Gattung Baris sensu Reitter

ColeopteraRhynchophoraCurculionidaeBaridinae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter)Literaturverzeichnis ⇒
Weitestgehend das Original der Reitter'schen Tabelle. Text modernisiert und neu geordnet, Nomenklatur angepaßt.
Übersicht über die Gruppen nach Reitter:
#1
→ 2Käfer ohne grüne oder blaue metallische Färbung.
→ 1x-Käfer metallisch grün oder blau, oder messingfarbig.*) X. Gruppe. Type: Aulacobaris cuprirostris Fb.. *) Die Nigrinos dieser Gruppe erkennt man an der teilweise metallischen Unterseite.
#2
→ 3Oberseite unbeschuppt, oder nur mit 2 kleinen Schuppenflecken an der Basis jeder Flügeldecke.
...1ix-Oberseite mehr weniger beschuppt, oder mit Haarflecken geziert IX. Gruppe. Type: Cosmobaris scolopacea Grm.).
#3
→ 1iHalsschild an den Seiten mit schuppiger, flacher Punktur und die Zwischenräume derselben nach außen zu langen feinen Längsrunzeln umgebildet. (Die Punkte sind an den Seiten dichter und gröber als auf der Scheibe, gleichzeitig aber flacher und hufeisenförmig, nach innen stark abgeflacht. Schwarze, stark lackglänzende Arten) I Gruppe. Type: Labiaticola atricolor Boh.
→ 4-Halsschild an den Seiten ohne schuppige Punkte, manchmal aber mit feinen kurzen Längsrunzeln, die Punkte rund oder länglich, gleichartig vertieft.
#4
→ 5Rüssel von der Stirn durch eine Querfurche geschieden. Zwischenräume der Flügeldecken glatt oder mit 1-2 Punktreihen, der dritte auch vor der Spitze einfach, nicht eckig gebrochen und leistenförmig erhaben.
...1viii-Rüssel von der Stirne nicht durch eine scharfe Querfurche abgesetzt. Zwischenräume der grob punktierten Streifen auf den Flügeldecken mit feiner leistchenförmig erhabener Längslinie, Flügeldecken vor der Spitze mit starker Beule: VIII. Gruppe. Type: Pellobaris melancholica Roel.
#5
...1iiZwischenräume der Flügeldecken mit mehr weniger in die Quere gezogenen Punktreihen. (Basis des Halsschildes doppelbuchtig, gegen das Schildchen stärker vorgezogen; Flügeldecken an der Vereinigungsstelle des 5. und 6. Streifens vor der Spitze mit kräftiger Anteapicalbeule): II. Gruppe. Type: Baris artemisiae Hrbst.
→ 6-Zwischenräume der Flügeldecken mit einfachen, nicht querrunzeligen Punktreihen.
#6
...1iiiFlügeldecken ganz, oder nur das letzte Drittel. rot: III. Gruppe. Type: Baris analis Oliv.
→ 7-Flügeldecken sowie der restliche Körper schwarz.
#7
...1ivFlügeldecken an der Vereinigungsstelle des 5. und 6. Streifens mit deutlicher Anteapicalbeule. Basis des Halsschildes doppelbuchtig, gegen das Schildchen stärker vorgezogen: IV. Gruppe. Type: Baris kirschi Faust.
→ 8-Flügeldecken vor der Spitze ohne deutliche Beule; Basis des Habschildes fast gerade, gegen das Schildchen kaum merklich oder schwach vorgezogen.
#8
→ 1vDie Ränder der scharf eingeschnittenen Streifen auf den Flügeldecken werden von den Punkten dlerselben garnicht angegriffen; die Punktur in den Streifen meist schwer sichtbar: V. Gruppe. Type: Melanobaris laticollis Mrsh..
→ 9-Die Ränder der Streifen werden wenigstens von der Mitte nach hinten durch die am Grunde befindliche Punktierung kerbartig angegriffen.
#9
...1viKlauen schlank und frei; Halsshhild mehr weniger dicht, an den Seiten meistens dichter und kräftiger punktiert. Körper schlank: VI. Gruppe. Type: Melanobarisquadraticollis Boh.
...1vii-Klauen kurz und mehr zusammengerückt, scheinbar am Grunde verwachsen; Halsschild gleichrnäßig fein und sehr weitläufig punktiert. Körper sehr kurz und breit oval: VII. Gruppe. Type: Malvaevora timida Rossi.
#1i
→ 2i Melanobaris suffriani Hoch.I. Gruppe. (Schwarze, stark lackglänzende Arten, mit schuppiger Punktur auf den Seiten des Halsschildes.) Rüssel gebogen, Basis des Halsschildes meistens ungerandet. Zwischenräume der Flügeldecken mit einer Punktreihe.**) **) In diese Gruppe gehört auch eine Reitter unbekannte Art: sie entfernt sich von allen Arten derselben durch die dicht weiß beschuppten Epimeren der Mittel- und Hinterbrust, dann durch 2 kleine weiße Schuppenflecken an der Basis jeder Flügeldecke. Fühler und Beine rostrot. D: Kaukasus.
Labiaticola rectirostris Faust, 1892🗺Coleoweb-Rüssel ziemlich lang und gerade; Basis des Halsschildes fein gerandet, oben mit feiner, spärlicher, verwischter Punktur; Flügeldecken viel breiter als der Thorax, kurz eiförmig, die Zwischenräume der Streifen mit schwer sichtbarer Punktreihe, diese auf den breiteren Spatien doppelt. Groß, plump, oben abgeflacht, schwarz, stark lackglänzend. D: Turkestan: Alexandergebirge, Margelan.
#2i
Labiaticola araxicola Reitter, 1895🗺ColeowebRüssel lang, oben mit vollständiger, glänzend glatter Längsfläche. Langgestreckt, parallel, schwarz, lackglänzend; Kopf fast glatt; Halsschild quadratisch, reichlich so lang als breit, parallel, vorn plötzlich eingeschnürt, überall mit groben aber flachen Schuppenpunkten besetzt, die an den Seiten die rundlichen Maschen bilden, die Mittellinie meistens unpunktiert, Basis fast gerade, nur gegen das Schildchen etwas vorgezogen; Schildchen klein, querviereckig; Flügeldecken lang, ziemlich parallel, oben mit feinen, scharf und tief eingeschnittenen Streifen, diese kaum punktiert, Zwischenräume mit mehr weniger deutlicher in die Quere gezogener oder querrunzeliger Punktreihe; Epimeren der Hinterbrust mit länglichen Punkten besetzt. Beine robust, stark punktiert. Sonst dem melas sehr ähnlich. 3,5 mm. D: 7 Ex. aus dem Araxestal bei Ordubad, in Reitters Sammlung.
→ 3i-Rüssel kürzer, auch oben punktiert, meistens mehr minder matt, selten glänzend.
#3i
Labiaticola despicatus Faust, 1889🗺ColeowebKäfer 3 mm kaum erreichend. Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit einfacher Punktreihe. Erster Bauchring an den Seiten vorne stark, hinten allmählich fein punktiert. D: Araxestal, bei Ordubad.
→ 4i-Käfer 3 mm überragend. Erster Bauchring gleichmäßig stark punktiert.
#4i
→ 5iHalsschild so lang als breit, oder länger als breit.
Labiaticola sibiricus Faust, 1890🗺Coleoweb Baris abeillei Desbrochers, 1892🗺Coleoweb-Halsschild viel breiter als lang*), nach vorne verengt; Flügeldecken kurz eiförmig mit stark vorragenden Schultern, Zwischenräume der Streifen mit etwas querrunzeliger Punktreihe. Sonst dem atricolor ähnlich. D: Westsibirien, Kaukasus: Novorossisk. *) Eine Art mit gleichem Thorax ist parallel wie die vorige, die schuppige Punktur an den Seiten des Halsschildes undeutlicher, Flügeldecken kaum breiter als der Halsschild, die kurzen Streifen schmal, die inneren an der Spitze gefurcht, die Zwischenräme mit obsoleter, hinten deutlicherer Punktreihe. D: Syrien.
#5i
→ 6iZwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit deutlicher mehr weniger in die Quere gezogener Punktreihe, welche sie gewellt oder fein querrunzelig erscheinen lassen. Halsschild mehr weniger kräftig punktiert.
→ 8i-Zwischenräume der Flügeldecken ohne Spur von Querrunzeln oder Querwellen, gleichmäßig eben und mit einer einfachen sehr feinen Punktreihe versehen. Halsschild auf der Scheibe viel feiner, oft überall fein und in der Mitte fast erloschen punktiert, die Basis fast gerade, gegen das Schildchen sehr schwach oder nicht deutlich vorgezogen.
#6i
...6iaDie Epimeren der Hinterbrust der Länge nach fein gestrichelt.
→ 7i Labiaticola melas Boheman, 1836🗺Coleoweb-Die Epimeren der Hinterbrust einfach punktiert. Halsschildbasis doppelbuchtig, gegen das Schildchen vorgezogen. #6ia Schmal und langgestreckt, lackglänzend. Basis des Halsschildes gerade, Beine schwarz. D: Südrussland: Kaukasus. (=renardi Hochh.) (=litigiosus Desbr.) (=melaena Bohem. bei Reitter)
Labiaticola crassipes Faust, 1884🗺Coleoweb-a) Plumper gebaut, wie die nachfolgende Art, Basis des Halsschildes gegen das Schildchen vorgezogen. Schwarz, Beine rostbraun, dem rugulipennis sehr ähnlich. D: Tekke-Turkmenien.
#7i
Labiaticola rugulipennis Reitter, 1895🗺ColeowebFlügeldecken in den Zwischenräumen mit sehr deutlicher schräg querrunzeliger Punktreihe, Halsschild dicht und stark punktiert, meist mit punktfreier feiner Längslinie, die Seitenteile bilden rundliche Maschen, Hinterbrust wenig gedrängt, stark punktiert, die Punktur läßt neben den Epimeren einen breiteren glatten Rand frei. Körper kurz uml breit oval, parallel, hinten abgestumpft. Sonst dem nächsten ähnlich. D: Araxestal bei Ordubad.
Labiaticola atricolor Boheman, 1844🗺Coleoweb-Flügeldecken in den Zwischenräumen nur mit undeutlich querrunzeliger Punktreihe; Halsschild mäßig dicht unrl mäßig stark punktiert, meist mit punktfreier Längslinie. Hinterbrust sehr dicht und stark punktiert, die Punktur lässt neben den Epimeren nur ein ganz schmales Rändchen frei. Körper oval. D: Südrussland, Balkanhalbinsel, Jonische Inseln. . (=landgrebei Hochh.) (=jonica Mill.) (=forcica Bris.)
#8i
Halsschild so breit wie die Flügeldecken, an der Basis fein gerandet, dicht mehr weniger fein punktiert; Streifen auf der vorderen Hälfte breiter als hinten: siehe Melanobaris atramentaria LZ >>>7v
Labiaticola clandestinus Faust, 1887🗺Coleoweb ...2ii-Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, fein, weitläufig, verwischt punktiert, Basis unvollständig gerandet, Streifen der Flügeldecken fein aber scharf eingeschnitten und von gleicher Stärke; Flügeldecken kurz eiförmig, Körper breit, schwarz, stark lackglänzend. D: Turkestan. #1ii II. Gruppe. (Halsschild an den Seiten ohne schuppige Punktur, die Basis doppelbuchtig, gegen das Schildchen vorgezogen; Flügeldecken vor der Spitze mit kräftiger Beule, Zwischenräume der scharf eingeschnittenen Streifen mit 1-2 mehr minder in die Quere gezogener Punktreihe. Schwarze oder rostrote Arten.) Flügeldecken doppelt so lang wie der Halsschild oder länger.
...5ii ...3ii-Flügeldecken nicht doppelt so lang wie der Halsschild. Körper kurz, plump, gedrungen, schwarz mit rostbraunen Beinen. Halsschild an den Seiten gerundet. #2ii Halsschild sehr grob, fast grubig und dicht punktiert, an der Basis am breitesten oder gleichbreit, von der l\Iitte nach vom verengt, Streifen der Flügeldecken tief und breit eingeschnitten, die Zwischenräume einreihig, deutlich quer punktiert. Käfer tief schwarz.
...4ii Baris artemisiae (Herbst, 1795)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild dicht und nur mäßig stark einfach punktiert. Streifen der Flügeldecken schmal eingeschnitten, oben wenigstens auf den breiteren Zwischenräumen mit 2 oder einer konfusen Punktreihe, letztere undeutlich in die Quere gezogen. Fühler und Beine rostrot. #3ii Epimeren der Hinterbrust wenig dicht und viel feiner als die Hinterbrust punktiert. B: Auf Artemisia vulgaris. D: Europa.
rufitarsis Motsch. Baris spitzyi Hochhuth, 1847🗺Coleoweb Baris nesapia Faust, 1887Fundmeldungen🗺Coleoweb-Epimeren der Hinterbrust breiter und dicht und fein, die Hinterbrust in gleicher Weise punktiert. Sonst mit dem vorigen übereinstimmend. D: Ostsibirien. #4ii Halsschild an den Seiten schwach gerundet, zur Basis undeutlich, zur Spitze stärker verengt, oben stärker punktiert, Punktreihen der Zwischenräume an der Spitze der Flügeldecken nicht gröber werdend. Käfer rostbraun. Schwarze Stücke sind var. nesapia Fst. D: Südrussland, Kaukasus, Kirghisensteppe, Turkestan. Anmerkung: Nach Dieckmann (l.c.) eigene Art. var.
Baris limbata H., 1870🗺Coleoweb Baris convexicollis Boheman, 1836🗺Coleoweb-Halsschild an den Seiten stark gerundet, zur Basis deutlich, zur Spitze stärker verengt, oben feiner punktiert; Punktreihen der Zwischemäume an der Spitze der Flügeldecken viel dichter und stärker werdend. Schwarz, Flügeldecken zum Teil oder ganz rot, seltener auch diese schwarz: ( var. nigra Fst.) D: Südrussland Sarepta, Astrachan; nach Desbrochers aber auch in Andalusien (!). #5ii Flügeldecken mit stark eingeschnittenen aber wenig breiten Streifen, die Zwischenräume viel breiter als diese, nicht konkav. D: Südrussland.
Baris sulcata Boheman, 1836🗺Coleoweb Baris rufa Boheman, 1844🗺Coleoweb-Flügeldecken mit breiten und sehr tief eingeschnittenen Streifen, die Zwischenräume wenig breiter als diese, konkav. D: Ungarn, Siebenbürgen, von Faust auch bei Astrachan gesammelt. Selten. #1iii III. Gruppe. (Zwischenräume der Flügeldecken mit einfachen, nicht querrunzeligen Punktreihen; Flügeldecken ganz oder das hintere Drittel rot.) Fühler und Beine rot; Flügeldecken ohne deutliche Anteapicallbeule, die Zwischenräume mit doppelten, sehr feinen konfusen Punktreihen. D: Sicilien, Spanien.
Baris analis (Oliver, 1790)🗺Coleoweb-Fühler und Beine dunkel; Flügeldecken mit deutlicher Anteapicalbeule, die Zwischenräume mit einer feinen Punktreihe. B: Auf lnula dysenterica. D: Mittel - und Südeuropa.
Baris chevrolati C., 1869🗺Coleoweb Baris kirschi Faust, 1882🗺Coleoweb-Hierher noch eine Reitter unbekannte Art: Schwarz glänzend, gewölbt, Flügeldecken rostbraun, Halsschild etwas länger als breit, an den Seiten gerundet, nach vorn verengt, einförmig stark punktiert, mit punktfreier Mittellinie, jederseits vor der Basis mit einem leichten Grübchen, entstanden durch das Verschmelzen mehrerer größerer Punkte; Flügeldecken etwas breiter als der Halsschild, Schultern leicht vortretend, gestreift, die Streifen nicht punktiert; die Intervalle mit einer feinen Punktreihe, mit Anteapicalbeule. Die umgebogenen Seiten des Halsschildes grob längsrunzelig, Metasternum runzelig punktiert. 4,3 mm. D: Syrien. #1iv IV. Gruppe. (Käfer schwarz, groß, Flügeldecken mit kräftiger Anteapicalbeule, Zwischenräume mit einfachen, nicht querrunzeligen Punktreihen; Basis des Halsschildes gegen das Schildchen vorgezogen.) Halsschild an der Basis ohne Längsgrübchen; Zwischenräume der Streifen auf den Flügeldecken mit einer, auf den breiteren mit 1-2 konfusen Punktreihen ; Beine braunrot. Körper parallel. D: Transkaspien (Krasnowodsk), Kaukasus (Lenkoran, Leder). (=schwarzenbergi Kirsch, non Hoch.)
Baris memnonia Boheman, 1836🗺Coleoweb-Halsschild an der Basis vor dem Schildchen mit einem Längsgrübchen; Zwischenräume der Flügeldecken mit 2 konfusen, nur auf den schmalsten Zwischenräumen mit einer Punktreihe; Beine schwarz. Körper länglich und breit oval . D: Taschkend, aber auch im Araxestal bei Ordubad und im Transkaukasus gesammelt. (=schwarzenbergi Hochh.) (=intercalaris Faust.)
#1v
Melanobaris morio (Boheman, 1844)🗺Coleoweb Melanobaris atronitens Chevrolat, 1861🗺Coleoweb Melanobaris atronitens algirica Desbrochers, 1892🗺Coleoweb Melanobaris atronitens gallica Desbrochers, 1892🗺ColeowebV. Gruppe. (Flügeldecken vor der Spitze ohne Beule, Basis des Halsschildes fast gerade; die Ränder der scharf eingeschnittenen Streifen auf den Flügeldecken werden von den Punkten in denselben garnicht angegriffen . Schwarze Arten mit einfach punktierten Zwischenräumen der Flügeldecken.) Flügeldecken hinter der Basis mit querer, manchmal undeutlicher Depression. Halsschild sehr gedrängt und fast runzelig punktiert, mit glänzendem punktfreien Längskiel in der Mitte*); Flügeldecken an der Basis des 3. und 7 . Zwischenraumes oft mit einem kleinen gelb oder weiss behaarten Flecken. Oberseite matt, selten glänzend. B: Auf Reseda luteola. D: Frankreich, Deutschland, Oesterreich, Spanien, Tunis. (=resedae Bach.) (=lethierryi Desbr. **) *) Dieser Art ähnlich und durch dichte, ganz längsrunzelige Punktur des Halsschildes mit morio verwandte, Reitter unbekannte Art ist von der Körperform der atramentaria, glänzend und von dieser durch die überall dichte längsrunzelige Punktur des Halsschildes leicht zu unterscheiden. D: Algier. Desbrochers des Long unterscheidet davon noch folgende Varietäten a) Streifen der Flügeldecken glatt, Zwischenräume nicht in Reihen punktiert. b) Glänzender, Streifen der Flügeldecken breiter, deutlich punktiert, Zwischenräume tief punktiert, der Zwischenraum an der Naht nur mit einer Punktreihe. D: Südfrankreich: Hyeres. **) Gegründet auf die Stücke mit deutlichen, beschuppten Basalmakeln.
→ 2v-Flügeldecken hinter der Basis ohne normale Depression, Halsschild oft dicht, aber nicht gedrängt und stets einfach punktiert, Flügeldecken ohne helle Basalmakel; Körper mehr weniger glänzend.
#2v
→ 3vZwischenräume der Flügeldecken nur mit einer Punktreihe; der 3. allein manchmal mit 2 irregulären Reihen. Käfer oval, oder langoval.
Melanobaris carbonaria (Boheman, 1836)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit 2 meist unordentlichen Punktreihen; Halsschild fein und dicht punktiert. Körper kurz und breitoval. D: Siebenbürgen, Südrussland.
#3v
→ 4vHalsschild in der Mitte nicht feiner punktiert als an den Seiten; Flügeldecken in den Streifen nicht sichtbar punktiert.
Melanobaris nigritarsis-Halsschild mit punktfreier flacher Längsschwiele in der Mitte, fein und dicht punktiert, die Punkte etwas länglich, Flügeldecken stark und tief gestreift, am Grunde fein, erloschen punktiert. Körper länglich, fast parallel, schwarz, etwas glänzend, Beine schwarz, kräftig. 4,2 mm. Reitter unbekannt. D: Kaukasus.
→ 7v-Halsschild an den Seiten mehr weniger gerundet, oder nach vorn verengt, kaum exakt quadratisch, in der Mitte viel feiner und meist auch weitläufiger punktiert als an den Seiten. Streifen der Flügeldecken an der Basis viel stärker als gegen die Spitze.
#4v
→ 5vFlügeldecken exakt länglich eiförmig, hinter den Schultern beträchtlich gerundet erweitert, und hier (vor der Mitte) am breitesten, und daselbst viel breiter als der Halsschild. (Körperform mit lepidii vollkommen übereinstimmend.).
→ 6v-Flügeldecken suboval, vor der Mitte sehr schwach gerundet erweitert, daselbst sehr wenig oder nicht breiter als der Halsschild, dieser exat quadratisch mit parallelen Seiten. Körper fast gleichbreit.
#5v
Baris longicollis Faust, 1890🗺ColeowebHalsschild lang, konisch, nach vorn verengt, stark, ziemlich dicht punktiert, mit punktfreier Mittellinie und jederseits einer glatten kürzeren Längsfläche. D: Mongolia: Ordoss, Kan-ssu.
Elasmobaris alboguttata H., 1870🗺Coleoweb-Halsschild fast quadratisch, etwas feiner und spärlicher punktirt, mit punktfreier wenig begrenzter Mittellinie, seitlich ohne glatte Areale. Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen sehr fein punktiert. D: Turkestan. (=balassogloi Faust, 1881)
Baris analis insularis Desbrochers, 1892🗺Coleoweb-Halsschild etwas konisch, dicht und tief punktiert, mit schmaler punktfreier Mittellinie, Flügeldecken tief furchig gestreift, die Zwischenräume vorn konkav, mit deutlicher Punktreihe. Schwarz, Tarsen rostrot. 4 mm. Reitter unbekannt. D: Korsika.
#6v
perdurus Reitter, 1895Halsschild dicht und sehr grob, gleichmäßig punktiert; Flügeldecken gewölbt, mit breiten und tief eingerissenen, am Grunde glatten, furchenartigen Streifen, die Zwischenräume mit starker Punktreihe. Hinterbrust dicht und tief grubig punktiert. Länglich, fast gleichbreit, gewölbt, schwarz, wenig glänzend, Rüssel dick, stark punktiert, gebogen; Fühler und Beine schwarz, letztere plump, punktiert. Halsschild quadratisch, etwas länger als breit, ohne oder nur mit undeutlich schmaler punktfreier Mittellinie, Basis fast gerade, Seiten auf der Unterseite gedrängt grubig punktiert. Schildchen klein, rundlich, etwas versenkt. Flügeldecken gewölbt, länglich, stumpf eiförmig, vor der Mitte am breitesten, aber hier sehr wenig breiter als der Halsschild; Unterseite dicht punktiert, fein, staubartig hell behaart. 4 mm. D: Araxestal bei Ordubad.
Melanobaris dalmatina H. Brisout de Barneville, 1870🗺Coleoweb-Halsschild weitläufig, stark etwas ungleich (in der Mitte und an den Seiten etwas stärker) punkteirt; Flügeldecken mit normal und tief eingerissenen Streifen; Punktreihe der Zwischenräume fein und weitläufig. Körper lang und schmal, fast parallel.*) D: Dalmatien und Kaukasus Alagoes, Marikopi. *) Reitter bezieht auf diese Art einen Käfer mit rötlichen Beinen aus dem Kaukasus, den ihm Freund J. Faust als dalmatina var. pedibus rufis bezeichnet hat, und der auf die Brisout' sche Beschreibung passt, war aber trotzdem nicht sicher, daß er mit dem dalmatinischen, der ihm von dieser Provenienz unbekannt war, wirklich identisch ist.
#7v
Melanobaris laticollis (Marsham, 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebKäfer stark lackglänzend, Halsschild nur an der Spitze dicht, in der Mitte fein und spärlich punktiert, Streifen der Flügeldecken nicht erkennbar punktiert. B: Auf Cruciferen: Cheirantus cheiri, Brassica, etc. D: Europa. (=picina Germ.) (=absinthii Panz.)
Melanobaris atramentaria (Boheman, 1836)🗺Coleoweb ...2vi-Käfer mattglänzend, Halsschild überall dicht, in der Mitte nur feiner punktiert, Streifen der Flügeldecken am Grunde mit erkennbarer Punktur. D: Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Araxestal.. #1vi VI. Gruppe. (Schwarze Arten mit schlanken Klauen, deren Streifenränder von den Punkten am Grunde wenigstens hinten angegriffen werden, die Zwischenräume mit einfacher reihiger Punktur.) Oberseite gleichmäßig glänzend, die Streifen der Flügeldecken vollständig, wenn auch oft ungleich ausgeprägt.
Melanobaris semiopaca Reitter, 1895🗺Coleoweb Melanobaris quadraticollis Boheman, 1836🗺Coleoweb-Schwarz, stark lackglänzend, Flügeldecken fast matt, die Streifen der letzteren äußerst fein, nur an der Basis und Spitze etwas eingerissen, die mittleren auf der Scheibe durch eine Punktreihe substituiert, welche nicht stärker ist als jene der Zwischenräume. Metasternum sehr grob und dicht punktiert. Im Übrigen der atramentaria ähnlich. 3 mm. D: Araxestal bei Ordubad. #2vi Halsschild an den Seiten gerundet, zur Basis deutlich, zur Spitze stärker gerundet verengt, in oder hinter der Mitte am breitesten, die Basis unvollständig gerandet. A le oder wenigstens die breiteren Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit 2 sehr feinen irregulären Punktreihen. Stark lackglänzend. D: Frankreich, Südeuropa, Algier, Marokko und an geblich auch (v. picitarsis Bohem.) im Kaukasus. (=sulcicollis Chevrl.)
...3vi Melanobaris semistriata Boheman, 1836🗺Coleoweb-Halsschild an den Seiten kaum gerundet, fast parallel, oder von der Basis nach vorn allmählich verengt, zur Basis nicht gerundet eingezogen. Die Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit einer Punktreihe, selten auf den breiteren mit doppelten irregulären Punkten besetzt. #3vi Flügeldecken vorn mit tief eingerissenen, in der Mitte mit allmählich sehr fein werdenden Streifen; Halsschild quadratisch, die Seiten parallel, die Basis im weiteren Umfange fein gelb, spärlich behaart; Hinterbrust mit außerordentlich grober, grübchenförmiger Punktur. Schwarz, lackglänzend. D: Kaukasus. (=gimmerthali Hochh.)
...4vi noaeae Becker, 1875🗺Coleoweb-Flügeldecken mit ziemlich gleichmäßigen, nur an der Basis tieferen Streifen, dorsale Halsschildbasis unbehaart; Hinterbrust nur so stark wie die Unterseite des Halsschildes punktiert. Schwarz, mässig glänzend. #4vi Halsschild quadratisch, länger als breit, so breit wie die länglichen fast gleichbreiten Flügeldecken, die Seiten parallel; die Hinterbrust ist kaum stärker als ihre Epimeren punktiert, erstes Bauchsegment spärlich, ziemlich fein punktiert, vorn mit größeren Punkten. Körper groß, langgestreckt, schwarz. Fühler und Beine braunrot. D: Derbent. (=brisouti Faust. ) (=longula Faust i. lit.)
Melanobaris carbonaria (Boheman, 1836)Fundmeldungen🗺Coleoweb Malvaevora timida (Rossi, 1792)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild etwas länger als breit, an der Basis fast so breit wie die Flügeldecken, nach vorn leicht verengt; Hinterbrust dreifach stärker punktiert als ihre Epimeren; erstes Bauchsegment dicht und fein länglich punktiert. Körper länglich elliptisch, schwarz, Fühler und Tarsen braunrot. Rüssel dick, etwas kürzer als der Halsschild, dieser mäßig dicht und fein, an den Seiten etwas längsrunzelig punktiert, mit punktfreier Mittellinie, Basis fast gerade. Flügeldecken lang oval, die Streifen fein, an der Basis viel stärker und tiefer eingedrückt, die Punkte breiter als die Streifen und darum die Ränder stark angreifend, die Zwischenräume mit einer ziemlich feinen Punktreihe. Seiten des Halsschildes auf der Unterseite mit groben Längsrunzeln besetzt, Brust und Abdomen mit feinen gelben Härchen 5 mm ohne Rüssel. D: Sebastopol. (=striatopunctata Reitter, 1895) #1vii VII. Gruppe. (Körper schwarz, fast matt; Klauen klein, beisammenstehend, am Grunde scheinbar verwachsen.) Kurz und breit oval, fast matt, (selten stark lackglänzend = var. polita Rtt. Algier, Marokko, Morea, Kaukasus,) Halsschild sehr fein, weitläufig und gleichmäßig punktiert und dadurch von allen ausgezeiclmet; Flügeldecken mit sehr feinen Streifen, die Punkte fein aber breiter als die Streifen. D: Mittel- und Südeuropa, Kaukasus, Algier. (=nitens F.)
parumpunctata Fairmaire, 1875🗺Coleoweb Pellobaris melancholica Roelofs, 1875🗺Coleoweb ...2ix-Vielleicht gehört auch in diese Gruppe eine Reitter unbekannte Art: Sie hat dieselbe breite und kurze Gestalt, Oberseite glänzend. Der Halsschild quer nach vorn verengt, die Scheibe ebenfalls nur fein und weitläufig punktiert, die Flügeldecken mit feinen und fein punktierten Streifen, die Zwischenräume fein einreihig punktiert; die Brust runzelig punktiert, die Bauchsegmente 3-5 an den Seiten der Länge nach gestrichelt, wodurch diese Art von allen anderen sich zu entfernen scheint. 3,7 mm. D: Tunis. #1viii VIII. Gruppe. (Rüssel von der Stirn nicht furchig abgesetzt; Zwischenräume der gekerbten Flügeldeckenstreifen sehr fein der Länge nach gekielt.) Hierher nur eine schwarzmatte Art vom Aussehen einer Magdalis cerasi: Kohlschwarz, matt, Halsschild quer, gedrängt, stark punktiert, Flügeldecken an der Basis stark doppelbuchtig, oben mit stark gekerbten Punktstreifen; dritter Zwischenraum vor der Spitze mit dem vorletzen verbunden, daselbst höckerig erhaben und durch eine Leiste mit der Spitze verbunden; Anteapicalbeule kräftig. D: Ostsibirien (Wladiwostok), Japan. #1ix IX. Gruppe. (Oberseite mehr weniger beschuppt oder mit Haarflecken geziert.) Halsschild und Flügeldecken am Grunde maschig (schuppig) genetzt.
...4ix ...3ix-Halsschild und Flügeldecken punktiert oder gerunzelt. #2ix Grundfarbe des Körpers schwarz, Halsschild auch am Vorderrande mit 2 beschuppten weißen Makeln. Die Beschuppung zum Teile gelb und weiß.
Eremobaris albopicta (Reitter, 1895)🗺Coleoweb Eremobaris picturata (Ménétriés, 1849)🗺Coleoweb-Schwarz, mit erzfarbenem Veilchenscheine **), Halsschild am Vorderrande ohne Makeln, die Beschuppung wie bei der vorigen, sehr ähnlichen Art, aber nur weiß. Erstes und zweites Bauchsegment in der Mitte mit großer viereckiger, die ganze Länge dieser Segmente einnehmender braunschwarzer Makel. D: Araxestal bei Ordubad. **) In seltenen Fällen auch bei opiparis Duv. #3ix Die ganze Naht der Flügeldecken gelb beschuppt. Reitter unbekannt.*) D: Turcmenien. *) Dürfte sich bei näherer Prüfung von opiparis Duv. verschieden erweisen.
Eremobaris picturata (Ménétriés, 1849)🗺Coleoweb Maurobaris spoliata (Boheman, 1836)🗺Coleoweb-Die vordere Hälfte der Naht der Flügeldecken gelb beschuppt, die hintere (bis auf die Spitze) kahl. D: Südeuropa, Marokko. (=opiparis Duv.) #4ix Halsschild unbeschuppt, weitläufig punktiert, Flügeldecken mit weißem x-förmig beschupptem Flecken auf der vorderen Hälfte der Naht. Schwarz, lackglänzend. D: Südfrankreich, Korsika, Sizilien, Spanien, Griechenland, Marokko.
...5ix ...6ix-Auch der Halsschild wenigstens zum Teile beschuppt. #5ix Rüssel dünn, meistens ungekielt.
...9ix fimbriata Faust, 1885🗺Coleoweb-Rüssel sehr dick und stark entwickelt, oben oder an den Seiten scharf gekielt. #6ix Alle Schenkel auf der Unterseite lang und dicht weiß bewimpert. Länglich, parallel, unten greis, oben braun schuppig behaart, Halsschild jederseits mit mehr weniger vollständiger, weiß beschuppter Längslinie; Flügeldecken mit einigen kleinen, weißen Schuppenflecken. 4,3 mm. D: Taschkend.
...7ix ...8ix-Schenkel ohne lange Wimperhaare; Halsschild ohne 2 dorsale weiße Längslinien. #7ix Käfer groß, 5 mm überragend, Halsschild nach vorn stark verengt, Flügeldecken kurz eiförmig, von der Schulterbeule nach hinten verengt; Schienen des ♂ innen dicht bewimpert.
Cosmobaris scolopacea (Germar, 1819)🗺Coleoweb Anthinobaris dispilota Solsky, 1870🗺Coleoweb-Käfer kleiner, 5 mm nicht erreichend, Halsschild quadratisch, Flügeldecken parallel, hinten gerundet abgestumpft. Die ganze Ober- und Unterseite dicht greis und gelb scheckig beschuppt, Rüssel lang und dünn, oben mit feinem Mttelkiel. D: Ungarn, Frankreich, Südeuropa, Kaukasus, Turcmenien. (=pallidicornis Boh.) (=parvula Boh.) (=vestita Pen.) (Nach Desbrochers ist auch vicina Bris. eine var. dieser Art.) #8ix Die ganze Ober- und Unterseite ziemlich einförmig gelb schuppig behaart. D: Ostsibirien: Albasin, Radefka.
Anthinobaris dispilota davidis Fairmaire, 1878🗺Coleoweb ...10ix-Unterseite fleckig gelb beschuppt, Oberseite dunkel schuppig behaart, alle Winkel des sonst fast kahlen Halsschildes mit goldgelb beschuppter Makel, Schildchen, eine quere Makel hinter der Mitte der Flügeldecken, dann eine schmale kleine am Spitzenwinkel, oft auch einige an der Basis derselben, dann einzelne eingestreute Schuppen goldgelb. D: Japan. (=reini Roelofs.) #9ix Rüssel in der Mitte der Länge nach gekielt.
sellata Bohem. Cosmobaris discolor Boheman, 1836🗺Coleoweb-Rüssel nur an den Seiten mit 2 genäherten Kielen. Schwarz, die Seiten des Halsschildes welche in der Mitte einen denudierten Flecken einschließen, eine große x-förmige Makel vorn an der Naht und zahlreiche irreguläre Flecken, sowie der größere Teil der Unterseite weiß beschuppt. Halsschild gedrängt, längsrunzelig punktiert, mit feinem Mittelkiel. 6 mm. D: Algier, Spanien. Im Katalog (Alonzo-Zarazage et al. (l.c.)) auch nicht als Synonym gefunden. #10ix Klein (3 mm). Ober- und Unterseite uniform rauh weißlich beschuppt. D: Algier. (=soricina Fairm.)
Melaleucus x-signum Reitter, 1895🗺Coleoweb-Groß (6-7 mm). Gelb und greis etwas scheckig beschuppt, der Halsschild und eine x-förmige große Makel vome auf 2/3 Teil der Naht, sowie der größte Teil der Brust und des Bauches dicht weiß beschuppt, eine größere Scutellarmakel und 2 Flecken am Vorderrande des Halsschildes dunkel. Rüssel zum größten Teil beschuppt, die gelblich beschuppten Schenkel mit weißem Schuppenringe. D: Aegypten.*). *) In Col. von Heyden als mucorea Klug, den Reitter im Gemminger-Haroldschen Kataloge nicht fand. Leconte beschrieb eine mucorea aus Nordamerika (1858).
#1x
→ 2xX. Gruppe. (Käfer grün, blau oder anders metallisch gefärbt. Die Nigrino dieser Gruppe erkennt man an der Färbung der Unterseite, wo die normale Färbung zum Teile nicht ganz verschwindet.) Käfer langgestreckt und sehr schmal.
→ 6x-Körper oval oder elliptisch, Flügeldecken kaum ganz 2 mal so lang wie zusammen an ihrer umfangreichsten Stelle breit.
#2x
→ 3xFlügeldecken mit kleinen, staubförmigen, weißen, gereihten Härchen in den Punkten der Zwischenräume. Halsschild nach vorn schwach verengt.
Aulacobaris cuprirostris (Fabricius, 1787)🗺Coleoweb-Flügeldecken ohne Spur einer reihenweisen Behaarung, Halsschild nach vorn stark konisch verengt, sehr fein, wenig dicht punktiert, Flügeldecken fein gestreift, die Zwischenräume fast glatt. Grasgrün (Stammform), selten blau: (v. sicula Boh. oder goldenkupferig, v. nitidula Bris.), Rüssel meist kupferfarbig. B: auf Cruciferen: Diplotaxis, Brassica, Erysimum. D: Mittel- und Südeuropa, Algier.
#3x
Aulacobaris angusta (Brullé, 1832)🗺ColeowebHalsschild nach vorn leicht gerundet verengt, dicht und stark punktiert; Flügeldecken wenig länger als doppelt so lang wie zusammen breit; Zwischenräume mit deutlicher Punktreihe. 4 mm. D: Oesterreich, Ungarn, Griechenland, Syrien. (=violacea Gyll.)
Aulacobaris stierlini Tournier, 1873🗺Coleoweb-Halsschild länger als breit, an den Seiten parallel , grob und dicht punktiert, mit punktfreier Mittellinie; Flügeldecken in den Zwischenräumen mit kaum wahrnehmbarer Punktreihe. Klein (2,5 mm), blau. Reitter unbekannt. D: Sizilien.
Aulacobaris siciliensis Desbrochers, 1892🗺Coleoweb-Halsschild nach vorn stark konisch verengt, gleichmäßig, wenig dicht aber stark punktiert, mit feiner, punktfreier Mittellinie, Flügeldecken nicht breiter als der Halsschild, schmal gestreift, die Streifen an der Spitze tiefer, Zwischenräume mit deutlicher Punktreihe, Beine und Abdomen deutlich greis schuppig behaart. 4 mm. D: Sizilien. Anmerkung Reitters: Wahrscheinlich ist stierlini eine Var. von janthina und siciliensis nur eine Form von angusta.
→ 4x-Halsschild fein und wenig dicht punktiert, Flügeldecken fast 2,5 mal so lang wie zusammen breit, Zwischenräume nur mit angedeuteter Punktreihe.
#4x
Aulacobaris johanni Korotyaev, 1988🗺ColeowebUnterseite des Halsschildes an den Seiten schräg quer gerunzelt; Beine auffällig lang und dicht gelb weiss beschuppt. Sonst der janthina ähnlich. D: Transkaspien. (=squamipes Faust.)
→ 5x Aulacobaris mecinoides Desbrochers, 1892🗺Coleoweb-Unterseite des Halsschildes mit dichten runden Punkten besetzt, nicht schräg gerunzelt; Beine normal, fein gelblich oder greis behaart *). *) Hierher gehört auch eine Reitter unbekannte Art: ausgezeichnet durch die Färbung, sie ist schwarz, Flügeldecken blau, Beine braun. Halsschild wenig stark aber dicht punktiert, mit punktfreiem flachem Mittelkiel, spärlich, fein greis behaart; Zwischenräume der Streifen auf den Flügeldecken mit feiner Punktreihe und deutlichen greisen Börstchen besetzt wie bei janthina, der sie sehr ähnlich ist. 3,2 mm. D: Tunis.
#5x
Aulacobaris janthina Boheman, 1836🗺ColeowebBlau oder blaugrün; Rüssel auch an den Seiten fast glatt, Abdomen gegen die Spitze und Beine fein greis behaart. D: Sardinien, Griechenland, Südrussland, Araxestal, Kaukasus, Syrien. **). **) Desbrochers zieht die janthina Boh. Bris. als var. zur angusta; allein die echte angusta hat derselbe nicht erkannt. Die angusta, welche mir Brisout selbst mitteilte, ist eine weniger schmale Art mit grob und dicht punktiertem Thorax und zu ihr gehört wahrsdieinlich siciliensis Desbr.
Aulacobaris prasina Boheman, 1836🗺Coleoweb-Hell grasgrün (wie cuprirostris), Rüssel an den Seiten rauh längsrunzelig, Hinterbrust in der Mitte, Abdomen gegen die Spitze und Beine länger und dichter gelblich behaart. Halsschild stärker punktiert. D: Südeuropa, Algier.
#6x
→ 7xSeitenstücke des Halsschildes auf der Unterseite sehr grob punktiert, die Punktur wenigstens in grobe Längsrunzeln verflossen. Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen nur sehr fein reihig punktirt.
→ 11x-Seitenstücke des Halsschildes auf ihrer Unterseite einfach punktiert, die Punkte rund, nicht in grobe Längsrunzeln verflossen. Halsschild dicht punktiert.
#7x
Aulacobaris lepidii (Germar, 1824)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken lang exakt eiförmig, hinter den Schultern (vor der Mitte) beträchtlich gerundet erweitert, Schulterbeulen undeutlich, Halsschild schmal, spärlich, mehr minder fein punktiert. B: Auf ·Nasturtium sylvestre·, ·Roripa amphibia·, ·Nasturtiastrum latifolium·. D: Mittel- und Südeuropa, Kaukasus, Turkestan, Taschkend.
→ 8x-Fügeldecken oval, vor der Mitte nur sehr wenig erweitert, Schulterbeulen glänzend, vortretend, Hinterbrust an den Seiten dicht und stark, aber nicht grubig punktiert.
#8x
→ 9xDie Punktur des Halsschildes ist manchmal länglich, aber an der Basis (oft ungleich jedoch) rund.
Aulacobaris licens Reitter, 1895🗺Coleoweb-Halsschild ziemlich dicht und mäßig stark gleichmäßig punktiert, die Punktur länglich, an der Basis quer, und von da gegen die Seiten zu im Bogen schräg gestellt, Scheibe hinter der Mitte jederseits mit 1-2 Punktgrübchen. Flügeldecken mit feinen, auch an den Seiten deutlichen Streifen, die seitlichen nach vorn durch Punkte substituiert; Zwischenräume mit feiner, deutlicher, auf den breiteren Zwischenräumen etwas konfuser Punktreihe. Dunkel blau, Rüssel durchaus punktiert, dick, Halsschild fast quadratisch, vorn an den Seiten eingeschnürt, mit angedeuteter, punktfreier Mittellinie, Schildchen quer-viereckig, Flügeldecken mit schwacher Anteapicalbeule. Größer als coerulescens, breiter gebaut, schwarzblau. D: Araxestal bei Ordubad.
#9x
→ 10xFlügeldecken mit feinen, an den Seiten fast erlöschenden Streifen, Halsschild jederseits an der Basis unfern der Hinterwinkel mit feiner unpunktiertem Längsflecken; die Punktur zum Teile länglich.
...10xa Aulacobaris fallax (H. Brisout de Barneville, 1870)🗺Coleoweb-Flügeldecken mit starken tief eingerissenen, an den Seiten etwas feineren aber vollständigen Streifen; Halsschild stark punktiert, zur Basis nicht verengt. Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit sehr feiner Punktreihe. #10xa Halsschild mit groben länglichen mäßig dichten Punkten, in der Mitte mit schmaler verkürzter oder fehlender punktfreier Mittellinie, an den Seiten gegen die Basis zu viel feiner punktiert. Der coerulescens sehr ähnlich, aber viel breiter gebaut, Halsschild grob länglich punktiert, und die Streifen an den Seiten der Flügeldecken wohl feiner aber nicht erloschen. B: Auf Isatis tinctoria. D: Deutschland, Frankreich, Spanien.
Aulacobaris pertusa Kiesenwetter, 1864🗺Coleoweb-Halsschild grob, an den Seiten etwas ungleich punktiert, ohne deutliche glatte Mittellinie und ohne feiner punktiertem Längsfleck jederseits an der Basis, die Punkte rund. D: Griechenland, Jonische Inseln.
#10x
Aulacobaris coerulescens (Scopoli, 1763)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild fein, ungleich punktiert, mit punktfreier Mittellinie; Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen sehr fein einreihig punktiert, (Stammform) oder glatt (v. chloris F.) *) B: Auf Cruciferen, besonders Brassica napus. D: Mittel- und Südeuropa, Marokko. (=chlorodia Boh.) (=trapezicollis Desbrochers des Loges, 1892) (=pulchella P.H. Lucas, 1846) *) Desbrochers des Loges unterscheidet von dieser Art noch mehrere Varietäten und zwar: a) v. fallax, der aber sich nicht deckt mit der von Brisout beschriebenen Art. Der echte fallax Bris. hat auch an den Seiten vollständige deutliche Streifen, was bei den Varietäten des coerulescens nicht der Fall ist und die Form ist eine viel kürzere. b) chlorodia Boh., bei welcher am Halsschilde an den Seiten über der Basis die feine punktierte Längsfläche fast punktfrei ist. c) trapezicollis Desbr. Eine schmälere, schlankere Form aus Biskra mit kürzerem, vorn plötzlicher abgeschnittenem, zur Basis ganz gerade verengtem Halsschild. d) pulchellus Luc. Schwarzblau. Algier.
Aulacobaris cribellata Kiesenwetter, 1864🗺Coleoweb-Halsschild grob und dichter punktiert, mit kurzer, schmaler, meist undeutlicher glatter Mittellinie, an den Seiten feiner punktiert. D: Griechenland, Syrien, Kleinasien. (=heydeni Desbr.) (=stricticollis Desbr.)
#11x
→ 12xZwischenräume der Flügeldeckenstreifen mit sehr deutlicher, meist kräftiger und oft doppelter konfuser Punktreihe. Flügeldecken länglich oval, Halsschild dicht punktiert.
→ 14x-Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen äußerst fein, oft wenig deutlich punktuliert; Flügeldecken eiförmig oder kurz eiförmig, nach hinten stark verengt; Halsschild fein oder wenig stark punktiert.
#12x
→ 13xHalsschild gleichmäßig punktiert, manchmal mit schmaler punktfreier Mittellinie.
Aulacobaris kiesenwetteri Faust, 1890🗺Coleoweb-Halsschild stark und dicht punktiert, mit punktfreier Mittellinie und jederseits über der Basis mit punktfreier länglicher Areola; so lang wie breit, von der Basis ab zur Spitze leicht verengt; Flügeldecken kurz eiförmig, mit starken und tief eingerissenen Streifen, diese kaum punktiert, Zwischenräume mit ziemlich starker Punktreihe; Rüssel, Unterseite, Fühler und Beine schwarz. Der pertusa sehr ähnlich ab er die Seitenstücke des Thorax einfach punktiert, die Scheibe mit punktfreier Mittellinie und 2 kleineren Areolen, oben feiner punktiert, dagegen die Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen stark punktiert. D: Griechenland, Syrien. (=triplagiata Desbr.)
#13x
Aulacobaris picicornis (Marsham, 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb virescens Brull. Aulacobaris andalusiaca H. Brisout de Barneville, 1870🗺ColeowebGrün oder blaugrün, stärker glänzend, Halsschild deutlich schmäler als die Flügeldecken, an den Seiten kaum gerundet, mäßig fein dicht punktiert, Flügeldecken in den Zwischenräumen fein punktiert. B: Auf Reseda lutea. D: Mittel- und Südeuropa. *) . (=cribricollis Reiche) (=abrotani Germ.) (=punctata Gyll.) a) Stücke mit deutlicher punktfreier Mittellinie des Halsschildes sind. *) Dieser Art ähnlich ist eine Reitter unbekannte Art: Unterscheidet sich von picicornis durch den kürzeren, mehr quadratischen feiner aber dicht punktierten Halsschild, feinere Streifen der Flügeldecken, die Zwischenräume flach und mit einer sehr feinen, fast erloschenen Punktreihe. Beine bronzeschwarz. Oberseite kahl. 2,5-3 mm. Nach Desbr. ist diese Art sehr ähnlich der villae, mit welcher sie der Autor nicht vergleicht; sie unterscheidet sich von dieser durch ganz kahle Oberseite. D: Spanien. v.
Aulacobaris concinna Boheman, 1844🗺Coleoweb-Dunkelblau, weniger glänzend, Halsschild fast so breit wie die Flügeldecken, an den Seiten deutlicher gerundet, hinter der Mitte am breitesten, oben ziemlich stark und dicht punktiert; Flügeldecken in den Zwischenräumen viel stärker punktiert. D: Südrussland, Kaukasus, Araxestal.
#14x
Aulacobaris corinthia Desbrochers, 1892🗺Coleoweb Aulacobaris viridipennis Rosenhauer, 1856🗺ColeowebBasis des Halsschildes mit deutlichen greisen Haaren wenig dicht besetzt; Beine sehr dicht greis behaart, die Behaarung deckt ganz deren Grundfarbe; Halsschild konisch, schmäler als die Flügeldecken, dicht punktiert, mit feiner punktfreier Mittellinie und jederseits über der Basis mit glatter spärlicher und feiner punktierter Fläche. Messinggelb .*) D: Algier, Malta, Mehadia. (=corynthia bei Reiiter) *) Eine var. mit grünlichen Flügeldecken, bei der noch die Schulterbeulen messinggelb verbleiben und die Reitter unbekannt war. D: Granada.
→ 15x-Auch die Basis des Halsschildes kahl; Beine spärlich und fein greis behaart, die Behaarung den Grund nicht verdeckend.
#15x
Aulacobaris nivalis H. Barneville, 1870🗺ColeowebHalsschild schmal, nach vom verengt, mit 3 glänzenden, punktfreien Längslinien auf der Scheibe, davon die seitlichen kürzer, sonst matt und dicht punktiert; Flügeldecken mit auch an den Seiten scharf eingeschnittenen starken Streifen. Matt grün oder blau, oder der Thorax grün und die Decken blau. D: Pyrenaeen, Spanien.
→ 16x-Halsschild nicht mit 3 punktfreien, glatten Längslinien; Oberseite meistens glänzend.
#16x
→ 17xZwischenräume der Flügeldecken flach, mit einer einzelnen höchst feinen Punktreihe.
Aulacobaris malachitica Chevrolat, 1860🗺Coleoweb-Zwischenräume der Flügeldecken breit, flach gewölbt und höchst fein dicht unregelmäßig punktuliert oder mit 2-3 konfusen Punktreihen, ohne Börstchen; Halsschild dicht punktiert, mit punktfreier Mittellinie. Dunkelgrün oder blau, wenig glänzend, Flügeldecken matt. D: Algier, Tanger.
#17x
Cucubaris villae (Comolli, 1837)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild gleichmäßig dicht punktiert, nach vorn konisch verengt, Flügeldecken in den Zwischenräumen nur mit einer sehr feinen, oft nur an gedeuteten Punktreihe und mit äußerst feinen, staubartigen, weißen Härchen darin, außerdem haben die Zwischenräume einen gewellten Grund oder angedeutete Querunzeln. D: Mitteleuropa, Sizilien, Südrussland.
Aulacobaris chlorizans (Germar, 1824)🗺Coleoweb-Halsschild jederseits an der Basis mit glatterer, feiner punktierter Längsfläche und undeutlicher, glatter Mittellinie; Flügeldecken mit breiten, fast glatten Zwischenräumen, ohne Spur von Haarschuppen. B: Auf Cruciferen des Genus Brassica. D: Mittel- und Südeuropa. (=luczoti Boh.) (=celtis Gredl.)
Enthaltene TaxaAnthinobaris AulacobarisBarisCosmobarisCucubarisElasmobarisEremobarisfimbriata LabiaticolaMalvaevoraMaurobarisMelaleucusMelanobarisnoaeae parumpunctata Pellobaris perdurus rufitarsis sellata virescens
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1895): Bestimmungs-Tabellen der europäischen Coleopteren 33. Heft: Curculionidae. 3. Theil - Paskau >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Reitter-Best-Tab-Heft33 Curculionidae III Coryssomerini Baridiini.pdf"
Dieckmann, L. (1988): Die Baris spitzyi-Gruppe - Reichenbachia, 25:165-167 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Dieckmann1988 Baris spitzyi.pdf"
Alonso-Zarazaga, M.A. et al. (2017): Cooperative Catalogue of Palaearctic Coleoptera Curculionoidea. - 2nd Edition. Monografías electrónicas S.E.A., vol. 14 >>>https://www.researchgate.net/publication/368543150_Cooperative_Catalogue_of_Palaearctic_Coleoptera_Curculionoidea_2nd_edition oder >>>"F:\_E\Käfer\_Catalogue of Palaearctic Coleoptera\2023 Cooperative-Catalogue-of-Palaearctic-Coleoptera-Curculionoidea.pdf"
Erstellt am: 07.04.2026 · Letzte Aktualisierung: 19.04.2026 - 16:11:37
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