🗺
hiemalis Apf., 1902Flügeldecken breit und niedergedrückt, eiförmig, an den Seiten stark gerundet, die Streifen nach außen erloschen. Halsschild deutlich quer, an der Basis so breit wie am Vorderrand. Genital gerade, die Spitze nicht nach links gebogen, mit auffallend schuhartig abgesetztem Endscheibchen; Ligula groß, halbzylindrisch, nicht zweizipfelig ausgezogen [Abb. 3] [Abb. 4] [Abb. 5]. 3,5-3,8 mm. D: Bosnien, Herzegowina, Serbien. Eine alpine, kleine, untersetzte Form (3,5 mm) mit der größten Breite hinter der Mitte der Flügeldeckenmitte var.


Die äußeren Streifen der Flügeldecken sichtbar, wenn auch viel schwächer als die 4 inneren. Halsschild 1 1/2 x so breit wie lang, an der Basis deutlich schmäler als am Vorderrand. genital ähnlich wie bei kobingeri, aber größer, die Spitze deutlich nach links gedreht, die Ventralseite konvex, nicht gerade. Ligula deutlich nach rechts gekrümmt, bei Betrachtung der konvexen Seite [Abb. 6]. 3,8-4 mm. D: Bosnien. 219.
🗺
Stirn quer gerunzelt, Schläfen quer, fast rechtwinklig gegen den Hals abgesetzt. Halsschild an der Basis schmäler als am Vorderrand. Flügeldecken konvex, hinter der Mitte erweitert. Genital groß und gestreckt, die Spitze nach links gebogen, mit relativ kleinem Endscheibchen. Ligule groß und in großem Bogen nach oben geschwungen [Abb. 7] [Abb. 8] [Abb. 9]. 4 mm. D: Mazedonien: Galicica-Gebirge, am Ochrid-See.


🗺
-Dieser Art sehr ähnlich ist eine von Apfelbeck i.l. beschriebene und dann von Jeannel (l.c.) gleich benannte Form. Aedoeagus nach Jeannel (l.c.) [Abb. 10]. D: Fundort: 'Golesnica planina, östlich von Veles in der Varda-Schleife'. Jeannel bildet bei midas die Ligula als kurzes, angestutztes Halbrohr ab; ich hielt das bei Untersuchung des Typusmaterials in Paris für ein Präparationsartefakt bei dem der Hauptteil der Ligula abgebrochen ist, ohne allerdings das Präparat noch einmal aufzunehmen; solche Tiere habe ich daher bis 2010 als 'midas' bestimmt. Das wäre am Typenmaterial in Paris noch einmal genauer zu überprüfen; sollte sich die Vermutung bestätigen, ist galicicaensis ein Synonym von midas.
🗺
Halsschild ziemlich groß, wenig quer, an der Basis deutlich deutlich schmäler als am Vorderrand. Streifen der Flügeldecken punktiert. 4. und 5. Fühlerglied angedunkelt. Penisspitze lang ausgezogen, nicht seitlich gekrümmt, mit kleinem Endscheibchen. Ligula gerade [Abb. 11]. 3,5 mm. D: Bosnien.
🗺
Halsschild mit tiefen Basalgruben, die Hinterecken stumpfwinklig, davor kaum ausgeschweift. Innere Streifen der Flügeldecken auf der Scheibe mit deutlicher, grober Punktierung, die zur Basis und zur Spitze feiner wird. Basalbulbus des Penis sehr groß, die Spitze relativ kurz, etwas aufgebogen; Ligula relativ klein und kurz, an der Spitze breit verrundet bis abgestutzt [Abb. 15] [Abb. 16]. 2,5-3 mm. Oberhalb 1500 m. D: Meeralpen. Normal sind die Streifen der Flügeldecken zur Spitze erloschen; eine Form bei der die 3 inneren Streifen bis zur Spitze tief sind und eine deutliche Punktur haben sind von Jeannel als turinensis beschrieben worden; es handelt sich wohl nur um eine Variation. Wie schon von Jeannel beschrieben, sind Stücke aus größeren Höhen relativ leicht zu erkennen; in tieferen Lagen ist der Körper und der Halsschild breiter und die Halsschildbasis weniger abgeschrägt. Solche Tiere sind dem ebenfalls in den Meeralpen vorkommenden maritimus sehr ähnlich und von diesem nur genitaliter zu trennen; maritimus hat keine seitlich abgeschrägte Halsschildbasis (sie ist seitlich eher etwas ausgerandet und die Hinterwinkel dadurch betont spitz) und eine stärker ausgezogene und mehr nach links gebogene Penisspitze sowie größeren Basalbulbus [Abb. 17].


🗺
Flügeldecken regelmäßig oval, gewölbt, nach hinten nicht erweitert. Halsschild breit, mit scharfen, zugespitzten Hinterwinkeln. Augen 2x so lang wie die Schläfen. Penis groß, Basalbulbus rechtwinklig abgebogen, kurz, die Spitze kurz, stark nach links gekrümmt, am Ende stark aufgebogen [Abb. 18] [Abb. 19]. Ligula sehr groß, am Ende breit abgestutzt. 4 mm. D: Ligurien.

🗺
Die äußeren Streifen der Flügeldecken sichtbar, wenn auch nur schwach. Nahtwinel der Flügeldecken eckig, etwas nach hinten ausgezogen [Abb. 1]. Habitus [Abb. 20]. Penis sehr groß, Basalbulbus kurz und kaum nach vorn gebogen; Spitzenteil lang und scharf ausgezogen, stark zur Seite gekrümmt [Abb. 21] [Abb. 22], Ligula zur Spitze nicht breiter werdend [Abb. 23] (sie hat also nicht die von Jeannel gezeichnete halbzylindrische Form!). 3,5-4 mm. D: Im zentralen Teil Albaniens. (=ravasinii Jeannel, 1925)




-Hierher noch eine mir in natura unbekannte Art aus Mazedonien. Aedoeagus [Abb. 24], Innenstrukturen [Abb. 25]. 3,4-3,7 mm. Habitus [Abb. 26]. D: Südhang des Mt. Jablanica in einer Doline direkt an der Grenze zu Albanien.


🗺
Seitenrandfurche des Halsschilds schmäler, die Scheibe stark gewölbt. Penis sehr groß, der Basalbulbus rechtwinklig abgebogen, Spitzenteil groß, lang ausgezogen, nach links gekrümmt und am Ende dorsalwärts gebogen; Ligula klein, oval, die dorsale Kante zu einem kleinen Fortsatz verlängert [Abb. 27] [Abb. 28] [Abb. 29]. 3,5 mm. D: Abruzzen.


🗺
-Seitenrandfurche des Halsschilds breit, die Scheibe wenig gewölbt. Penis sehr groß [Abb. 30], der Basalbulbus ähnlich, der Spitzenteil gedrungener, wenig zur Seite gebogen [Abb. 31] und am Ende etwas verbreitert und aufgebogen, Ligula sehr groß, insgesamt zum Ende verbreitert und die ventrale Kante in einen stumpfen Fortsatz verlängert [Abb. 32] [Abb. 33]. Um 4 mm [Abb. 34]. D: Toskana.




Größer: 4 mm. Flügeldecken länger und mehr oval, Halsschid relativ kleiner, kurz und quer. Augen wenig vorstehend, die Schläfen schräg und wenig gewölbt. Färbung rotbraun. ♂ unbekannt. D: Bergamasker Alpen.
🗺
Halsschild und Flügeldecken mit breiter und tiefer Seitenrandfurche. Flügeldecken gestreckt, mit deutlich vorstehenden Schultern und wenig gebogenen Seiten. Penis mit langem, in sich wenig gebogenem Basalbulbus. Die Spitze sehr kurz, nicht zur Seite gebogen, mit großem Endscheibchen. Aedoeagus [Abb. 36] [Abb. 37]; Innenstruktur in verschiedenen Ansichten [Abb. 38]. 3,5 mm. Griechenland: D: Kephalonia.


Halsschildhinterecken spitzwiklig, seitlich deutlich vorstehend; die Flügeldecken ziemlich gewölbt. 3,7 mm. Jeannel kannte nur 1 ♀. D: Bosnien: Sarajevo.
-Halsschildhinterecken rechtwinklig, seitlich nicht vorstehend. Flügeldecken auf der Scheibe abgeflacht. Aedoeagus ähnlich wie bei majusculus, aber der Spitzenteil dünner, in eine schlankere Spitze ausgezogen. Innenstruktur wie bei majusculus. 3,8 mm. D: Bosnien.
🗺
Halsschild mit tiefen und umfangreichen Basalgruben, an der Basis so breit wie am Vorderrand, die Hinterecken rechtwinklig, davor kurz ausgeschweift. Flügeldecken wenig gewölbt mit tiefen, punktierten inneren Streifen. Penis ähnlich wie der von delarouzei, aber die Spitze länger und feiner ausgezogen [Abb. 39] [Abb. 40] [Abb. 17], deutlich nach links gekrümmt. 3 mm. D: Meeralpen, Ligurien.


Halsschildseiten vorne gerundet, nach hinten fast gerade verengt mit sehr schmaler Randfurche. Flügeldeckenstreifen fast erloschen, nur der erste tiefer, glatt, der 2. und 3. erlöschend, die übrigen fehlen. Kopulationsorgan schlanker als bei den anderen Arten, in der Nähe der Mitte in einem stumpfen Winkel gebogen, der apikale Teil lang konisch verschmälert mit zurückgeboger Spitze; die Innenstruktur stark zweilappig, der ventrale Teil oval, kurz, der dorsale Teil lang ausgezogen und aus der Penisöffnung ragend [Abb. 43]. 2,8-3 mm. D: Nordbosnien.
🗺
Die ersten drei oder vier inneren Streifen der Flügeldecken scharf und punktiert. Spitze des Aedoeagus endet mit einem kleinen Schuh [Abb. 44] [Abb. 45]; Innenstruktur ein einfacher, rinnenförmig gebogener Keil [Abb. 46]. 2,8-3 mm. D: Piemont.


🗺
-Innnere Streifen verloschen, der erste fein und glatt, der zweite und dritte sehr schwach. Spitze des Aedoeagus schlank, ohne apikalen Schuh [Abb. 47] [Abb. 48]; Innenstruktur stark asymmetrisch zweilappig, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei winkleri. 2,8-3 mm. D: Bergamasker Alpen. Im Paläarktischen Katalog wie von Jeannel beschrieben als ssp. von modestus angeführt; ich halte diese Form für eine eigene Art.

🗺
Größer: 3,5 mm. Mehr gestreckt und gewölbt. Halsschild umfangreicher, Flügeldecken stark gewölbt, hinter der Mitte nicht erweitert. Schläfen flach gewölbt und schwach abgesetzt. Ziegelrot.Penis mit sehr großem Basalbulbus der etwa 1/3 der Penislänge ausmacht, am Ende mit kleinem Endscheibchen; Ligula sehr schlank und zur Spitze lang ausgezogen [Abb. 49] [Abb. 50]. D: Monte Rosa.

🗺
rotundatus kraussi Gangl., 1896🗺
-Kleiner: 2,8-3 mm. Weniger gestreckt [Abb. 51]. Halsschild relativ viel kleiner, die Schläfen aufgewölbt. Pechbraun. Penis mit kleinerem Basalbulbus, etwa 1/4 der Penislänge; Ligula kurz, die Dorsalkante in einen schmalen Fortsatz verlängert [Abb. 52] [Abb. 53] [Abb. 54], Aufsicht [Abb. 55]. D: Ostalpen. Bei der Stammform sind Halsschild und Flügeldecken stark gewölbt. Halschild flach gewölbt, Flügeldecken abgeflacht. Hochlantsch. Die Jeannels'sche Zeichnung vermittelt den Eindruck, die Innenlamelle sei ähnlich spangenförmig gebaut wie bei der pertyi-Gruppe. Das ist absolut nicht der Fall! Sie ist 1-teilig und asymmetrisch rinnenförmig [Abb. 56].





🗺
Flügeldecken 3,2-3,4 x so lang wie der Halsschild [Abb. 57]. die Spitze der Flügeldecken überragt nach hinten über den eckig vorstehenden Nahtwinkel. Geflügelt [Abb. 58]. 3,4-3,5 mm. D: Bulgarien: Pirin- und Rila-Gebirge. Anmerkung: Das ♂ war Pawlowski bis 1973 nicht bekannt.

🗺
Von oben betrachtet ist der Winkel zwischen Schläfen und Hals sehr deutlich, fast rechtwinklig [Abb. 59]. Der Nahtwinkel der Flügeldecken ein wenig über den Apex vorstehend [Abb. 60]. D: Bulgarien: Stara Planina, Kom. Anmerkung: Das ♂ war Pawlowski bis 1973 unbekannt. Der Schläfen-Hals Winkel ist das einzige zur Trennung angegebene Merkmal.

🗺
Flügeldecken deutlich gerundet, mehr kurzoval; der Nahtwinkel wenig vorstehend [Abb. 66]. 3,4-3,6 mm. Aed.: [Abb. 67] [Abb. 68]. D: Bulgarien: Rila-Gebirge. Von Pawlowski als ssp. von kobingeri beschrieben, aber nach dem völlig verschiedenen Bau der Kopulationsstücke m.E. eine eigene Art, die ich auch vom Vlasic in Bosnien kenne [Abb. 69]. Wahrscheinlich weiter verbreitet und nicht erkannt.


