Gattung Tenebrio Linné

TenebrionidaeTenebrionini
Von Arved Lompe (n. Reitter >>>Reitter-Best-Tab-Heft87.tif)
Eine gute Übersicht der Arten dieser Gattung lieferte Zoufal in der Wien. Ent. Ztg. 1892, 283 - 286. Beim ♂ ist die Schienenfurche der Vorderschenkel tiefer und bei einigen Arten plötzlich abgebrochen; an dieser Stelle wird in letzterem Falle eine kleine Ecke wahrnehmbar, die in den Beschreibungen als Zähnchen erwähnt wird.
#1
opacus Duft., 1812Fundmeldungen🗺ColeowebVorderrand der Kehle beiderseits hornartig verlängert (auch bei aufgeklebten Tieren von schräg vorne gut zu erkennen [Abb. 1]). Kopfschild dreifach feiner punktiert als die Stirn; Flügeldecken mit verhältnismäßig starken Punktstreifen, die Zwischenräume mit Mikrokörnchen besetzt, nicht punktiert; 8. Zwischenraum sehr breit, mit 2 unordentlichen Punktreihen. Schwarz, matt [Abb. 2]. 16-18 mm. B: Ausschließlich in Mulm unter der Rinde und in den Höhlungen alter Laubbäume, bevorzugt Eichen. D: In Europa weit verbreitet, bis zum südlichen Nordeuropa und im nördlichen Südeuropa, überall selten.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Vorderrand der Kehle jederseits ohne hornartige Verlängerung. Flügeldecken nur mit feinen Punktstreifen, die Zwischenräume mikroskopisch gekörnelt oder dicht punktuliert.
#2
→ 3Flügeldecken mit mikroskopisch feiner Körnelung oder fein runzelig gekörnt, zwischen der Körnelung höchstens auf den inneren Zwischenräumen eine sehr gedrängte Punktur erkennbar [Abb. 3]. Die Zwischenräume mit gereihten, wenig dichten, glänzenderen Körnchen längs deren Mitte, die besonders gegen die Spitze zu deutlicher sichtbar sind. Endglied der Fühler merklich breiter als lang [Abb. 4]. Oberseite stets ganz matt.
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 4-Flügeldecken mit sehr dichter, feiner, bis zum Seitenrande gleichartiger Punktierung [Abb. 5], ohne Körnelung dazwischen; die Zwischenräume selten mit Spuren einer weitläufigen Körnchenreihe längs ihrer Mitte. Das Endglied der Fühler mindestens so lang wie breit [Abb. 6].
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Abb. 5
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Abb. 6
#3
fuliginosus Fairm.🗺ColeowebSeitenrand des Kopfes vom Wangenwinkel zum Clypeusrande stark ausgebuchtet. Halsschild deutlich breiter als lang, die Seiten stark gerundet, oben gleichmäßig fein und flach punktiert, die Punkte pupilliert, nicht aneinandergedrängt, Hinterwinkel spitzig; Flügeldecken mit außerordentlich feinen, gedrängten Mikrokörnchen besetzt, größere Körnchen in der Mitte der Zwischenräume gereiht und spärlich gestellt vorhanden. Der 8. Zwischenraum gar nicht verbreitert und ohne größere Punkte auf demselben. Tief schwarz, seidenartig glanzlos, vollkommen matt, die Schultern fast rechteckig und vorn scharf gerandet. 17-19 mm. D: Algier.
obscurus F., 1792Fundmeldungen🗺Coleoweb-Seitenrand des Kopfes vom Wangenwinkel zum Clypeusrande fast gerade verengt [Abb. 4]. Halsschild mit gedrängter Punktur, Flügeldecken außerordentlich gedrängt, runzelig gekörnelt, matt [Abb. 7], eine gedrängte Punktur auf den inneren Zwischenräumen oft erkennbar, der 8. Zwischenraum wenigstens vorn breiter als die umgebenden und wenigstens vorn mit unordentlich gereihten, größeren Punkten (wie jene der Streifen) durchsetzt. Bei der Stammform ist der 8. Zwischenraum viel breiter, bei der schmäleren var. longicollis Motsch. nur vorn deutlich etwas breiter, in der Gegend der Hinterhüften nicht oder nur sehr wenig breiter als die umgebenden Intervalle. 14-18 mm. B: Im Freien selten, synanthrop in Kellern und Stallungen, als Schädling an Getreide, Mehl und Mehlprodukten, heute selten geworden. D: Außer in den Tropen überall verbreitet. Europa, Kleinasien, Syrien, Kaukasus, Transkaspien, Nordamerika.
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Abb. 4
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Abb. 7
#4
→ 5Halsschild neben dem Seitenrande ziemlich breit abgesetzt und aufgebogen, die Absetzungsstelle durch eine Längsdepression begrenzt. Der 8. Zwischenraum (von insgesamt 9) der Streifen auf den Flügeldecken ist meistens viel breiter als die umgebenden Intervalle und mit weitläufig gestellten Punkten besetzt, die aber so dicht stehen können, daß sie einen zusätzlichen Streifen vortäuschen. Schenkel auf der Unterseite wenig dicht, fein, ungleich punktiert, glänzend. Endglied der Fühler etwas länger als breit.
→ 6-Halsschild neben dem Seitenrande flacher gewölbt oder leicht verflacht, innen nicht durch einen Längseindruck abgesetzt und aufgebogen. Der 8. Zwischenraum der Streifen auf den Flügeldecken nicht oder sehr wenig breiter als die umgebenden Intervalle und nicht oder nur vorn an der Basis mit darauf eingestochenen größeren Punkten besetzt, Schenkel auf der Unterseite (Außenseite) sehr dicht und gleichmäßig punktiert. Endglied der Fühler nur so lang als breit.
#5
molitor L., 1758Fundmeldungen🗺ColeowebWangenwinkel im Bogen aufs Auge fallend, Halsschild um die Hälfte breiter als lang, dicht punktiert, die Randkante dick, vor der gerandeten Basis in der Regel ohne Querwulst, Flügeldecken mit feinen Punktstreifen, die Zwischenräume sehr flach gewölbt, mit deutlicher, dichter Punktur, der 8. Zwischenraum ist mitunter viel, fast doppelt breiter als die umgebenden. Körper braun bis schwarzbraun, mehr oder weniger glänzend [Abb. 8], Unterseite und Beine heller braun. 12-18 mm. B: In Mehlvorräten und seltener auch im Freien im Moder alter Bäume, in Vogelnestern. Wird in großen Mengen zur Proteingewinnung und als Haustierfutter gezüchtet. D: Über die ganze Erde verbreitet.
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Abb. 8
codinae Reitt.-Wangenwinkel in senkrechter Kurve das Auge berührend, Halsschild beträchtlich schmäler als die Flügeldecken, fast doppelt so breit als lang, äußerst fein und dicht punktiert, die Randkante äußerst schmal, doppelt schmäler als bei voriger Art, vor der gerandeten Basis mit stets vorhandenem Querwulste, Flügeldecken nur mit sehr feinen Streifen, die Zwischenräume derselben flach und nur mit mikroskopisch feiner, sehr dichter Punktur, der 8. Zwischenraum ist nur wenig breiter als die umgebenden. Körper ganz schwarz, seidenartig matt, nur die Fühler und Tarsen rostrot. 13-17 mm. D: Nordspanien.
#6
angustus Zoufal🗺ColeowebHalsschild subquadratisch, sehr wenig breiter als lang, alle Winkel spitzig und vorgezogen; Flügeldecken auf den dicht punktierten Zwischenräumen der kaum sichtbar punktierten Streifen ohne deutliche Körnchenreihe längs der Mitte. (Unterseite der Flügeldecken mit queren Schattenpunkten reihig besetzt) 12-15 mm. D: Nordpersien, Samarkand.
syriacus Zoufal🗺Coleoweb-Halsschild quer, alle Winkel etwa rechteckig und nicht auffällig vorgezogen, Flügeldecken mit sehr gedrängter, stärkerer Punktur auf den Zwischenräumen der fein punktierten Streifen und längs der Mitte mit wenig deutlicher aber vorhandener, weitläufiger Körnchenreihe. (Unterseite der Flügeldecken mit Reihen von dichtgestellten kurzen Querlinien). 13-16 mm. D: Syrien, Nordspanien.
Enthaltene Taxaangustus codinae fuliginosus molitor obscurus opacus syriacus
Erstellt am: 28 · Letzte Aktualisierung: 26.06.2025 - 18:09:11
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