Basalhälfte des Rüssels mit deutlichem Mittelkiel, neben dem sich jederseits 1 oder 2 weitere Kiele erkennen lassen, die durch Punktreihen voneinander getrennt sind. Oberseite dunkelbraun, im Alter heller graugelb, eine Mittelbinde und eine Seitenbinde auf dem Halsschild weiß, ebenso auf den Flügeldecken die Naht und eine von der Schulterbeule ausgehende Längsbinde auf dem 6.-8. Zwischenraum. Verkürzte weiße Längsstreifen manchmal auch auf dem 3. und 5. Zwischenraum. Beine bis auf die Tarsen schwarz, Fühler braun, die Keule oft geschwärzt. 3,0-3,6 mm. Im Mai auf ·Dianthus·-Arten. Von der Türkei über das nördliche Südeuropa und das südliche Mitteleuropa bis Frankreich gemeldet. Bei uns in den Wärmegebieten des Südwestens selten, außerdem in der Mark Brandenburg, der Slowakei und Südpolen.
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Oberseite zimtbraun beschuppt, bei frischen Exemplaren mit Goldschimmer. Halsschild mit heller Mittellängsbinde; Flügeldecken mit einem weißlichen, von der Schulter ausgehenden Längswisch sowie +/- umfangreicher weißer Zeichnung im Basalteil des 3., 4. und 5. Zwischenraumes, die mit der der Gegenseite bogenförmig verbunden sein kann. Hinterhälfte der Naht zum Teil weiß beschuppt [Abb. 1]. Halsschild quer, gewölbt, seitlich stark gerundet, hinter dem Vorderrand deutlich abgeschnürt. Flügeldecken kurzoval, an der Spitze breit verrundet. Rüsselspitze, Schienen und Tarsen rötlich. 2,5-2,9 mm. V-VIII an ·Silene otites·. In Südeuropa weit verbreitet, nördlich bis Ungarn, Polen, Slowakei, Burgenland, Niederösterreich und Mark Brandenburg. Auf diese Art beziehen sich auch die Angaben für attalica var. tibiella Gyll. aus Mitteleuropa, da femoralis bei Hoffmann irreführend dargestellt wird. Eine Revision der Verwandtschaftsgruppe wäre nach Lohse erforderlich.
Die Dorsalmakel der Flügeldecken beschränkt sich auf den 1. und 2. Zwischenraum und ist hinten gerade abgestutzt; sie ist von hellen Schuppen umrandet. Flügeldecken mit fleckig gestellten weißgrauen und bräunlichgelben Schuppen. Rüssel schlanker als bei den folgenden Arten. 2-2,3 mm. Auf sonnenexponierten Sandböden an ·Spergularia rubra·. Südeuropa, südliches Mitteleuropa; bei uns nur in Wärmegebieten in Hessen und im südlichen Rheinland, Vorpommern, Mark Brandenburg und dem Gebiet Mittelelbe.
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-Dorsalmakel der Flügeldecken nach hinten erweitert und auf den 3. oder 4. Zwischenraum übergreifend, ihr Hinterrand abgerundet, ihre Beschuppung zimtbraun oder rötlich mit Goldschimmer, mit einer Umrandung heller Schuppen [Abb. 2]. Übrige Oberseite gelbbraun beschuppt, dazwischen etwas hellere Schuppen, die Flecken oder undeutliche Längsbinden auf dem Halsschild sowie selten auch gut ausgeprägte Reihen auf den Flügeldeckenstreifen bilden. Penis [Abb. 3]. 1,7-2 mm. Entwickelt sich bei uns an ·Spergularia·-Arten, wird jedoch in Zeiten, wenn diese Pflanzen verdorren, auch auf verschiedenen Kompositen angetroffen. Nordafrika, Europa; in Mitteleuropa weit verbreitet aber nur in wärmeren Trockengebieten; im Süden und der Mitte nicht häufig, im Norden selten.

Fühlerkeule, Tarsen und Rüsselspitze oder der ganze Rüssel hell rot. Dorsalmakel braun oder rötlich, wenig abstechend, in der Mitte eingeengt, nicht oder nur undeutlich hell gerandet. Übrige Oberseite grau oder gelblich beschuppt, die Schuppen fein längsgerieft. Halsschild ohne oder nur mit wenig deutlichen bräunlichen Seitenbinden. 2-2,7 mm. Auf sonnenexponierten Sandböden an ·Spergularia rubra· und marginata von V-VII. Großbritannien, Frankreich, wird auch aus den Niederlanden gemeldet und könnte daher auch im Rheinland vorkommen.
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-Fühlerkeule und Rüssel schwarz. Oberseite sehr kontrastreich gefärbt [Abb. 4]. Die Dorsalmakel erweitert sich nach hinten und greift dort auf den 3. oder auch 4. Zwischenraum über. Dorsalmakel sowie eine breite Halsschildbinde jederseits samtschwarz, selten heller braun beschuppt [Abb. 5]. Halsschildseiten sowie ein nach vorn verlängerter Fleck vor dem Schildchen, eine breite Umrandung der Dorsalmakel und die Punktstfeifen überwiegend weiß, die restliche Oberseite bräunlich beschuppt. Manchmal überwiegt die bräunliche Beschuppung; solche Stücke lassen sich jedoch durch die Halsschildform sicher von primita unterscheiden. 2-2,4 mm. An sonnenexponierten Trockenstellen auf ·Cerastium brachypetalum·, ·Silene·, ·Dianthus·, ·Tunica· und ·Arenaria·. IV-VI, Vlll-IX. Von Schweden bis Italien und von Polen bis Frankreich verbreitet; in Mitteleuropa verstreut und selten.

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Flügeldecken mit ziemlich kurzen, eng anliegenden Schuppen dicht besetzt, die Schuppen, etwa 3 x so lang wie breit, überdecken sich ± dachziegelartig und stoßen seitlich zusammen, so daß der Untergrund auch im Bereich der Punktstreifen völlig verdeckt wird [Abb. 6]. Oberseite überwiegend hell zimtbraun beschuppt, dazwischen helle, silbergraue Schuppen, die auf Kopf und Halsschild regellos eingestreut, auf den Flügeldecken jedoch in Längslinien angeordnet sind; auch kann noch ein heller Längswisch auf dem 5.-7. Flügeldeckenzwischenraum hinzukommen. Unterseite dicht hell beschuppt. Schwarz, Fühler ohne die meistens angedunkelte Keule, Beine und Rüssel an der Spitze rötlich. Aedoeagus [Abb. 7]. 2-2,5 mm. Käfer im V-VIII auf Sandboden an der Grasnelke (·Armeria maritima·), in deren Blüten sich die Larve entwickelt. Verpuppung im Boden, neue Generation im Spätherbst. Süd- und Mitteleuropa, nördlich bis Dänemark, Nordafrika; in Mitteleuropa weit verbreitet aber nicht häufig.

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Oberseite einfarbig hell bräunlichgelb erscheinend, die Beschuppung jedoch aus einem Gemisch grauweißer und hell bräunlicher langgestreckter, fast haarförmiger Schuppen gebildet, von denen die hellen Schuppen in den Streifen der Flügeldecken feine Längsreihen bilden [Abb. 8]. Fühler und Beine bis auf die Tarsen schwarz. Penis [Abb. 9] [Abb. 10]. 2-2,9 mm. In dürren Sandgebieten an Spergula-Arten, besonders ·Spergula arvensis·. Larvenentwicklung in den Fruchtkapseln, Verpuppung im Boden, überwinterte Käfer bis in den Mai. Vom südlichen Nordeuropa bis zum nördlichen Südeuropa verbreitet; in Mitteleuropa überall die am wenigsten seltene Sibinia-Art. (=potentillae Germ.)


Körper kurzoval, von der Gestalt des viscariae. Schwarz, Beine hell rötlich, Schenkel meistens, Tarsen oft angedunkelt (a. nigritarsis Desbr.). Fühlerschaft und die folgenden Glieder rötlich. Oberseite dicht, einfarbig gelblich- oder weißlichgrau beschuppt. Rüssel beim ♂ kürzer, beim ♀ so lang wie der Halsschild. Penis [Abb. 11]. 1,9-2,4 mm. V-VII auf ·Gypsophila fastigiata· und paniculata. Von Südrußland über Südosteuropa bis in das östliche Mitteleuropa verbreitet; Niederdonau, Slowakei, Böhmen, Franken, Bayern, Thüringen, Mark Brandenburg.
-Körper länglichoval. Schwarz, Fühler und Beine braun, Oberseite dicht gelblich- oder weißlichgrau beschuppt, der Halsschild meistens bräunlich mit hellen Seiten und heller Mittellinie. Rüssel beim ♂ so lang wie der Halsschild, beim ♀ so lang wie Kopf und Halsschild zusammen und sehr dünn. 1,2-1,8 mm. An ·Minuartia caespitosa·, V-VIL neue Generation ab IX. Südosteuropa, Ungarn; wird aus dem östlichen Österreich und Mähren als sehr selten angegeben. (=tenuirostris Desbr.)
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Körper länglichoval [Abb. 12]. Flügeldecken vor der Mitte am breitesten, im Bereich der Schultern kaum vorspringend und an der Basis wenig breiter als der nach vorn stark verengte Halsschild; dieser 1/5 breiter als lang. Oberseite mit langgestreckten gelbgrauen oder grauen Schuppen wenig dicht bedeckt. Schwarz, Tarsen rötlich, oft auch die Schienen aufgehellt; Fühler manchmal in der Basalhälfte rötlichbraun. Penis [Abb. 13] [Abb. 14]. 2,5-3,2 mm. In Sandgebieten weit verbreitet, aber nicht überall wo die Entwicklungspflanze ·Dianthus carthusianorum· vorkommt. Süd-, West- und Mitteleuropa, nördlich bis Hamburg. Fehlt in Gebirgsgegenden und im Nordwesten. (=fugax Fahr.)


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Schwarz, Oberseite grau und graugelb, etwas rauh beschuppt, auf dem Halsschild meistens mit einer breiten dunkleren Seitenbinde [Abb. 15]; die Schuppen der Flügeldecken schmal, manchmal an der Naht und auf einigen Zwischenräumen etwas verdichtet und diese dadurch unauffällig längsstreifig erscheinend. Klauenzahn fast so lang wie die Klauen [Abb. 16]. Penis [Abb. 17] [Abb. 18]. Mit 3,5-4,2 mm die größte Art der Gattung. Vom VI bis in den Herbst an ·Melandryum album·, in deren Fruchtkapseln sich die Larven entwickeln; in Frankreich an ·Lychnis dioica·. Über Nordost-, Mittel- und Südeuropa verbreitet, auch aus Turkestan und Nordafrika angegeben. In Mitteleuropa in Tallagen; Nordgrenze in Holstein.



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Schwarz, Tarsen rötlich, oft auch die Basis des Fühlerschaftes aufgehellt. Augen schwach vorgewölbt. Beschuppung der Flügeldecken locker gestellt [Abb. 20]. ♂: Rüssel in Seitenansicht von der Basis bis zur Fühlereinlenkung gleichbreit, länger, gleichmäßig schwach gebogen, von der Fühlerwurzel zur Spitze verschmälert. Penis [Abb. 21]; ♀: Fühlereinlenkung vor der Mitte des Rüssels. 2,5-3,2 mm. Auffallend polyphag, wird von ·Viscaria·, ·Silene· und ·Melandryum· angegeben. Vorzugsweise im VI/VII, überwintert als Imago. Von Sibirien und Kleinasien über fast ganz Europa, den höheren Norden ausgenommen, verbreitet, auch in Nordafrika. In Mitteleuropa im Süden und in der Mitte weit verbreitet, vorzugsweise in wärmeren Tallagen; in der Ebene nur verstreut und selten, gebietsweise fehlend.

-Schwarz, Schienen und Tarsen rostrot (Stücke mit dunklen Schienen kommen äußerst selten vor): Fühlerschaft und basale Geißelglieder rötlich. Schuppen der Flügeldeckenzwischenräume kürzer als bei viscariae (4-5 x so lang wie breit) und dicht gestellt, z. T. dachziegelartig überlagert, oft etwas seidenglänzend. Augen ganz flach, nicht aus der Kopfwölbung vortretend. ♂: Rüssel kürzer, in Seitenansicht im Bereich der Fühlereinlenkung dicker als an der Basis, und besonders dort stärker gebogen, von hier zur Spitze geringfügig verschmälert. Penis [Abb. 22]. ♀: Fühlereinlenkung in oder kurz hinter der Mitte des Rüssels. 2,5-3,2 mm. An ·Silene otites· und tatrica auf Trockenhängen. Verbreitung ungenügend bekannt, da früher nicht von viscariae unterschieden. Südosteuropa, Südtirol, Frankreich; von Ungarn über das östliche Österreich und die Tschechoslowakei bis zur Mark Brandenburg gemeldet.
-Rüssel schwarz, höchstens an der Spitze rot. Schuppen der Oberseite sehr dicht, gelb oder fahlrot, in der Mitte eingedrückt. Seiten des Halsschilds und der Flügeldecken mit einem +/- deutlich abgegrenzten hellen Band. Fühler, bis auf die Keule, und Tarsen bräunlich oder rot. 1,3-1,5 mm.
Klauen einfach. Schuppen auf den Flügeldecken sehr dicht, gleichmäßig grau bis grau-braun. 1,7-2 mm.
-Halsschild schwarz beschuppt, mit 3 großen hellen Makeln in den Hinterecken und der Basismitte. Stirn weiß beschuppt. Schildchenmakle vorne parallel, nach hinten plötzlich dreieckig erweitert, samtschwarz wie der Halsschild. Fühler gebräunt. 2 mm.





-Rüssel bei den Geschlechtern sehr unterschiedlich, beim ♂ so lang, beim ♀ viel länger als Kopf und Halsschild zusammen. Gebogen beim ♂, viel feiner und wenig gebogen sowie deutlich zur Spitze verschmälert beim ♀; ganz schwarz, sehr selten an der Spitze rot. Tarsen kräftig, Schienen schlank, schwarz oder an der Spitze rotbraun. 2,5-3 mm.