeln [Abb. 12]. ♂ Stirn in den vorderen Seitenecken mit je einem abstehenden Haarpinsel. Aedoeagus [Abb. 13]. 2,5-3,5 mm. Eichensplintkäfer. B: Vorwiegend an Eichen (Quercus); gelegentlich an Ostrya, Castanea, Fagus, Carpinus, Betula, Populus, Sorbus und Ulmus. Muttergang einarmig, kurz und quer zur Faser, Larvengänge schlank, der Faser folgend, das ganze Brutbild meist den Splint schürfend. In Ästen und Stangen bis etwa 17 cm Durchmesser. D: Süd- und Mitteleuropa, von England bis Südschweden, von Südfinnland bis zum Kaukasus, Nordiran, fast genau der Verbreitung der Gattung Quercus folgend.

🗺
Halsschildscheibe fein punktiert, auf der Einschnürung hinter dem Vorderrand die Punkte ziemlich unvermittelt doppelt so groß und sehr dicht gestellt. 3-4 mm. Großer Obstbaumsplintkäfer. B: Vorwiegend an Obstbäumen und wildwachsenden Rosaceen wie Cotoneaster, Crataegus, Cydonia, Pirus, Prunus, Sorbus, sehr selten auf Ulmus und Castanea. Muttergang einarmig, bis 40 mm lang, ± der Faser folgend, Larvengänge dicht gestellt, oft wirr durcheinanderlaufend [Abb. 14], Puppenwiegen in der Rinde oder napfförmig in das Holz versenkt, das ganze Brutbild oft den Splint schürfend. In Ästen und schwächeren Stämmen. D: Gemein, Mitteleuropa, im Norden bis Südschweden und Südfinnland, ostwärts bis zum Ural und Kleinasien, außerdem östliches Nordamerika. (=pruni (Ratzeburg, 1837)) (=pyri (Ratzeburg, 1837))
🗺
-Die Punkte auf der Halsschildscheibe nach vorne und gegen die Seiten allmählich größer werdend. Flügeldecken kaum oder nicht gestreift, die Punkte der Hauptreihen und der Zwischenräume nahezu gleich groß. Hinterleib im Raume des 1. Sternits der Quere nach eng gewölbt. 2,2-3,2 mm. Habitus [Abb. 15]. Hainbuchensplintkäfer. B: Vorwiegend an Carpinus-Arten, Hopfenbuche (Ostrya), gelegentlich auch an Fagus, Quercus und Corylus. Muttergang einarmig, quer zur Faser, tief in den Splint eingreifend, Larvengänge lang, schwach geschlängelt, der Faser folgend. D: Vermutlich im ganzen Gebiet der Hainbuche; Mittel-, Süd- und Südosteuropa, Südschweden, Südrußland, Krim und Kaukasus.
Flügeldecken dicht gestreift-punktiert, so daß Hauptreihen- und Zwischenraumpunkte nicht zu unterscheiden sind. 3,0-4,5 mm. Ahornsplintkäfer. B: Ausschließlich auf Ahorn-Arten (·Acer campestre·, ·Acer platanoides·, ·Acer obtusatum·). Brutbild meist sehr regelmäßig, teils im Bast, teils im Splint, Muttergang einarmig, der Faser folgend, Larvengänge dicht gestellt, sehr lang und strahlenförmig auseinanderlaufend. D: Mittelmeerländer, aber auch in Niederösterreich, Kärnten (Lavanttal), ostwärts bis zum Kaukasus, fehlt aber anscheinend auf der Krim. (aceris (Knotek, 1892))
🗺
Flügeldeckenpunktstreifen meist in Form von einfach eingedrückten Linien, Zwischenraumpunkte wesentlich kleiner als jene der Hauptreihen. ♂ mit abgeflachter bis leicht eingedrückter Stirn, Hinterrand des 3. Hinterleibsternits mit einem kleinen medianen Höckerchen, Hinterrand des 4. Sternits in der Mitte lippenartig vorgezogen. ♀ Stirn gewölbt, Hinterrand der Sternite 2-4 glatt oder mit Andeutungen kleiner medianer Körnchen [Abb. 17]. 3,5-4,5 mm. Mittlerer Ulmensplintkäfer. B: Vorwiegend auf den verschiedenen Ulmen-Arten, Meldungen auch von Quercus, Tilia, Alnus und Prunus. Brütet in Ästen und schwächeren Stämmen, Muttergang 4-10 cm lang, der Faser folgend, mit stiefelförmiger Rammelkammer, Larvengänge sehr zahlreich und dicht gestellt, bis zu 8 cm lang, zuerst quer zur Faser, dann strahlig auseinanderlaufend. D: Mitteleuropa; im Norden bis Stockholm, von Frankreich über Bayern, Österreich bis in die Karpaten, in Norddeutschland anscheinend fehlend, der Ulme auch in höhere Lagen folgend.
🗺
-Flügeldecken zu kräftigen Zwischenraumstreifen und großen Zwischenraumpunkten neigend, letztere oft die Größe der Hauptreihenpunkte erreichend [Abb. 18]. ♂ mit abgeflachter Stirn und einer lippenartigen Auftreibung am Hinterrand des 4. Hinterleibsternits [Abb. 19] [Abb. 20], ♀ Stirn gewölbt, Hinterleib ohne besondere Auszeichnungen. 1,5-2,5 mm. B: Vorwiegend an Ulmus-Arten, aber auch von Carpinus, Fagus und Prunus gemeldet; im Süden gelegentlich an ·Olea europaea·. In Zweigen und schwächeren Ästen, 1- bis 2-armige, der Faserrichtung folgende, meist etwas geschlängelte, mittellange Muttergänge, dicht gestellte Larvengänge quer zur Faser verhältnismäßig kurz, kaum länger als die Muttergänge. D: Mittel- und Südeuropa, selten in Schweden (Öland), außerdem in Zentral- und Südrußland einschließlich des Kaukasus, der Ulme in höhere Gebirgslagen nicht folgend.





🗺
Am Ende der Flügeldecken ist die Behaarung des Analsternites und -tergites als regelmäßige Haarfranse sichtbar, die auf der Seite etwas länger als in der Mitte ist [Abb. 22] [Abb. 24]. Stirnbehaarung sehr dicht und abstehend, mit der größten Länge in der Mitte [Abb. 25]. Flügeldecken mit feineren Punktstreifen, die Zwischenräume sind breit und fein punktiert [Abb. 16]. Hinterleib seitlich [Abb. 21]. Aedoeagus [Abb. 26]. Spermatheka [Abb. 27]. 3-6 mm [Abb. 28]. Großer Ulmensplintkäfer. B: Unter Ulmenrinde. Bevorzugt Äste und Stämme, einarmige, der Faser folgende Muttergänge von wechselnder Länge (2-10 cm), Larvengänge ausgedehnt, mitunter 10-15 cm lang, in sehr verschiedener Anzahl, strahlenförmig in Anordnung, Puppenwiegen in der Rinde oder in schwächeren Ästen, napfförmig im Splint. D: Europa im Bereich der Ulme; in Mitteleuropa häufig.







Analtergit mit zwei breiten, fast ineinander übergehenden Haarbüscheln. Hinterrand des Analsternits mit unterbrochener Haarfranse [Abb. 23]; Stirn mit kurzen gelblichbraunen Haaren und vorne fast kahl erscheinend. Flügeldecken mit feinen inneren Punktstreifen, Zwischenräume breit und fein punktiert. 3,4-5,4 mm. B: An Ulmen. D: Aus Frankreich beschrieben, aber auch in Südschweden, Südnorwegen, Norddänemark, Slowakei und Niederösterreich verbreitet.
Analsternit und -tergit mit 4 größeren und 2 dünnen Haarpinseln [Abb. 29]. Stirn mit geteilter gelbbrauner Behaarung, längsgerunzelt. Mitte der Stirn lang und flach gefurcht. Flügeldecken mit starken eingerissenen Punktstreifen. 3,4-6 mm. B: Unter Ulmenrinde (Ulmus minor, Ulmus laevis). D: Mittelmeergebiet, Balkangebiet, Südrussland.
-Analsternit auf dem Apikalrand mit nach hinten abstehender nicht geteilter Haarfranse. Analtergit mit 2 dickeren Haarpinseln [Abb. 30]. Stirn dicht längs gerunzelt, mit langen dichten, zur Mittellinie gerichteten rostgoldenen Haaren. Länge 3-6 mm. B: Auf Zelkova carpinifolia, Ulmus minor. D: Aserbeidjan, Iran, Bulgarien.
🗺
♂ Hinterleib am Hinterrand des 3. Sternites mit einem medianen Höckerchen oder einem zapfenförmigen Fortsatz, Hinterrand des 4. Sternits mit medianer lippenförmiger Auftreibung [Abb. 33]. ♀ Stirn kurz gewölbt, fein längsrissig punktiert, kurz über dem Epistomalrand meist mit einem leichten Buckel, auf welchem ein feines Längskielchen gerade noch zu erkennen ist, ♀ Hinterleib ohne besondere Auszeichnungen. 4,5-6,5 mm. Birkensplintkäfer. B: Brütet ausschließlich an Birken (·Betula verrucosa· und ·Betula pubescens·). Brutbild sehr charakteristisch: Muttergang der Faser folgend, sehr lang, meist tief in den Splint eingreifend, Larvengänge sehr zahlreich, zuerst quer zur Faser, dann je nach Stärke des Brutmaterials früher oder später in die Faserrichtung abbiegend, Puppenwiegen meist in der Rinde. Befall auch äußerlich durch die zahlreichen Luftlöcher über dem Muttergang und die Schlupflöcher über den Puppenwiegen leicht zu erkennen [Abb. 34]. In stärkeren Ästen und Stämmen. D: Im ganzen Bereich der Birke, von England bis Japan.

-♂ Hinterleib am Hinterrand des 3. Sternits mit 2 kurzen zapfenförmigen Fortsätzen, am Hinterrand des 4. Sternits mit einer lippenförmigen Auftreibung. Halsschild äußerst fein und sehr zerstreut punktiert. ♀ unbekannt. ♂ 6,5 mm. D: Niederösterreich (Lobau), nur durch den Holotypus bekannt. Vermutlich nur ein aberrantes ♂ von ratzeburgi.
Hinterleibszapfen klein, nicht länger als breit, in der Mitte des 2. schräg ansteigenden Sternits entspringend [Abb. 4]. Seitenecken der Hinterleibssternite 3 und 4 einfach oder leicht verdickt. Stirn beim ♂ breit, flach gewölbt, spärlich wollig behaart, beim ♀ kräftiger gewölbt und fast kahl. Flügeldecken seidenglänzend, auf winzig punktuliertem Grunde dicht gestreift punktiert, Halsschild im Verhältnis zur Körpergröße kräftig und dicht punktiert, Scutellareindruck sehr kurz, kaum ausgeprägt. 2-3 mm. B: Vorwiegend auf Ulmen, Meldungen auch von Prunus, Fraxinus und Populus. Muttergang 2,5 cm lang, einarmig, ± der Faser folgend, Larvengänge wenig zahlreich, unregelmäßig geschlängelt und oft in ungleichen Abständen. D: Mittelmeerländer, im Norden bis Niederösterreich, Böhmen, Slowakei, Polen, außerdem im südlichen Rußland, Krim, Kaukasus und Turkestan.

🗺
Flügeldecken in Seitenansicht nicht länger als der Halsschild, in Aufsicht so lang wie zusammen breit, Hinterleib vom 2. Sternit an fast senkrecht aufsteigend [Abb. 35] [Abb. 36]. ♂: Hinterrand des 3. Sternits schwach verdickt, Hinterrand des 4. Sternits in der Mitte verdickt und lippenartig vorgezogen. 2-3 mm. B: Hauptwirt die verschiedenen Ulmus-Arten, ausnahmsweise an Prunus. In Zweigen und Ästen, Muttergang 1-armig, seltener 2- oder 3-armig, etwas geschlängelt in der Faserrichtung, Larvengänge unregelmäßig in der Anordnung und verhältnismäßig kurz. B: Südeuropa, im Norden bis Niederösterreich, Böhmen und Polen, außerdern in Südrußland, auf der Krim und im Kaukasus. Neuerdings in Niedersachsen zahlreich gefunden; vermutlich viel weiter verbreitet als gemeldet, aber bisher nicht erkannt.

🗺
-Flügeldecken deutlich länger als der Halsschild, wesentlich länger als zusammen breit. 3. und 4. Sternit in beiden Geschlechtern ohne Auszeichnungen, 2. Sternit kürzer, steil, aber nicht ganz senkrecht aufsteigend [Abb. 5] [Abb. 37], mit einer meist deutlichen Querdepression. 2,2-3,3 mm. Kleiner Ulmensplintkäfer. B: Vorwiegend auf Ulmus-Arten, auch von Prunus und Populus und anderen gemeldet. In stärkeren Zweigen und Ästen, Muttergang 1-armig, 20-50 cm lang, der Faser folgend, Larvengänge dicht gestellt, im schwächeren Material das ganze Brutbild den Splint schürfend, Puppenwiegen napfförmig im Holz. D: Gemein in Süd- und Mitteleuropa, im Norden bis Südschweden, außerdem in Süd- und Zentralrußland, auf der Krim und im Kaukasus, nach den USA verschleppt.
