Gattung Lordithon

ColeopteraStaphylinidaeTachyporinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, M. Schülke)
Endglied der Kiefertaster so lang oder wenig kürzer als das vorletzte. Lippentaster gestreckt und schlank. Kopf am Innenrand der Augen hinten ohne oder mit einem feinen Borstenpunkt. Hinterleib konisch zugespitzt. Fühlerbasis und Beine gelb. Bunte Arten, die räuberisch an Pilzen leben und oft in großer Zahl zu finden sind. Einige Arten scheinen nur an Baumschwämmen vorzukommen und erhalten dadurch mehr und mehr ein reliktäres Vorkommen in ursprünglichen Waldgebieten.
#1
→ 3Kopf kurz, breiter als lang. Hinterleib schwarzbraun bis gelblichrot, bis auf die helleren Hinterränder der Tergite einfarbig.
→ 7-Kopf lang, länger als breit, Hinterleib hellrot mit schwarzer Spitze.
#3
bicolor (Grav., 1806)🗺ColeowebGrößer, 6-9 mm. Die Punkte der Hauptreihe stehen in einer vertieften Furche. Kopf rot, hinter den Augen punktiert, Halsschild und Flügeldecken rotgelb, Flügeldecken in den Außenecken und Hinterleib schwarz. Aedoeagus [Abb. 1]. B: Bevorzugt in Bergwäldern. D: Im mittleren und östlichen Mitteleuropa verstreut und sehr selten.
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Abb. 1
→ 4-Kleiner, 2,5-6 mm. Kopf schwarz, hinter den Augen glatt.
#4
thoracicus (F., 1777)Fundmeldungen🗺Coleoweb luridus (Wollaston, 1864)Hauptreihe der Flügeldecken nur mit 4-6 weitläufig gestellten Pünktchen. Fühler mit deutlich queren, dicht aneinander gefügten vorletzten Gliedern [Abb. 2]; Färbung außerordentlich veränderlich, zwischen fast einfarbig gelblichen Stücken oder ebensolchen mit einem dunklen Fleck in den Hinterecken der Flügeldecken und Tieren, bei denen der Halsschild und die Flügeldecken [Abb. 3] fast völlig geschwärzt sind, kommen alle Übergänge vor. Aedoeagus [Abb. 4]. Kleinste Art, 2,5-4,5 mm. D: Überall gemein. (=pygmaeus Fabr.) Auf den Kanarischen Inseln die ssp.
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 5-Flügeldecken mit 8-14 dichter gestellten Pünktchen in den Hauptreihen. Fühler mit kaum queren vorletzten Gliedern.
#5
exoletus (Er., 1839)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterrand des Halsschilds völlig ungerandet, Kopf schwarz, Halsschild gelbrot, nur selten in der Mitte angedunkelt (a. dorsalis Muls. Rey). Flügeldecken gelb mit einem schwarzen Fleck in den Außenecken [Abb. 5], selten auch um das Schildchen gebräunt. Dem ♂ fehlt auf dem 6. Sternit die körnchen- oder kielförmige Auszeichnung der anderen ähnlichen Arten. Hauptreihen mit besonders feinen und zahlreichen Punkten (10-14). Aedoeagus [Abb. 6]. 3,5-5,7 mm. B: An Hutpilzen. D: Überall, nicht selten.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 6-Hinterrand des Halsschilds fein, aber deutlich und meist vollständig gerandet (auch thoracicus besitzt eine, allerdings außerordentlich feine Randung).
#6
trimaculatus (Payk., 1800)🗺ColeowebLetztes Fühlerglied etwa doppelt so lang wie breit, etwa doppelt so lang wie das vorletzte. Körper breiter gebaut, Färbung meist dunkler. Kopf schwarz, Halsschild gelb, in der Mitte kräftig angedunkelt (Stammform), selten einfarbig hell (a. flavicollis Hochh.). Flügeldecken bräunlichgelb mit umfangreichem schwarzen Fleck in den Außenecken. Hinterleib schwarz oder schwarzbraun mit helleren Hinterrand der Tergite, kräftiger punktiert. Hauptreihe der Flügeldecken mit 10-12 Punkten. Aedoeagus [Abb. 7]. 4-5,5 mm. B: An Baumschwämmen in Gebirgswäldern. D: Mittleres und südliches Mitteleuropa, verstreut und selten.
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Abb. 7
→ 6a-Letztes Fühlerglied kürzer, etwa 1,5 x so lang wie breit. Hierher 2 nur im männlichen Genitalbau sicher zu unterscheidende Arten.
#6a
trinotatus (Erichson, 1839)Fundmeldungen🗺ColeowebEtwas größer, 4,7-7,2 mm. Die vorletzten Fühlerglieder etwas länger als breit. Hinterrand des Halsschilds mit deutlicher, vollständiger Randlinie. ♂: Aedoeagus größer [Abb. 8], Medianlobus mit abgesetzter Spitze, Länge 0,58-0,68 mm; paarige Sklerite wenig kräftig sklerotisiert. Kopf schwarz; Halsschild gelbrot, manchmal in der Mitte angedunkelt (a. discophorus Rey); Flügeldecken, jederseits neben dem Schildchen meist mit einem dunklen Fleck, sowie mit einem größeren schwarzen Fleck in den Außenecken, der nur selten fehlt. Dieser Fleck ist durch einen deutlichen hellen Zwischenraum vom Hinterrand getrennt; manchmal das Scutellum hell und nur seine Umgebung angedunkelt. Hauptreihen der Flügeldecken mit 8-10 Punkten [Abb. 9]. Hinterleib bräunlichrot, zur Spitze unscharf angedunkelt, wenig kräftig punktiert. B: In Hutpilzen D: Holomediterrane Art, die bis ins südliche Nordeuropa verbreitet ist. Meldungen aus dem Osten der Paläarktis und Indien beruhen auf Verwechslungen. In Mitteleuropa überall verbreitet und häufig.
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Abb. 8
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Abb. 9
bimaculatus (Schrank, 1798)🗺Coleoweb-Etwas kleiner, 3,4-5,8 mm. Die vorletzten Fühlerglieder meist etwas quer. Randlinie am Hinterrand des Halsschilds in der Mitte unterbrochen. ♂: Aedoeagus kleiner [Abb. 10], Medianlobus zugespitzt verrundet, Länge 0,43-0,57 mm; paarige Sklerite kräftig sklerotisiert, dunkel gefärbt. Körperfärbung ähnlich wie bei trinotatus. D: Von Vorder- und Mittelasien bis nach Mitteleuropa und Nordspanien verbreitete, pontomediterrane Art. In Mitteleuropa seltener als trinotatus, im Nordosten teilweise fehlend. Da die Art bisher mit trinotatus und exoletus verwechselt wurde, ist ihre Verbreitung noch ungenügend bekannt.
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Abb. 10
#7
lunulatus (L., 1761)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterrand des Halsschilds ohne Randlinie. Kopf, Schildchen und 5.-10. Fühlerglied schwarz. Flügeldecken schwarz, der Hinterrand und eine Schultermakel, die weder die Basis noch die Naht der Flügeldecken berührt, gelb. Hinterrand des 5. und Vorderrand des 6. Hinterleibssegment gelblichweiß geringelt [Abb. 11] [Abb. 12]. Aedoeagus [Abb. 13] [Abb. 14] (Innensack zum Teil ausgestülpt, Innensack [Abb. 15]). 5-7 mm. B: In Hutpilzen und Baumschwämmen. D: In Mitteleuropa häufig.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 8-Basis des Halsschilds fein gerandet. Schildchen rot, Flügeldecken mit vollständigem gelbroten Querbande an der Basis, sonst in der Färbung mit lunulatus übereinstimmend.
#8
pulchellus (Mannh., 1830)Fundmeldungen🗺ColeowebKlein, 4-6 mm. Kopf hinter den Augen glatt, Hauptreihe der Flügeldecken mit 4-6 Punkten, die Basalbinde hinten fast geradlinig begrenzt. Aedoeagus [Abb. 16]. B: An Baumschwämmen. D: Verstreut und selten, in der Tiefebene meist fehlend.
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Abb. 16
speciosus (Er., 1839)🗺Coleoweb-Größer, 8-10 mm. Kopf hinter den Augen punktiert, Hauptreihen mit 8-12 Punkten, die Basalbinde der Flügeldecken nach hinten tief dreibuchtig begrenzt. Aedoeagus [Abb. 17]. B: In Bergwäldern. D: Südliches und südöstliches Mitteleuropa, sehr verstreut und sehr selten.
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Abb. 17
Enthaltene Taxabicolor bimaculatus exoletus lunulatus luridus pulchellus speciosus thoracicus trimaculatus trinotatus
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 31.03.2023 - 19:31:22
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