Gattung: Tribolium M'Leay

ColeopteraHeteromeraTenebrionidaeTriboliini
Von Arved Lompe (n. Z. Kaszab)Literaturverzeichnis ⇒
Körper gestreckt, parallel, ziemlich flach, meist rotbraun oder schwarzbraun. Oberseite kahl. Kopf nicht auffallend groß. Das Endglied der Kiefertaster zylindrisch. Fühler kurz. Halsschild quer, Seitenrand scharf und die Basis ebenfalls scharf gerandet. Flügeldecken gestreckt, mit feinen Punktreihen, in den Zwischenräumen mit je einem scharfen Kiel, der jedoch in den inneren Zwischenräumen erloschen ist. Beine kurz und dünn. Von den zum Teil weltweit verschleppten Arten sind 4 in Europa gemeldet, die in der Fauna Europaea darüberhinaus aufgeführte Art ferrugineum F, 1871 gibt es nicht, der Typus ist keine Tenebrionide (Good l.c.), dennoch wird der Name im Paläarkten-Katalog als Synonym von castaneum aufgeführt.
#1
→ 2Fühler mit gut abgesetzter, 3-gliedriger Keule [Abb. 1], das Endglied ± abgestutzt und queroval. Untergattung Tribolium s.str..
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Abb. 1
→ 3-Fühler gegen das Ende allmählich erweitert, mit ± abgesetzter 5-6-gliedriger schwacher Keule [Abb. 2]. Die letzten Glieder weniger quer und das Endglied abgerundet. Untergattung Stene Steph..
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Abb. 2
#2
madens (Charp., 1825)🗺ColeowebGrößer, dunkel kastanienbraun. Halsschild 1,5 mal so breit wie lang, Oberseite stark punktiert, Seitenrand scharf, breit gerundet, Hinterecken rechtwinklig, Ränder der Vorderwinkel leicht gewinkelt und deutlich nach vorne vorragend, mit breit abgesetztem Rand. Flügeldecken nur im 1. Zwischenraum ohne feinen Kiel, an der Basis des 2. ist schon ein feiner Kiel vorhanden. 4-5 mm [Abb. 3]. Fast Kosmopolit. Vorratsschädling, aber auch im Freien in Mulm alter Laubbäume etc. zu finden.
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Abb. 3
castaneum (Hbst., 1797)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleiner, schmäler, einfarbig rotbraun [Abb. 4]. Halsschild kaum breiter als lang, Seitenrand mehr gerade, Vorderwinkel abgerundet und der Rand schmal [Abb. 5]. Seitenrand der Stirn über den Augen flach gekantet. Oberseite spärlich und fein punktiert, matt. Flügeldecken in den 3 inneren Zwischenräumen ohne Kiel. 3-3,5 mm [Abb. 6]. Kosmopolit. Sekundärer Speicherschädling, der manchmal auch in entomologischen Sammlungen als Schädling auftritt. (=testaceum F.) (=ferrugineum F.)
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
#3
destructor Uytt., 1934🗺ColeowebDie flach gerundeten Wangen überragen die Augen nur minimal [Abb. 7]. Kopf und Halsschild, besonders aber die Seiten des Halsschilds gröber punktiert. Neben dem Innenrand der Augen mit je einer schrägen, scharfen, etwa gleichmäßig hohen Augenfalte. Flügeldecken in den beiden inneren Zwischenräumen ohne Kiel. Kastanienbraun [Abb. 8], glänzend, Fühler und Beine heller. Größer, 5-5,5 mm, Ein in Mittel- und Nordeuropa sehr gemeiner Vorratsschädling; er ist polyphag, außer in Samen aller Art auch in Getreide, Mehl, Klee, Hundekuchen, etc.. Die eigentliche Heimat ist wahrscheinlich Südamerika.
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Abb. 7
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Abb. 8
confusum Duval, 1863Fundmeldungen🗺Coleoweb-Wagen winkelig, die Augen seitlich weit überragend [Abb. 9]. Kopf und Halsschild fein, neben dem Seitenrand dicht, in der Mitte spärlich punktiert. Augenfalte am Seitenrand der Stirn in der Mitte zugespitzt aufragend. Flügeldecken im 1. Zwischenraum ohne Kiel, im 2. und 3. ein Kielchen nur hinten entwickelt, vom 4. an sind die Kiele gut entwickelt und vollständig. Rotbraun, fettglänzend [Abb. 10]. Kleiner, 3,5 mm. Kosmopolit; synanthrop überall verbreitet und gemein. (=ferrugineum auct. nec F.)
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Abb. 9
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Abb. 10
Enthaltene Taxacastaneum confusum destructor madens
Literaturverzeichnis
Uyttenboogaart, D. L. (1934). Revision des Genus Tribolium (Col. Ten.).- Ent. Bl., 30, pp. 20-31.
Good, N. E. (1936): The Flour Beetles of the Genus Tribolium. - Technical Bulletin No. 498, United States Department of Agriculture, Washington, D. C >>>"F:\taxa\coleo\scans\good1936 Tribolium.pdf"
Hinton, H. (1948): A synopsis of the genus Tribolium Macleay, with some remarks on the evolution of its species-groups (Coleoptera, Tenebrionidae). - Bull Entomol Res., 39(1):13-55.
Erstellt am: 11.07.2010 · Letzte Aktualisierung: 08.08.2022 - 15:17:22
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