Bestimmungstabelle Trechus (Madeira) incl. Atlantotrechus

CarabidaeTrechinaeTrechini
Von Arved Lompe
Lompe, A. (1999 ): Revision der Trechus-Arten Madeiras und Porto Santos - Entomologische Blätter, 95(2-3): 93 >>>"Lompe1999 Trechus Madeira.pdf"
Mit Ausnahme einer wahrscheinlich vom Festland eingeschleppten Art (obtusus), einer an den Küsten des Nordatlantiks verbreiteten Art (fulvus) sowie einer Reliktart (Atlantotrechus cautus) gehören die Arten zur tingitanus-Gruppe im Sinne Jeannels. Sie sind auf Madeira endemisch.
#1
→ 2Beim ♂ die zwei ersten Vordertarsenglieder erweitert [Abb. 1]. Aedoagus mit abgewinkelter Phallobasis, das heißt die Basis des Aedoeagus steht im Winkel zur Spitze und ist +/- verdickt [Abb. 2]. Mikroskulptur der Flügeldecken querriefig oder quermaschig [Abb. 3]. Trechus s. str. Augen gewölbt und aus der Kontur des Kopfes hervorragend, wenn flacher, dann die Flügeldecken tief gestreift. Halsschild an der Basis mit einer Furche und mit +/- deutlichen Gruben oder Abflachungen im Bereich der Hinterwinkel.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
-Beim ♂ ist nur das erste Tarsenglied der Vordertarsen andeutungsweise verbreitert, die innere Ecke in eine kleine Spitze mündend [Abb. 4]. Aedoeagus gestreckt, die Basis nicht abgewinkelt [Abb. 5]. Flügeldecken mit dachziegelartiger Mikroskulptur (x100) [Abb. 6]. Siehe Gattung ...Atlantotrechus Lompe, 1999
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
#2
obtusus Erichson, 1837Halsschildhinterwinkel stumpf verrundet [Abb. 7]; Halsschild sehr breit (1,5 x so breit wie lang). Nicht auffallend zweifarbig. Diese Art ist seit etwa 1936 von Madeira gemeldet, ältere Belege sind nicht bekannt. Sie ist in einigen Bereichen sehr häufig und es erscheint unwahrscheinlich, daß sie zu Wollastons Zeiten übersehen worden ist. Wahrscheinlich ein rezenter Zuwanderer (wie auch aus N.Amerika bekannt). Aedoeagus: [Abb. 8] [Abb. 9]. Anmerkung: Die Tiere von Madeira wurden als ssp. pecoudianus beschrieben (Jeannel, 1952). Diese Abtrennung als ssp. läßt sich meines Erachtens nicht aufrechterhalten.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 3-Halsschildhinterwinkel wenigstens in der Anlage eckig [Abb. 10], wenn auch manchmal sehr stumpf [Abb. 11], aber nie verrundet. Halsschild schmäler, wenn ebenso breit dann die Seiten nach hinten nicht gerundet und die Hinterwinkel rechteckig.
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Abb. 10
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Abb. 11
#3
fulvus Dejean, 1831Flügeldecken gestreckt, in der Mitte parallel, mit tiefen, stark punktierten Streifen [Abb. 12]. Große, hell- bis rotbraun gefärbte Art. Aedoeagus [Abb. 13]. Die Art wird erst seit etwa 1990 aus Madeira gemeldet. Anfangs aus einem Höhlenbereich bei S. Vincente, später auch relativ zahlreich an Bachufern und im Küstenbereich gefunden. Heute wohl über die ganze Insel verbreitet. Diese auffällige Art ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein rezenter Zuwanderer. Die Verbeitung ist altlantisch, litoral: Norwegen, Helgoland, Britische Inseln, Spanien, Marokko; in Spanien auch im Binnenland. (maderenis Serrano & Borges, 1995) Anmerkung: Die Tiere von Madeira wurden als ssp. madeirensis beschrieben. Diese Abtrennung als ssp. läßt sich meines Erachtens nicht aufrechterhalten; es handelt sich um die an den Atlantischen Küsten von Norwegen bis Nordafrika vorkommende Form.
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Abb. 12
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Abb. 13
→ 4-Flügeldecken oval, manchmal etwas gestreckt. Streifen höchstens flach und undeutlich punktiert.
#4
flavocinctus Jeannel, 1922Geflügelt (brachyptere Exemplare kommen vor), Schultern deutlich entwickelt und gerundet vorragend. Mokroskulptur der Flügeldecken [Abb. 14]. - Eine Art der Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gomera, Hierro), von der auch ein ♀ von Porto Santo als T. lindbergi Colas neu beschrieben wurde. Weitere Belege sind nicht bekannt, höchstwahrscheinlich eine Fundortverwechselung. Aedoeagus [Abb. 15]
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 5-Immer ungeflügelt, Schultern flach, manchmal der Winkel zwischen Seitenrand und Flügeldeckenbasis spitz vorragend. Die nachfolgenden Arten kommen nur auf Madeira vor und gehören zur Tingitanus-Gruppe sensu Jeannel. Siehe auch >>>Trechus_tingitanus-grp
#5
→ 6Große Arten > 4,3 mm mit großem und breitem oder sehr breitem Halsschild und nach vorne fast spitz vorragenden Schulterwinkeln [Abb. 16]
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Abb. 16
→ 7-Kleinere Arten oder ähnlich groß, dann aber mit kleinerem und schmälerem Halsschild und nicht auffallend vorragenden Schulterwinkeln [Abb. 17].
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Abb. 17
#6
nigrocruciatus Woll., 1854Schultern und Flügeldeckenspitze gelb gefärbt. Halsschild auffallend breit, zur Basis nicht verschmälert (Amara-ähnlich), mit breitem Seitenrand [Abb. 16]. In der Sammlung Wollaston sind auch fast ganz gelbe Tiere (var. ß) [Abb. 18], die sich aber im Genital nicht von der Stammform unterscheiden. Aedoeagus [Abb. 19], Ligula [Abb. 20].
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Abb. 16
Bild fehlt:
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
umbricola Woll., 1854-Einfarbig rotbraun bis pechschwarz [Abb. 21]. Halsschild zur Basis etwas verschmälert. - Augen größer, stärker gewölbt; Streifen der Flügeldecken fein, Zwischenräume flach oder Augen flacher, der Kopf daher schmäler, Flügeldeckenstreifen tiefer und Zwischenräume gewölbt. Zwischen beiden Formen kommen alle möglichen Übergänge vor. Letztere Form wurde von Jeannel als var. wollastoni beschrieben. - Die Art ist sehr variabel, sowohl äußerlich als auch nach dem Bau des Genitals und nach morphologischen Merkmalen bisher nicht weiter aufzulösen. Einen Aedoeagus mit ausgestülptem Präputialsack und typischer Ligula zeigt [Abb. 22].
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Abb. 21
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Abb. 22
#7
→ 8Kopf, Halsschild und Flügeldecken ± gleichmäßig rotbraun bis pechbraun gefärbt, höchstens mit unscharf abgegrenzten leichten Aufhellungen an den Rändern der Flügeldecken [Abb. 23].
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Abb. 23
→ 15-Flügeldecken auffallend zweifarbig [Abb. 17], zumindest mit hellen Schultern; oft die Basis und die Seitenränder hell gesäumt oder hell mit dunklen Flecken oder hell und zur Spitze verdunkelt oder dunkel mit wolkigen Aufhellungen oder Flecken im Bereich der Schultern und der Flügeldeckenspitze [Abb. 24].
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Abb. 17
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Abb. 24
#8
→ 9Halsschild an den Seiten gerade, nicht [Abb. 25] oder nur wenig nach hinten verengt, an der Basis flach ausgebreitet mit rechtwinkligen Hinterwinkeln [Abb. 26]. Halsschildseitenrandkehle breit. Flügeldecken tief gestreift mit gewölbten Zwischenräumen.
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Abb. 25
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Abb. 26
→ 11-Halsschild an den Seiten gerundet, Hinterecken stumpf gewinkelt, die Basis daneben gewölbt [Abb. 27]. Flügeldecken weniger tief gestreift, mit flacheren Zwischenräumen. Flügeldecken mit feinerer Mikroskulptierung; die Maschen sind schmal, quergestreckt, 4 bis >10 x so breit wie hoch.
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Abb. 27
#9
→ 10Augen klein und ganz flach [Abb. 25], von der Seite betrachtet nicht breiter als die Schläfen. Halsschild zur Basis kaum verengt. Fühlerglieder kurz. Flügeldecken gröber mikroskulptiert, die Maschen weniger quer, 2 bis 3 x so breit wie hoch [Abb. 28].
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Abb. 25
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Abb. 28
debilis Woll., 1871-Augen größer, flach gewölbt [Abb. 26], von der Seite betrachtet deutlich breiter als die Schläfen. Halsschild zur Basis etwas verengt. Fühlerglieder lang. Mikroskulptierung etwas feiner und stärker quer, die Maschen 4 bis 7 x so breit wie hoch [Abb. 29]. Spitze des Aedoeagus flach gebogen und linkes Teil der Ligula fast so lang wie das rechte. [Abb. 30]
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Abb. 26
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Abb. 29
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Abb. 30
#10
minyops Woll., 1862Fühler kurz, perlschnurförmig, Fühlerglieder zur Spitze fast kugelig [Abb. 31]. Halsschildseitenrand vor der vorderen Borste schmal. Beim ♂ apikaler Teil des Penis flacher gebogen [Abb. 32] und linkes Teil der Ligula ca. 2/3 so lang wie das rechte [Abb. 33].
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
assingi Lompe, 1999-Fühler länger, die einzelnen Glieder alle deutlich länger als breit [Abb. 34]. Halsschildseitenrand vor der vorderen Borste breit. Beim ♂ apikaler Teil des Penis stärker gebogen [Abb. 35] linkes Teil der Ligula ca. 1/2 so lang wie das rechte [Abb. 36].
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Abb. 34
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Abb. 35
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Abb. 36
#11
silveiranus Lompe, 1997Große, schlanke Art (>4,3 mm), mittlere Fühlerglieder gestreckt; deutlich mehr als 2 x so lang wie breit (2,1 - 2,5x) [Abb. 37]. Halsschild schmal, mit breiter Seitenrandkehle und abgesetzten, rechtwinkligen Hinterecken; Seitenrand vor der Basis konkav. Flügeldecken im Verhältnis zu Kopf und Halsschild groß und breit, an der Basis auffallend nach oben gewölbt [Abb. 38]. Dunkelbraun mit etwas helleren Seitenrändern. Aedoeagus [Abb. 39] und Ligula [Abb. 40] sehr groß.
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
→ 12-Kleinere Arten unter 4,5 mm oder die mittleren Fühlerglieder kürzer, etwa 2 x so lang wie breit oder besonders beim Weibchen noch kürzer (1,8 - 2,3 x) [Abb. 41] [Abb. 42]. Flügeldecken relativ kürzer und schlanker [Abb. 43]
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
#12
→ 13Halsschild an den Seiten hinter der Mitte gerundet oder gerade, vor den Hinterecken nicht oder nur ganz kurz ausgerandet, dann mit kurz abgesetzten, spitzen Hinterwinkeln [Abb. 44] [Abb. 45].
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Abb. 44
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Abb. 45
→ 15-Halsschild an den Seiten stärker gerundet, Halsschildseitenränder hinter der Mitte gerade oder ausgerandet, Hinterwinkel lang abgesetzt [Abb. 46]. Hierher solche Exemplare von normalerweise mehrfarbigen Arten bei denen die fleckigen Aufhellungen auf den Flügeldecken nicht oder nur undeutlich zu sehen sind.
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Abb. 46
#13
alticola Woll., 1854Oberseite glänzend, pechbraun, Flügeldecken mit feinen Streifen und flachen Zwischenräumen [Abb. 47]. Schienen geschwärzt oder zumindest deutlich dunkler als die Schenkel. Halsschild mit deutlich abgesetzten, spitzen bis rechten Hinterwinkeln [Abb. 45]. Aedoeagus [Abb. 48]
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Abb. 47
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Abb. 45
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Abb. 48
→ 14-Flügeldecken mit mäßig tiefen Streifen und gewölbten Zwischenräumen. Schienen nicht auffallend dunkler als die Schenkel. Halsschild mit wenig deutlich abgesetzten, stumpfen bis rechten Hinterwinkeln [Abb. 11].
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Abb. 11
#14
tetracoderus Gemm. et Harold, 1868Groß, meist > 4,5 mm. Mittlere Fühlerglieder etwas mehr als 2x so lang wie breit. [Abb. 42]. Halsschild groß, relativ breit, gewölbt, nach hinten nicht verengt und mit schmaler Seitenrandkehle. Im Habitus dem custos WOLL. täuschend ähnlich, von diesem außerdem durch den zur Basis nicht erweiterten Kehlnaht-Zwischenraum und die gröbere Mikroskulptur der Flügeldecken zu unterscheiden [Abb. 49]. Beim ♂ die Spitze des linken Teils der Ligula hakenförmig gebogen [Abb. 50].
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Abb. 42
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Abb. 49
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Abb. 50
custos Woll., 1854-4 mm und kleiner. Mittlere Fühlerglieder deutlich kürzer [Abb. 41]. Mikroskulptur der Flügeldecken enger quermaschig [Abb. 51]. Beim ♂ die Spitze des linken Teils der Ligula spitz und gerade [Abb. 52]. Eine sehr veränderliche Art, sowohl in der äußeren Erscheinung als auch genitalmorphologisch, die möglicherweise in verschiedene Rassenkreise aufzutrennen ist. Der von FRANZ beschriebene laurisilvae ist auf jeden Fall mit custos identisch.
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Abb. 41
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Abb. 51
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Abb. 52
#15
signatus Woll., 1857Auffallend bunte Art mit stumpfen Halsschildhinterwinkeln. Das ganze Tier ist gelb gefärbt mit dunklen Flecken auf der Stirn, dem Halsschild und den Flügeldecken; letztere mit einem dunklen Fleck neben dem Schildchen, der selten fehlt, und einem U-förmigen an der Spitze, der durch eine gelbe Makel im Bereich des Trechusbogens unterbrochen ist [Abb. 24]. Augen klein und flach. Bisher nur von Ribeiro Frio (dort ist die Art häufig) und San Antonio da Serra (Fundort des Typus) bekannt. Aedoeagus: [Abb. 53], Ligula [Abb. 54].
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Abb. 24
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Abb. 53
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Abb. 54
→ 16-Weniger bunt, wenn ähnlich, dann Halsschildhinterecken rechtwinklig. Augen stärker gewölbt.
#16
→ 17Halsschild an den Seiten gerade oder deutlich ausgerandet verengt, herzförmig [Abb. 46] [Abb. 55]. Halsschildhinterecken mit deutlich abgesetzten Hinterwinkeln. In den Streifen der Flügeldecken sind Punkte bzw. kleine Unterbrechungen erkennbar.
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Abb. 46
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Abb. 55
→ 20-Halsschild an den Seiten gerundet verengt, vor den Hinterecken gerade oder schwach ausgerandet. Basis relativ breiter, Halsschildhinterwinkel kaum oder kurz abgesetzt [Abb. 27].
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Abb. 27
#17
→ 18Große, dunkle Arten, 3,9 - 4,2 mm
→ 19-Kleinere, meist hellere Arten, 3 - 3,5 mm
#18
laranoensis Lompe, 1999Flügeldecken tief gestreift mit gewölbten Zwischenräumen [Abb. 56], auch vor der Spitze. Der rücklaufende Streif mit dem fünften verbunden und fast ohne Unterbrechung oder Abschwächung in diesen übergehend [Abb. 57]. Aedoeagus [Abb. 58], Ligula [Abb. 59], Parameren 4-borstig [Abb. 60].
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Abb. 56
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
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Abb. 60
lundbladi Jeannel, 1938-Flügeldecken flach gestreift mit flachen Zwischenräumen [Abb. 61] besonders an der Spitze. Der rücklaufende Streifen nicht in den fünften übergehend [Abb. 62]. Aedoeagus [Abb. 63], Ligula [Abb. 64], Parameren 5-borstig [Abb. 65].
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Abb. 61
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Abb. 62
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Abb. 63
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Abb. 64
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Abb. 65
#19
nugax Lompe, 1997Kleinste Art der Gruppe. Bunt gefärbt, mit hellem Halsschild und damit dem signatus sehr ähnlich. Auf den Flügeldecken neben dem Schildchen aber keine dunklen Flecken [Abb. 66]. Der helle Fleck im Bereich des Trechusbogens ebenfalls nicht vorhanden. Aedoeagus [Abb. 67], Ligula [Abb. 68]. Diese Art ist bisher nur aus dem Nordwesten der Insel (rechtsseitige Hänge im Tal des Ribeiro da Janela, Fanal) bekannt.
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Abb. 66
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Abb. 67
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Abb. 68
dilutus Woll., 1854-Mittelgroße Art. Färbung veränderlich: von deutlich gefleckt [Abb. 69] bis einfarbig dunkel. Halsschild vor den Hinterwinkeln ausgerandet und dadurch ausgezeichnet [Abb. 55]. Aedoeagus [Abb. 70], Ligula [Abb. 71].
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Abb. 69
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Abb. 55
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Abb. 70
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Abb. 71
#20
laevis Woll., 1857Diese und die nachfolgenden Arten haben eine typische gelbe Fleckenzeichnung an den Schultern und der Flügeldeckenspitze. Diese Flecken sind meistens durch den hellen Seitenrand verbunden. Flügeldecken mit feinen Streifen und ganz flachen Zwischenräumen [Abb. 72]. Halsschildhinterwinkel durch eine kurze Ausrandung deutlicher abgesetzt, Halsschildseitenrand im letzen Viertel gerade oder etwas ausgerandet. Der helle Rand überall scharf von der dunklen Färbung abgesetzt, also auch an den Seiten und an der Basis, meist breiter als bei den folgenden. Flügeldecken breit oval, Länge : Breite meistens < 1,3 :1. Aedoeagus [Abb. 73], Ligula [Abb. 74].
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Abb. 72
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Abb. 73
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Abb. 74
→ 21-Flügeldecken mit tieferen Streifen und gewölbteren Zwischenräumen [Abb. 17]. Halsschildhinterwinkel weniger abgesetzt. Flügeldecken schlanker, Länge : Breite meist > 1,3 : 1. Aedoeagus und Ligula anders.
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Abb. 17
#21
flavomarginatus Woll., 1854Die Streifen der Flügeldecken und die Wölbung der Zwischenräume stärker als bei laevis und schwächer als bei decolor. Die Streifen werden zu den Seiten schwächer, der 6. und 7. deutlich schwächer als der 5., der 7. Streifen hinter der Schulter ± verloschen. Flügeldecken dunkel, rundum mit hellem Rand, dieser an den Schultern und der Flügeldeckenspitze etwas verbreitert. Selten die ganzen Flügeldecken ± gelb und nur im letzten Drittel mit einem dunklen Fleck oder nach hinten verdunkelt. Die gelbe Färbung deutlicher abgesetzt als bei decolor. Diese Art ist schlanker als laevis und etwas weniger schlank als decolor. Dadurch nimmt sie bei gleicher Färbung in Bezug auf die Streifung der Flügeldecken und die Körperproportionen eine Zwischenstellung zwischen laevis und decolor ein. Aedoeagus [Abb. 75], Ligula [Abb. 76].
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Abb. 75
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Abb. 76
→ 22-Flügeldecken tief gestreift mit gewölbten Zwischenräumen und darin dem debilis ähnlich, aber mit deutlich feinerer Mikroskulptur. Der 6. und 7. Flügeldeckenstreifen wenig schwächer als der 5., auch hinter der Schulter deutlich und dort nicht oder nur wenig schwächer als hinter der Mitte. Ähnlich gefärbt wie die vorigen, allerdings die gelbe Färbung vorne meist weniger scharf abgesetzt, der helle Rand an der Flügeldeckenspitze aber immer sehr deutlich und scharf abgegrenzt. Bei seltener auftretenden Farbvarianten sind die Flügeldecken vorne hell gelbbraun bis gelb, in der Mitte nach hinten allmählich dunkel werdend. Dadurch ensteht ein verwaschener dunkler Fleck vor der hellen Spitze der Flügeldecken; manchmal ist der Halsschild hell rot gefärbt. - Aedoeagus und Ligula anders.
#22
decolor Jeannel, 19387. Streifen der Flügeldecken oft weniger tief als der sechste. Beim ♂ die Stacheln des Präputialsackes stärker reduziert, ein unterbrochenes Band bildend [Abb. 77]. Öffnung der Phallobasis konkav. Linkes Teil der Ligula länger, gerade [Abb. 78].
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Abb. 77
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Abb. 78
bibulus Lompe, 1999-Dem vorigen sehr ähnlich, äußerlich kaum zu unterscheiden, 7. Streifen der Flügeldecken deutlicher ausgeprägt. Unterschiede im Bau des Aedoagus: Die Stachelpolster winden sich als nicht unterbrochenes Band spiralig um den Präputialsack [Abb. 79]; Öffnung der Phallobasis gerade; linkes Teil der Ligula kürzer und in der Mitte abgewinkelt [Abb. 80]. Auf der linken Hangseite im Tal des Ribeira da Janela.
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Abb. 79
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Abb. 80
Enthaltene Taxaalticola assingi bibulus custos debilis decolor dilutus flavocinctus flavomarginatus fulvus laevis laranoensis lundbladi minyops nigrocruciatus nugax obtusus signatus silveiranus tetracoderus umbricola
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 22.09.2018 - 11:41:41
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