bosnica Apfelbeck, 1914🗺
-Aedoagus in Aufsicht mit gerundeten Seiten und gerundeter Spitze, diese etwas zugespitzt aber ohne Fortsatz
[Abb. 6]. Die Augen flach und der Körperumriß auch zum Ende breit gerundet. Heller oder dunkler braun, ohne ausgesprochenen Metallschimmer. Punktur der Flügeldecken spärlicher und gewöhnlich regelmäßiger. Das 1. Glied der Hintertarsen beim ♂ lang und breit
[Abb. 7]. Fühler
[Abb. 8]. 1,3-1,6 mm.
D: Verbreitung wie
muscorum, aber viel seltener; aus Deutschland eine Meldung aus Boppard. Dieter Siede (i.l.) hat mir dazu folgende Anmerkung geschrieben: "Ich zweifele an der Artberechtigung von
Mniophila bosnica Apfelbeck 1914. Die Variabilität von
M. muscorum in Körperbau und Gestalt des Aedoeagus ist so groß, dass
M. bosnica durchaus in dieses Spektrum integriert werden kann. Die von Nadein erwähnten Stücke aus Boppard stammen von Kraatz und wurden von Heikertinger als
M. muscorum und dto. var.
wroblewskii Wanka bestimmt, der zu diesem Zeitpunkt sicherlich auch die Beschreibung von Apfelbeck gekannt hat. Horion (1938) schlägt vor, die in dieser Serie vorliegenden stärker punktierten Stücke nicht var.
wroblewskii sondern f.
fortepunctata zu nennen. (Horion, Ent. Bl. 35,1938 Seite 142). Im umfangreichen in meiner Sammlung vorliegenden Material gibt es auch in Bezug auf die Punktur der Flügeldecken alle Übergänge von fast glatt bis zu ‚
fortepunctata'. Zu den anderen von Nadein beschriebenen Arten kann ich keinen Kommentar abgeben. Die Typen von
M. bosnica sind, wie Nadein erwähnt, noch vorhanden, aber ohne Angabe von Gründen nicht in die Arbeit einbezogen worden (‚not examined'). Der definierte Neotypus von
M. muscorum wurde von einem Fundort aus dem Balkan gewählt und nicht aus der Rheinpfalz, dem
locus typicus der Tiere, die Koch bei der Beschreibung zugrunde lagen. Dies, obwohl dem Autor auch reichhaltiges Museumsmaterial deutscher Herkunft vorlag und frisches Material sicher mühelos zu beschaffen gewesen wäre."