Untergattung Neoceble Gozis

ColeopteraLeiodidaeAgathidium
Von Arved Lompe (n. A. v.Peez, J. Hlisnikovský)
Angelini, F. & de Marzo, L. (1983): Revisione degli Agathidium di Nord Africa e Isole Canarie (Coleoptera, Leiodidae) - Entomologica Bari, 18:17-75 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Angelini&de_Marzo1983 Agathidium Nordafrika Kanaren.pdf"
Angelini, F. (1995): Revisione tassonomica delle specie paleartiche del genere Agathidium Panzer (Coleoptera, Leiodidae, Agathidiini) - Monogr. Mus. reg. Sc. nat., Torino, 18:1-484. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Angelini1995 Agathidium.pdf"
Für alle Arten der Paläarktis siehe ...Neoceble_PAL
#1
marginatum Sturm, 1807Auf den Flügeldecken ist kein Nahtstreifen vorhanden. Klein (2-2,5 mm), hochgewölbt [Abb. 1]. Halsschildrand, Fühler bis auf die angedunkelten 2 vorletzten Glieder, Mundteile, Beine und Flügeldeckenspitze rotbraun. ♂: Linke Mandibel vergrößert. Kopf und Halsschild fein hautartig genetzt, Flügeldecken fein, aber dicht punktiert. Tarsenzahlen des ♀ 4-4-4. ♂: In der Mitte der Hinterbrust mit einem kahlen Fleck in dessen Mitte sich ein queres Büschel aus lang abstehenden, gelblichen Haaren befindet; Aedoeagus [Abb. 2]. D: Europa, Kaukasus. Im ganzen Gebiet, nicht häufig, in Flußauen Süddeutschlands und Niederösterreichs häufiger.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Auf den Flügeldecken ist ein deutlicher, vertiefter Nahtstreif vorhanden.
#2
nigripenne (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken mit einem sehr stumpfen, flach verrundetem Schulterwinkel [Abb. 3]. Oberfläche glatt, nirgends genetzt. 2-3,5 mm. Rot, die Flügeldecken schwarz, länger als zusammen breit [Abb. 4]. Fühlerkeule angedunkelt. Aedoeagus [Abb. 5] [Abb. 6] [Abb. 7]. Spermatheka [Abb. 8]. D: Europa. Im ganzen Gebiet, besonders in Buchenwäldern nicht selten. Anmerkung: Die Art wurde von Angelini (1986) wegen der fehlenden Schenkellinien auf der Hinterbrust in die Untergattung Neoceble versetzt.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 3-Anders.
#3
→ 4Kopf ohne Schläfen, die Umrißlinie verengt sich unmittelbar hinter den Augen zum Hals (von oben gesehen)
plagiatum (Gyll., 1810)-Hinter den Augen sind deutliche, kurze Schläfen ausgebildet, deren Länge (von oben gesehen) 1/5 bis 1/4 der Länge des Auges beträgt. Glänzend schwarz, Fühler bis auf die 2 vorletzten Glieder, Halsschildrand, ein Längswisch auf jeder Flügeldecke sowie die Beine rotbraun. Bei großen ♂ befindet sich auf der linken Mandibel ein starkes, zurückgebogenes Horn. Tarsenzahlen des ♀ 5-4-4. Aedoeagus [Abb. 9]. Spermatheka [Abb. 10]. 2,5-2,9 mm. D: Nord-, Mitteleuropa, Kaukasus. Boreomontane Art der Mittelgebirge. Im Gebiet liegen neuere Meldungen vor aus Schlesien, Mähren, der Slowakei, Bayern und aus der Steiermark.
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Abb. 9
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Abb. 10
#4
→ 5Oberseite zumindest teilweise chagriniert. Tarsen beim ♀ mit 4-4-4 Gliedern.
→ 6-Oberseite nicht chagriniert. ♀: Tarsen mit 5-4-4 oder 4-4-4 Gliedern.
#5
pseudopallidum Hlisn., 1964Clypealfurche fast verloschen. Die ganze Oberseite mit feiner Mikroskulptur und feiner verstreuter Punktur. Kopf und Halsschild rotbraun, Halsschild oft mit einem dunklen Diskalfleck, Flügeldecken schwarz mit rotbrauner Spitze. Fühlerkeule dunkel. 2. und 3. Fühlerglied gleich lang. Aedoeagus [Abb. 11]. 3,2-3,7 mm. D: Im Osten von Südeuropa, westlich bis Italien sowie im Südosten von Rumänien über Ungarn bis in die Tschechoslowakei verbreitet.
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Abb. 11
haemorrhoum Er., 1845-Clypealfurche deutlich [Abb. 12]. Kopf und Halsschild mikroskulptiert, Flügeldecken nicht oder allenfalls undeutlich chagriniert. Oberseite schwarz, die Halsschildränder und die Hinterhälfte der Flügeldecken rötlich [Abb. 13] [Abb. 14]. Oberseite auf Kopf und Flügeldecken kräftiger, auf dem Halsschild feiner punktiert. Fühler einfarbig hell, das 3 Glied etwas länger als das 2.(1,16.1) [Abb. 15]. 2,2-2,9 mm. Aedoeagus [Abb. 16] [Abb. 17]. D: In Europa weit verbreitet, in Mitteleuropa nur gebietsweise auf Sandboden. Meldungen bisher nur aus Ostdeutschland (Pommern, Brandenburg, Schlesien, Mecklenburg, Holstein, Hamburg) und Böhmen. Aus Österreich keine Meldungen, aber wohl vorhanden.
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
#6
→ 73. Fühlerglied so lang wie Glied 2 oder kaum länger.
→ 8-3. Fühlerglied deutlich länger als Glied 2.
#7
brisouti Reitter, 1885Oberseite schwarz, nur die Halsschildseiten heller, mit deutlicher und regelmäßiger Punktur auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken; Fühler mit dunkler Keule. Clypealfurche fein, aber deutlich. Tarsenschema des ♀: 4-4-4. 2,9-3,45 mm. D: Östliches Südeuropa westlich bis Italien und Südosteuropa von Rumänien über Ungarn und Polen bis zur Tschechoslowakei nachgewiesen.
varians Beck, 1817-Oberseite rotbraun, oft mit dunkleren Flügeldecken und dunklem Diskalfleck auf dem Halsschild [Abb. 18]; Punktur sehr weitläufig, auf den Flügeldecken äußerst fein. 9. und 10. Fühlerglied dunkel, Clypeallinie sehr fein und undeutlich. Vorderrand des Clypeus nur seicht und breit ausgerandet, die Ausrandung nimmt etwa 2/3 der Stirnbreite ein [Abb. 19]. ♀ mit 4-4-4 Tarsengliedern. Aedoeagus [Abb. 20] [Abb. 21]. 2,5-3,2 mm. D: Europa, Nordafrika. Im ganzen Gebiet, ziemlich häufig.
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
varians algerianum-Die Form in Nordafrika hat ein etwas abweichenden Genital [Abb. 22]. D: Algerien, Tunesien.
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Abb. 22
#8
→ 8aDie Punktierung der Flügeldecken ist stark und weitläufig oder dicht.
→ 9-Punktierung der Flügeldecken fein und weitläufig.
#8a
bescidicum Rtt., 1885Flügeldecken stark und weitläufig punktiert; auf dem Halsschild und dem Kopf ebenso stark, aber dichter, am dichtesten auf dem Kopf. Einfarbig rotbraun, manchmal hellbraun. Tarsenzahlen des ♀: 5-4-4. 2-2,5 mm. D: Beskiden in Böhmen und Mähren.
pseudorotundatum Palm-Flügeldecken ist stark und dicht punktiert, auf dem Halsschild fein und weitläufig, auf dem Kopf nur wenig stärker, aber dicht. Schwarz mit den normalen Aufhellungen, manchmal ist auch das 11. Fühlerglied dunkel. D: Mittel- und Südeuropa; Verbreitung noch ungeklärt. In Mähren nicht selten. bescidicum ssp.
#9
convexum Sharp, 1865Fühler einfarbig hell rotbraun. Oberseite dunkelbraun bis schwarz, Halsschild- und Flügeldeckenseiten heller. Kopf, Halsschild und Flügeldecken punktiert. Clypeallinie kaum sichtbar. 3. Fühlerglied 1,5 x so lang wie Glied 2; Tarsenformel des ♀ 5-4-4. Aedoeagus [Abb. 23] [Abb. 24]. Spermatheka [Abb. 25]. 2,7-3 mm. D: Westeuropa, Mitteleuropa und südliches Nordeuropa; im ganzen verstreut und selten, in den Sandgebieten der Ebene weniger selten. (=piceum Er.)
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
→ 10-Zumindest das 9. und 10. Fühlerglied dunkel.
#10
confusum Bris., 1863Fühlerkeule ganz schwarz. Oberseite schwarz, Halsschildseiten und Flügeldeckenspitze aufgehellt [Abb. 26]. Punktur fein und weitläufig, auf dem Halsschild kräftiger und dichter. Vorderrand des Clypeus tiefer und schmaler ausgerandet, die Ausrandung nimmt etwa 1/3 des zwischen den Augen gemessenen Vorderrandes ein. Die Auszeichnung auf der linken Mandibel des ♂ ist ein spitzes Horn [Abb. 27] oder breit und am Ende stumpf gerundet abgestutzt. 3. Fühlerglied kurz, nur 1,3 x so lang wie Glied 2; Tarsenformel des ♀: 4-4-4. 2,2-3,3 mm. Aedoeagus [Abb. 28]. D: Von Sibirien und der Mongolei östlich über fast ganz Europa verbreitet, aber lediglich in Mitteleuropa nicht besonders selten.
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
→ 11-Letztes Fühlerglied aufgehellt, ♀: Tarsenformel 5-4-4.
#11
rotundatum (Gyll., 1827)Der Nahtstreifen nach vorn bis zur Flügeldeckenmitte ausgeprägt. Schwarz, allenfalls die Halsschildseiten und die Flügeldeckenspitze etwas aufgehellt. Oberseite fein und weitläufig punktiert. 3. Fühlerglied 1,7 x so lang wie Glied 2. ♂: Linke Mandibel meist nur zugespitzt [Abb. 29]. Aedoeagus [Abb. 30] [Abb. 31]. 2,1- 2,9 mm. D: Vom Kaukasus westlich über ganz Europa verbreitet und häufig. (=sphaerulum Rtt.) Auch bei dieser Art kommen gelegentlich ♂ vor, deren linke Mandibel ein spitzes Horn trägt [Abb. 32]. Solche Stücke unterscheiden sich aber weder größenmäßig noch im Genital von ♂ mit einfachen Mandibeln.
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Abb. 29
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
→ 12-Der Nahtstreif ist auf das apikale Flügeldeckendrittel beschränkt.
#12
nudum Hampe, 1871Oberseite braun oder schwarz mit feiner, weitläufiger Punktur. Zwischen den Hinterhüften befindet sich eine gebogene Leiste. 3. Fühlerglied 1,4 x so lang wie Glied 2. Aedoeagus [Abb. 33]. 2,9-3,4 mm. D: Vom Kaukasus über Rumänien, Jugoslawien und Ungarn bis Italien, der Tschechoslowakei und Österreich nachgewiesen.
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Abb. 33
mandibulare Sturm, 1807-Oberseite braun oder schwarz mit feiner, weitläufiger Punktur. Eine Leiste zwischen den Hinterhüften fehlt. 3. Fühlerglied 2 x so lang wie Glied 2. ♂: Bei großen Exemplaren trägt die linke Mandibel ein großes, zurückgebogenes Horn. Aedoeagus [Abb. 34]. 2,2-3,1 mm. D: Vom Kaukasus westlich über weite Teile von Europa verbreitet, jedoch vorzugsweise in montanen Gebieten. In Mitteleuropa in der Ebene gebietsweise noch nicht nachgewiesen, sonst nicht häufig.
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Abb. 34
Enthaltene Taxabescidicum brisouti confusum convexum haemorrhoum mandibulare marginatum nigripenne nudum plagiatum pseudopallidum pseudorotundatum rotundatum varians
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 02.10.2025 - 17:56:08
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