Familie Apionidae - Unterfamilie Apioninae

ColeopteraRhynchophoraApionidae
Von Arved Lompe (n. L. Behne, M.A. Alonso-Zarazaga, E. Reitter)
Die Untergattungen der früheren Gattung Apion sind zu selbständigigen Gattungen erhoben worden.
#1
Exapion BedelRüsselbasis mit einem zur Seite und oft auch nach unten gerichteten Zahn oder einer rundlichen Verdickung [Abb. 1] [Abb. 2]. Oberseite dicht, hell, einfarbig oder auch bunt und (oder) längsstreifig behaart oder beschuppt. Beine ganz oder wenigstens die Vorderschienen und -Schenkel überwiegend rot. An Ginster-Arten (Genista, Cytisus, Sarothamnus). Vertreter: difficile.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Rüsselbasis selten mit einem seitlich gerichteten Zahn oder einer Verdickung [Abb. 3] [Abb. 4], dann aber die Oberseite unauffällig behaart und die Beine schwarz oder der Kopf an der Rüsselbasis mit einer scharfkantig begrenzten Fühlergrube auf der Unterseite.
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Abb. 3
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Abb. 4
#2
Apion HerbstKörper ganz rot [Abb. 5] [Abb. 6]. Oberseite unauffällig behaart. An Sauerampfer (Rumex). Vertreter: frumentarium.
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Abb. 5
apion_rubiginosum_hab.jpg
Abb. 6
→ 3-Anders gefärbt.
#3
→ 4Alle Schenkel und Schienen, manchmal auch die Tarsen gelbrot oder gelb. Oberseite sehr deutlich behaart.
→ 9-Schenkel und Schienen schwarz oder nur zum Teil gelb, andernfalls Oberseite kahl.
#4
Malvapion HoffmannSchwarz, Fühler, Beine und Flügeldecken gelbrot. Flügeldeckenbasis 3-eckig geschwärzt [Abb. 7] [Abb. 8]. An Malven-Arten. Einziger Vertreter: malvae.
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 5-Halsschild und Flügeldecken etwa gleichfarbig.
#5
Ixapion Roudier & TempèreFlügeldecken kurzoval, ihre größte Breite hinter der Mitte; Flügeldecken mit einem dichter behaarten, heller rotbraunen Basalfleck und mit fleckig aufgelöster hellerer Behaarung hinter der Mitte [Abb. 9]. An Misteln (Viscum). Einziger Vertreter: variegatum.
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Abb. 9
→ 6-Flügeldecken länglich, Flügeldeckenbasis neben dem Schildchen oft mit einem hellen Haarfleck.
#6
Rhopalapion SchilskyFühlerkeule sehr lang und schlank, fast parallelseitig, so lang wie die vorhergehenden 6 Geißelglieder zusammen [Abb. 10]. Schlanke, oberseits dicht weiß behaarte Art. Rüssel beim ♀ fast so lang wie der Körper [Abb. 11]. An Malven-Arten (Althea). Einziger Vertreter: longirostre.
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Abb. 10
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Abb. 11
→ 7-Fühlerkeule oval, kürzer.
#7
Pseudapion SchilskyRüssel gerade, beim ♂ mit roter Spitze. Unterseite weiß beschuppt, Kopfunterseite ohne Grube. Durchschnittlich größer (2,1-3,5 mm). Habitus [Abb. 12]. An Malven-Arten. Vertreter: rufirostre.
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Abb. 12
→ 8-Rüssel ganz dunkel, beim ♀ gebogen. Kopfunterseite mit einer seitlich scharf begrenzten Grube. Durchschnittlich kleiner (1,7-2,4 mm).
#8
Kalcapion SchilskyOberseite schwarz, Flügeldecken einheitlich heller behaart oder mit einem querrundlichen, kahl erscheinenden Scheibenfleck. An Bingelkraut (Mercurialis). Vertreter: pallipes [Abb. 13].
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Abb. 13
Taeniapion Schilsky-Oberseite heller oder dunkler braun, nur ausnahmsweise fast schwarz, Flügeldeckenbehaarung querbindenartig [Abb. 14]. An Brennessel (Urtica). Vertreter: urticarium.
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Abb. 14
#9
Phrissotrichum SchilskyFlügeldeckenzwischenräume mit einer Reihe aufgerichteter Börstchen [Abb. 15]. Bei uns 1 Art an Sonnen- und Heideröschen (Helianthemum, Fumana) sowie 1 an Cistus im Mittelmeergebiet.
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Abb. 15
→ 10-Flügeldecken anliegend behaart, beschuppt oder kahl.
#10
Oxystoma DumérilRüssel im Basalteil auffallend dick, nach vorn plötzlich oder allmählich verschmälert, vor der Spitze (von oben gesehen) meist nur halb so breit wie an der Basis [Abb. 16]. An Wicken und Platterbse (Vicia, Lathyrus). Vertreter: pomonae.
oxystoma_pomonae_hab.jpg
Abb. 16
→ 11-Rüssel anders gebaut.
#11
→ 12Fühler dick, die Geißel wenigstens in ihrem basalen Teil so dick wie der Schaft, das 2. Geißelglied von zylindrischer Form, kaum schmaler als das 1.. Im Zweifelsfall die Mittelhüften etwas getrennt, die Fortsätze der Vorder- und Mittelbrust füllen den Zwischenraum aus, das heißt die Hüfthöhlen sind innen geschlossen [Abb. 17].
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Abb. 17
→ 16-Fühler schlanker, das 2. Geißelglied wesentlich dünner als das 1., nicht zylindrisch [Abb. 18]. Im Zweifelsfall die Mittelhüften zusammenstoßend, der Zwischenraum nicht durch die Fortsätze der Vorder- und Mittelbrust ausgefüllt, das heißt die Hüfthöhlen sind innen offen [Abb. 19] oder nur durch einen ganz schmalen, tiefer gelegenen Steg getrennt [Abb. 20]. Der Bau der Mittelbrust ist nur im Zweifelsfall heranzuziehen, da nicht geprüft ist, ob das Merkmal für alle Gattungen der jeweiligen Leitzahlen zutrifft.
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
#12
Diplapion ReitterStirn mit zwei tiefen Längsfurchen, die sich hinten V- oder U-formig vereinigen [Abb. 21]. Halsschild fein und weitläufig punktiert. An Wucherblume und Kamille (Chrysanthemum, Anthemis, Matricaria) Vertreter: stolidum [Abb. 22].
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Abb. 21
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Abb. 22
→ 13-Stirn anders skulptiert; manchmal mit mehr als 2 Furchen, von denen sich die mittleren ebenfalls V-förmig vereinigen können.
#13
→ 14Halsschild ziemlich grob, dicht oder mäßig dicht punktiert. Rüsselbasis zur Seite zahnförmig oder gerundet erweitert. Oberseite ± deutlich behaart, manchmal nur sehr fein. Flügeldecken länglich.
→ 15-Halsschild fein und weitläufig punktiert. Rüsselbasis seitlich nicht erweitert (aber manchmal unterhalb der Augen), Oberseite kahl erscheinend. Flügeldecken stark gerundet, metallisch blau, blauschwarz oder dunkelblau.
#14
Acanephodus Alonso-ZarazagaRüsselbasis seitlich verrundet. Tarsenglieder wenig länger als breit. Die apikalen Enden der Tegmen gerundet eingeschnitten [Abb. 23]. An Distel-Arten. Vertreter: onopordi [Abb. 24]. Ceratapion, Untergattung
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Abb. 23
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Abb. 24
Ceratapion Schilsky-Rüsselbasis zur Seite zahnförmig oder gerundet erweitert. Tarsenglieder deutlich länger als breit. Die apikalen Enden der Tegmen tief und spitzwinklig eingeschnitten [Abb. 25]. An Distel-Arten und anderen Kompositen. Vertreter: gibbirostre [Abb. 4].
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Abb. 25
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Abb. 4
#15
Acentrotypus Alonso-ZarazagaStirngrube mit 6-8 feinen Furchen. Rüssel unterseits, unterhalb der Augen mit einem zahnförmigen Vorsprung. An Filz- und Ruhrkraut (·Filago· und ·Gnaphalium·). Einziger Vertreter: brunnipes.
Taphrotopium Reitter-Stirngrube mit 4 großen Furchen [Abb. 26]. Rüssel unterseits, unterhalb der Augen ohne zahnförmigen Vorsprung. An Compositen (·Artemisia·). Vertreter: sulcifrons [Abb. 27].
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Abb. 26
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Abb. 27
#16
Aspidapion SchilskySchildchen schlank, zugespitzt, mehr als doppelt so lang wie breit, an der Basis oft mit 2 kleinen Höckern, selten etwas kürzer, dann jedoch die Stirn mit tiefer Längsrinne. Oberseite oft charakteristisch metallisch grünlich, kupferig oder bronzefarben [Abb. 28]. An Malven-Arten. Vertreter: radiolus.
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Abb. 28
→ 17-Schildchen kleiner, meist weniger gestreckt, ohne Basalhöckerchen, allenfalls mit feiner Mittelrinne oder rinnenförmig ausgehöhlt. Kopf ohne tiefe Längsfurche.
#17
Omphalapion SchilskyHalsschild kugelig gewölbt, an den Seiten mit starker Rundung; Flügeldecken kurz und breit, mit Schulterbeule, kahl oder fast kahl. An Kamille (Matricaria und Anthemis). Vertreter: hookeri.
→ 18-Halsschild zylindrisch, konisch oder seitlich schwach gerundet oder vorn eingeschnürt, nur sehr selten ähnlich kugelig (redemptum), dann aber Flügeldecken ohne Schulterbeule.
#18
→ 19Schildchen nicht sichtbar oder nur punktförmig. Oberseite kahl, Flügeldecken oval, ohne Schulterbeule.
→ 20-Schildchen deutlich sichtbar, kahle Arten haben eine deutliche Schulterbeule oder sind hinter der Flügeldeckenmitte am breitesten.
#19
Synapion SchilskyFlügeldecken schwarz, glänzend, langoval. An Platterbse und Esparsette (·Lathyrus·, ·Onobrychis·). Vertreter: ebeninum.
Osellaeus Alonso-Zarazaga-Flügeldecken dunkelblau, dunkelviolett oder bronzeschwarz, matt, kurzoval bis fast kugelförmig. An Steinbrech (·Saxifraga·). Einziger Vertreter: bonvouloiri.
#20
→ 21Die dichte und lange, weiße oder gelbliche Behaarung verdeckt fast völlig die dunkle Oberseite; Flügeldecken eiförmig oder verkehrt eiförmig.
→ 22-Oberseite dünn und (oder) locker behaart oder kahl. Der dunkle Untergrund überall deutlich erkennbar. In Zweifelsfällen größte Flügeldeckenbreite in der Mitte.
#21
Metapion SchilskyOberseite dicht, rein weiß behaart; Flügeldecken eiförmig, größte Breite kurz hinter der Mitte. An Weinraute (Ruta). Einziger Vertreter: ermischi.
Trichopterapion Wagner-Oberseite dicht gelblich oder goldglänzend behaart; Flügeldecken verkehrt eiförmig, größte Breite im letzten Drittel. An Hainbuche (Carpinus). Einziger Vertreter: holosericeum.
#22
→ 23Flügeldecken schwarz. Bei Arten mit einem schwachen blauen oder Erzschimmer, der hier Anlaß zu Zweifeln geben könnte, folge man dieser Leitzahl, da solche Arten doppelt berücksichtigt und entsprechend weitergeführt werden.
→ 36-Flügeldecken +/- strahlend blau, violett, grünlich oder mit deutlichem Erz- oder Bronzeschimmer.
#23
Protapion SchilskyOberseite kahl erscheinend (nur mikroskopisch sichtbar behaart); Beine zum Teil, zumindest aber die Vorderschenkel ± gelb [Abb. 29]; nur bei einer Art sind die Beine schwarz [Abb. 30], bei dieser ist jedoch der Rüssel mindestens so lang wie Kopf und Halsschild zusammen [Abb. 31]. Beine lang und schlank, Flügeldecken stark gewölbt. An Klee-Arten (Trifolium, Medicago, Ononis). Vertreter: filirostre.
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Abb. 29
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Abb. 30
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Abb. 31
→ 24-Oberseite meistens, bei Arten mit zum Teil gelben Beinen immer, deutlich behaart. Bei kahl erscheinenden Arten mit schwarzen Beinen ist der Rüssel kürzer als Kopf und Halsschild zusammen.
#24
→ 25Basis der Flügeldecken nur wenig breiter als die Halsschildbasis; Flügeldecken nach hinten stark erweitert, am Ende breit gerundet, fast abgestutzt (birnenförmig), eine Schulterbeule fehlt oder ist ganz schwach entwickelt. Oberseite deutlich behaart. An Ginster-Arten.
→ 26-Flügeldeckenform anders oder ähnlich, dann ist aber die Schulterbeule deutlich oder die Oberseite kahl (bei rhomboidale).
#25
Protopirapion Alonso-ZarazagaStirn fein punktiert und verrunzelt, matt, hinter den Augen scharf vom glatten und glänzenden Scheitel abgesetzt. Halsschild mit deutlicher Längsrinne. Schildchen deutlich sichtbar. 1. Tarsenglied 1,3-1,6 x so lang wie breit. An Ginster-Arten (Sarothamnus, Genista, Ulex, Cytisus). Einziger Vertreter: atratulum.
Pirapion Reitter-Stirn grob punktiert mit 3-5 deutlichen Längsrillen, Stirn und Scheitel bis zum Halsschildvorderrand skulptiert. Halsschild ohne Längsrinne mit nur einer kurzen Längsgrube an der Basis. Schildchen kaum sichtbar, punktförmig. 1. Tarsenglied etwa so lang wie breit. An Ginster-Arten (Sarothamnus, Genista, Cytisus). Vertreter: immune.
#26
→ 27Flügeldecken sehr gestreckt, 1,7-1,8 x solang wie zusammen breit, deutlich hinter der Mitte am breitesten. Körper schmal.
→ 28-Flügeldecken meist kürzer und breiter, seltener ähnlich gestreckt, dann aber oval und ihre größte Breite in oder vor der Mitte [Abb. 32].
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Abb. 32
#27
Pseudostenapion WagnerRüssel kurz, gerade, kürzer als der Halsschild [Abb. 33], Halsschild kaum breiter als der Kopf, Flügeldeckenbasis wenig breiter als der Halsschild. An Johanniskraut (Hypericum). Einziger Vertreter: simum.
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Abb. 33
Stenopterapion Bokor-Rüssel schlank, gebogen, länger als der Halsschild; Flügeldecken an den Schultern viel breiter als dieser. An Luzerne, Esparsette, Steinklee (Medicago, Onobrychis, Melilotus). Vertreter: tenue.
#28
Holotrichapion GyörffyUnterseite der vorderen Rüsselhälfte mit lang abstehenden Borstenhaaren, die gewöhnlich auch von oben an den Rüsselseiten erkennbar sind. Vorderhüften dicht weiß behaart. Vertreter: ononis, pisi.
→ 29-Unterseite des Rüssels kahl oder anliegend behaart.
#29
Cyanapion BokorRüssel beim ♂ auffällig dick, breiter als die Vorderschenkel; die Fühlerinsertionsgrube ist vom Fühleransatz nicht nur nach hinten, sondern auch nach vorn verlängert. An Wicken und Platterbse (Vicia, Lathyrus). Vertreter: spencei [Abb. 34]. (Untergattung Bothryorrhynchapion Bokor).
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Abb. 34
→ 30-Rüssel und Fühlergrube normal gebildet.
#30
Squamapion BokorFlügeldecken kurz- oder langoval [Abb. 32], ihre größte Breite in oder vor der Mitte; der 1. Flügeldeckenstreifen (Nahtstreifen) erreicht neben dem Schildchen die Flügeldeckenbasis [Abb. 35]. An Lippenblütlern (Labiatae). Vertreter: vicinum.
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Abb. 32
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Abb. 35
→ 31-Größte Flügeldeckenbreite hinter der Mitte, selten in der Mitte, dann endet jedoch der 1. Flügeldeckenstreifen am Schildchen oder hinter diesem.
#31
→ 32Unterrand der Augen mit langen, dichten, strahlenförmig gelagerten weißen Haaren gesäumt (beim ♂ deutlicher) [Abb. 36]. Vorderhüften und Seiten der Mittelbrust dicht weiß behaart. Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten.
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Abb. 36
→ 33-Unterrand der Augen nur mit einzelnen kurzen, hellen Härchen. Vorderhüften stets und Seiten meistens ebenso spärlich behaart wie die Schenkel.
#32
Betulapion Ehret, 1994Stirn weitläufig punktiert, ohne Längsrinnen oder -kiele. Flügeldecken länglich (etwa wie curtirostre), Fühler und Beine schwarz, Oberseite manchmal mit schwachem Metallglanz [Abb. 37]. An Birke (Betula). Vertreter: simile. (=Trichapion Wagner)
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Abb. 37
Eutrichapion Reitter-Stirn mit mehreren feinen Längsrinnen oder -kielen [Abb. 38]. Flügeldecken kurz und nach hinten stark erweitert. Fühler und (oder) Beine oft zum Teil gelbrot [Abb. 39]. An Geißraute, Wicken- und Tragant-Arten (Galega, Vicia, Astragalus) Vertreter: viciae. (part.)
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Abb. 38
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Abb. 39
#33
→ 34Flügeldecken bei schwacher Vergrößerung kahl erscheinend, in Wirklichkeit jedoch spärlich mit dünnen und langen Haaren besetzt. Rüssel kräftig, fast gerade, nicht länger als Kopf + Halsschild zusammen. Halsschild kräftig punktiert. Ohne Abeutung von Metallschimmer.
→ 35-Flügeldecken deutlich und ± dicht behaart, andernfalls Halsschildpunktur fast erloschen oder die Flügeldecken wenigstens mit schwachem Erzglanz oder bläulich bis grünlich metallschimmernd.
#34
Melanapion WagnerFlügeldeckenstreifen tief und auch hinter der Mitte ebenso breit wie die scharfkantig begrenzten, vorn fast kielförmigen Zwischenräume [Abb. 40]. Halsschildmittelrinne vor dem Schildchen fein, Halsschild kräftig und dicht punktiert. Mittelhüften breit getrennt. An Weiden (Salix). Einziger Vertreter: minimum.
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Abb. 40
Aizobius Alonso-Zarazaga-Flügeldeckenstreifen schmaler als die Zwischenräume [Abb. 41]. Halsschild wenig dicht punktiert, im hinteren Viertel mit tiefer Längsgrube. Mittelhüften einander berührend. An Fetthenne und Hauswurz (Sedum, Sempervivum). Einziger Vertreter: sedi.
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Abb. 41
#35
Catapion SchilskyFlügeldecken oval oder langoval. Fühlergeißel abstehend behaart. Rüssel beim ♀ dünner und länger als beim ♂. Mittelbrust meist dichter behaart als die übrige Unterseite. Auf Klee-Arten (Trifolium, Medicago, Ononis, Anthyllis). Vertreter: seniculus. (part.)
→ 36-Flügeldecken deutlich hinter der Mitte am breitesten, andernfalls die Fühler anliegend behaart und der Rüssel in beiden Geschlechtern nicht wesentlich verschieden. Hierher solche Gattungen, bei denen Arten mit blauen und andersfarbigen Flügeldecken vorkommen sowie Tiere bei denen Zweifel über den Erzglanz besteht.
#36
Pseudaplemonus WagnerKörper einschließlich der Beine purpurn, rötlich-violett oder kupferrot [Abb. 42]. Rüssel dick und kaum gebogen. Flügeldecken bauchig, sehr fein und spärlich behaart. Am Strandflieder (Limonium). Einziger Vertreter: limonii.
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Abb. 42
→ 37-Andersfarbig.
#37
Oryxolaemus Alonso-ZarazagaBeine schwarz, die Schenkel mit Ausnahme ihrer Spitzen gelbrot. Größte Breite der deutlich behaarten Flügeldecken hinter der Mitte, Kopfunterseite mit seitlich scharfkantig begrenzter tiefer Grube. An Ginster-Arten (Genista, Calycotome) Vertreter: flavifemoratus
→ 38-Schenkel schwarz.
#38
Alocentron SchilskyRüssel auffallend dick, zylindrisch, stark gebogen, matt; auf der Unterseite mit einer breiten, mit hellen Haaren ausgekleideten Furche. Halsschild konisch, Flügeldecken länglichoval. Groß: 3,5-4,5 mm. An Malvenarten (Althea). Einziger Vertreter: curvirostre.
→ 39-Rüssel anders, seine Unterseite ohne solche Furche.
#39
Helianthemapion WagnerKörper schmal, Flügeldecken 1,7-1,8 x so lang wie breit; Oberseite behaart, ganz blau oder erzgrün bis bronzefarbig. Rüssel kurz und gerade. Halsschild so lang oder etwas länger als breit. Kleine Arten von 1,4-2,2 mm. Auf Sonnen-, Sand- und Heideröschen (Helianthemum, Fumana, Tuberaria). Vertreter: aciculare.
→ 40-Körper, insbesondere bei Arten mit ganz metallischer Oberseite breiter; bei ähnlich schlanken Arten ist der Halsschild schwarz und der Rüssel länger oder gebogen.
#40
→ 41Fühlerkeule im Verhältnis zum letzten, stets queren Geißelglied breiter und deutlicher abgesetzt, doppelt so breit wie dieses [Abb. 43]. Rüssel kurz und wenig gebogen, kürzer als Kopf + Halsschild zusammen. Halsschild nicht oder kaum quer, mit geraden oder geringfügig gebogenen Seiten; Klauen ungezähnt. (In der Gruppe Perapion befinden sich auch Arten mit schwarzen Flügeldecken).
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Abb. 43
→ 42-Fühlerkeule im Verhältnis zu den letzten, nicht oder wenig queren Geißelgliedern schmaler, schwächer abgesetzt. Rüssel länger und (oder) stärker gebogen, Klauen gezähnt [Abb. 44].
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Abb. 44
#41
Perapion WagnerSpärlicher weiß behaart [Abb. 45] [Abb. 46]. Fühlerkeule deutlich von der Geißel abgesetzt, das letzte Geißelglied nur wenig breiter als das vorletzte. Beim ♂ das 1. Glied der Hintertarsen mit einem nach unten gerichteten Dorn. Flügeldecken grün bis blau oder mit erzfarbenem Schimmer. An Ampfer-Gewächsen (Polygonaceae). Vertreter: curtirostre.
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Abb. 45
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Abb. 46
Pseudoperapion Wagner-Ziemlich dicht weiß behaart [Abb. 47]; das ♂ auf der Unterseite dichter und länger als das ♀. Fühlerkeule weniger deutlich abgesetzt, das letzte Geißelglied bildet einen Übergang zum 1. Keulenglied. Fühler beim ♀ im basalen Drittel des Rüssels eingefügt. Flügeldecken mit Erzglanz. An Johanniskraut (Hypericum). Einziger Vertreter: brevirostre.
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Abb. 47
#42
Cyanapion BokorStirn zwischen den Augen flachgrubig vertieft [Abb. 48] (Untergattung Cyanapion s.str.). Vertreter: spencei [Abb. 34]. (part.)
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Abb. 48
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Abb. 34
→ 43-Stirn eben oder leicht gewölbt, selten ganz flach eingedrückt, dann aber mit 3 flachen Kielen.
#43
→ 44Oberseite deutlich behaart [Abb. 49] (Zweifelsfälle werden doppelt berücksichtigt).
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Abb. 49
→ 50-Oberseite kahl erscheinend.
#44
→ 45Oberseite vollständig und kräftig metallisch blau, blaugrün oder violett. Halsschild weitläufig punktiert.
→ 46-Kopf und Halsschild schwarz [Abb. 50], allenfalls mit schwachem Blauschimmer, dann aber Halsschild dicht punktiert.
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Abb. 50
#45
Ischnopterapion BokorHalsschild etwa quadratisch, viel schmäler als die Flügeldeckenbasis, vor dem Schildchen mit feiner Längsrinne. Flügeldecken oft stärker glänzend als der Halsschild; Flügeldeckenzwischenräume nur mit einer Haarreihe (2. Untergattung: Chlorapion Györffy). An Klee-Arten (Trifolium, Lotus, Doryncium). Vertreter: virens. (part.)
Mesotrichapion Györffy-Halsschild wenig schmaler als die Flügeldeckenbasis, vor dem Schildchen mit tiefer, breiter Längsgrube. Oberseite einheitlich glänzend, Flügeldeckenzwischenräume unregelmäßig 2-reihig behaart (1. Untergattung: Mesotrichapion s. str.). Auf Tragant (Astragalus) Vertreter: punctirostre. (part.)
#46
Eutrichapion ReitterFühler gelb oder wenigstens der Schaft und das 1. Geißelglied gelb, Schildchen weiß behaart, Halsschild vor diesem ohne Längsrinne (Untergattung Cnemapion Bokor). Vertreter: viciae. (part.)
→ 47-Fühler schwarz, selten der Schaft und das 1. Geißelglied aufgehellt (pavidum [Abb. 51]), dann aber das Schildchen kahl und der Halsschild davor mit feiner Längsrinne.
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Abb. 51
#47
Ischnopterapion BokorFlügeldecken schwarz, fettig oder dunkel bronzefarbig glänzend oder mit unscheinbarem bläulichem oder erzgrünem Schimmer. Tarsen kurz, das 1. Glied nicht oder kaum länger als das 2. (Untergattung Ischnopterapion s.str.). Vertreter: loti [Abb. 49]. (part.)
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Abb. 49
→ 48-Flügeldecken blau oder dunkelblau, oft durch dichte Behaarung grau erscheinend, stets kürzer, etwa 1,5 x so lang wie zusammen breit. 1. Hintertarsenglied länger als das 2..
#48
Catapion SchilskyFlügeldecken fast parallelseitig, Rüssel nicht länger als der Halsschild, stark gebogen, Halsschildseiten gerundet, hinter dem Vorderrand und vor der Basis deutlich eingeschnürt, fein und weitläufig punktiert (burdigalense). (part.)
→ 49-Flügeldecken hinter der Mitte deutlich erweitert, Rüssel wesentlich länger als der Halsschild.
#49
Hemitrichapion VossFlügeldeckenbehaarung sehr deutlich [Abb. 52], jedes Haar erreicht den Ursprung des dahinterliegenden Haares. An Schmetterlingsblütern (Hippocrepis, Coronilla, Onobrychis, Lotus), Vertreter: pavidum.
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Abb. 52
→ 50-Flügeldeckenbehaarung kurz und dünn, nur bei stärkerer Vergrößerung sichtbar.
#50
→ 51Halsschild nach vorn gerundet verengt oder hinter dem Vorderrand eingeschnürt. Kopf und Halsschild oft metallisch glänzend.
→ 52-Halsschild mit geraden Seiten, nach vorn allenfalls schwach verengt. Kopf und Halsschild schwarz, Flügeldecken schwarzblau oder blau.
#51
Eutrichapion ReitterRüssel gerade oder fast gerade, nach vorn etwas verschmälert. Augen stark gewölbt, Stirn mit 3 oft undeutlichen Längsrinnen. Flügeldecken ziemlich kurz und seitlich stark gerundet, blau oder schwarzblau, sehr selten schwarz (Untergattung Psilocalymma Alonso-Zarazaga). Vertreter: viciae. (part.)
Pseudoprotapion Ehret-Rüssel ± stark gebogen, Flügeldecken deutlich metallisch [Abb. 53], oft auch der Kopf und Halsschild; Körper schlanker, virens-ähnlich. An Esparsette und Tragant. (Onobrychis, Astragalus). Vertreter: astragali.
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Abb. 53
#52
Holotrichapion GyörffyFlügeldecken gedrungen, verkehrt eiförmig, ihre größte Breite meistens hinter der Mitte; Rüssel gleichbreit oder selten zur Spitze etwas verengt, an der Fühlereinlenkung nur selten etwas erweitert. Stirn höchstens so breit wie der Rüssel im basalen Drittel. An Klee-Arten (Ononis, Medicago, Lathyrus). Vertreter: ononis, pisi. (part.)
Mesotrichapion Györffy-Flügeldecken länger oval, ihre größte Breite in der Mitte oder wenig dahinter. Rüssel beim ♂ in der Mitte stumpfwinklig oder lappenförmig erweitert, zur Spitze verschmälert; beim ♀ fast zylindrisch. Stirn breiter als der Rüssel im basalen Drittel (Untergattung Loborhynchapion Györffy). Vertreter: amethystinum. (part.)
Enthaltene TaxaAcanephodusAcentrotypusAizobiusAlocentronApionAspidapionBetulapionCatapionCeratapionCyanapionDiplapionEutrichapionExapionHelianthemapionHemitrichapionHolotrichapionIschnopterapionIxapionKalcapionMalvapionMelanapionMesotrichapionMetapionOmphalapionOryxolaemusOsellaeusOxystomaPerapionPhrissotrichumPirapionProtapionProtopirapionPseudapionPseudaplemonusPseudoperapionPseudoprotapionPseudostenapionRhopalapionSquamapionStenopterapionSynapionTaeniapionTaphrotopiumTrichopterapion
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 21.07.2024 - 13:34:39
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