-Schildchen kurz, quer [Abb. 2]. Fühler 11-gliedrig. Nahtzwischenraum schmal, mit nur 1 Punktreihe. Etwas kleiner: 0,8-0,92 mm. ♂: Penis mit deutlich abgesetzter Spitze [Abb. 3]. ♀: Spermatheka [Abb. 4]. B: Unter faulenden Pflanzenresten an feuchten und trockenen Wärmestellen. D: Südeuropa, Nordafrika bis Südasien.


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Fühler 10-gliedrig [Abb. 5] [Abb. 6]; in Wasser oder Glyzerin untersuchen! Durchschnittlich etwas größer: 0,9-1,1 mm. Bräunlichgelb oder rötlichbraun, der Halsschild vorne mit dunklem, durchscheinendem Fleck (wegen des schwarzen darunter befindlichen Kopfes), seine Hinterecken umgreifen die Schultern. Flügeldecken etwas gesättigter bräunlich-rotgelb, gegen die Basis mehr weniger breit geschwärzt, oder braunschwarz, und nur die Spitze in weiterem Umfange hell gefärbt, Fühler und Beine gelb [Abb. 7]. ♂: Hinterbrust ohne Auszeichnung [Abb. 8]. Aedoeagus [Abb. 9]. ♀: Spermatheka [Abb. 10] [Abb. 11], der (längere) Drüsenlappen am Ende nicht abgeschnürt, die Spitze des kurzen Fortsatzes nicht oder gerade erreichend. B: Unter faulenden Pflanzenstoffen. D: Kosmopolit, aber nicht in Australien. In Mitteleuropa überall verbreitet, nach Norden seltener; die ♂ sind äußerst selten. Anmerkung: S. lateralis galt bisher als pathenogenetisch (Bowestead l.c.), zumindest waren zuvor noch keine ♂ bekannt geworden (siehe aber Anmerkung bei Telfer l.c.) Auf La Gomera (von dort ist nur S. lateralis gemeldet) habe ich 1 noch etwas immatures ♂ gefunden das ebenfalls 10-gliedrige Fühler [Abb. 6] besitzt. Die Spermatheka bei den gleichzeitig gefangenen ♀ ist von der des lateralis nicht zu unterscheiden [Abb. 12] [Abb. 13].









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Durchschnittlich etwas kleiner als lateralis: 0,85-1,07 mm. Färbung wie bei lateralis und dadurch nicht von diesem zu unterscheiden [Abb. 15]. ♂: Hinterbrust mit einer bürstenartig behaarten Längsschwiele vor dem Hinterrand [Abb. 16] [Abb. 17]. Penis an der Spitze nur etwas gebuckelt [Abb. 18] [Abb. 19]. ♀: Spermatheka [Abb. 20], der große Fortsatz etwas länger als bei lateralis, die Spitze des kurzen Fortsatzes erreichend oder überragend [Abb. 21] [Abb. 22]. D: Ursprüngliche Heimat ist Australien, um 1995 in Neuseeland an Kiwi-Früchten als Lästling aufgetreten und bekannt geworden. Inzwischen wohl weit verbreitet: Nordamerika: Kalifornien; Europa: Großbritannien (anfang dieses Jahrhunderts endeckt und inzwischen dort weit verbreitet und stellenweise häufiger als lateralis), Deutschland: eine bestätigte Meldung ausThüringen; Lettland, Finnland, Russland. Aus Thüringen meldet Andreas Weigel einen Fund: nach einem Photo des Genitals sicher brevicornis. In Lettland hat Christoffer Fägerström ♂ einer Sericoderus-Art gefunden, deren Genital [Abb. 23] nicht so recht mit der Zeichnung von Bowestead [Abb. 18] übereinstimmt. Über die Zahl der Fühlerglieder und die Bildung der Hinterbrust ist mir nichts bekannt, der Vergleich mit brevicornis ♂ aus England zeigt eindeutig, daß es diese Art ist. Aus dem östlichen Finnland meldete mir Tom Clayhills ebenfalls einen Fund der nach seiner Beschreibung zweifellos zu brevicornis gehört. Anmerkung: Nach Bowestead sollen die ♀ von brevicornis 10-gliedrige Fühler haben. In einer Aufsammlung aus England, die ich von Mark Telfer erhalten habe (England, Luton Umg., leg. Telfer IV.2018 an trockenen Fruchtkörpern von Piptoporus betulinus), haben aber alle Tiere (6 ♂, 14 ♀) 11-gliedrige Fühler.









-Wie bei der Vergleichsart Schildchen gerundet dreieckig [Abb. 24], Nahtzwischenraum breit, mit 2-3 Punktreihen und Fühler 11-gliedrig [Abb. 25]. ♂: Aedoeagus [Abb. 26] [Abb. 27], äußerlich ähnlich dem des lateralis mit in Seitenansicht gerade, gestreckter Penisspitze; die Innenstrukturen sind aber verschieden und sehr charakteristisch [Abb. 28]. Äußerlich nicht von den anderen Arten verschieden. Ein Exemplar von Meybohm habe ich gesehen; diese Tiere waren bislang als brevicornis gemeldet, sind aber mit Sicherheit nicht diese Art. D: Im Hamburger Hafengebiet: Hohe Schaar, 11.7.1994 H. Meybohm leg. im Autokescher; weitere ebenda leg W. Ziegler 24.8.1994, ebenfalls im Autokescher. Im Hafen werden in großen Mengen Futtermittel und Getreide aus aller Welt umgeschlagen; die Tiere sind ursprüglich mit Sicherheit eingeschleppt worden, die mehrfachen Fänge mit dem Autokescher sprechen zumindest für eine zeitweilige Ansiedlung. Anmerkung: Nach ITIS sind derzeit 11 Arten dieser Gattung bekannt; die 5 nordamerikanischen Arten sollen alle 10-gliedrige Fühler haben, 4 Arten sind von Hawaii gemeldet. Die Bestimmung oder Beschreibung der Art wird in Kürze erfolgen [Abb. 29].




