Gattung Limnobaris Bedel

ColeopteraRhynchophoraCurculionidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Dieckmann, L. (1991): Die europäischen Limnobaris-Arten (Coleoptera, Curculionidae) - Beiträge zur Entomologie, 41(2):303-311 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Dieckmann1991 Limnobaris.pdf"
Prena, J. et al. (2014): A taxonomic revision of Limnobaris Bedel in the strict sense (Coleoptera, Curculionidae, Baridinae), with particular emphasis on the species found in China - ZooKeys, 416:41-66 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Prena_et_al2014 Limnobaris.pdf"
Flügeldecken das Pygidium bedeckend. Rüssel und Stirn nicht durch einen Quereindruck getrennt. Schwarze Arten mit umfangreich dicht weiß beschuppter Unterseite und ± behaarter oder beschuppter Oberseite, die man an Gewässerrändern, in Sümpfen und Mooren an Binsen (Juncaceen) und Riedgräsern (Cyperaceen) wie Carex, Scirpus, Cladium etc. findet. Sie überwintern in den Stengeln und Blattscheiden sowie in den Horsten von ,,Sumpfgräsern". Die Larvenentwicklung wurde in den Wurzeln von Scirpus lacustris festgestellt.
Die bei uns vorkommenden Formen lassen sich 2 Arten zuordnen, die genitaliter stets zweifelsfrei zu trennen sind, während die Oberseitenbehaarung und die Anordnung der weißen Unterseitenbeschuppung innerhalb einer Art stark variieren kann.
#1
dolorosa (Goeze, 1777)Fundmeldungen🗺ColeowebPenis kürzer und breiter, zugespitzt [Abb. 1] [Abb. 2]. Fühlerkeule stärker von der Geißel angesetzt, das 7. und 8. Fühlerglied kaum breiter als die vorherhehenden [Abb. 3]. Seiten der Mittel- und Hinterbrust und die 5 Sternite des Hinterleibs so dicht weiß beschuppt, daß der schwarze Untergrund nicht durchscheint [Abb. 4]. Haare der Flügeldeckenzwischenräume ein- oder mehrreihig, meist die Basis der folgenden Haare erreichend; tendenziell breiter, mehr schuppenförmig und daher auffälliger [Abb. 5]. Rüssel im jeweiligen Geschlecht etwas kürzer, dicker und stärker gebogen. Halsschild meist länger. Spermatheka [Abb. 6]. 2,6-4,5 mm. D: In Europa weit verbreitet und häufig.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
t-album (L., 1758)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Penis länger und schmaler, an der Spitze verrundet [Abb. 7] [Abb. 8]. Fühlerkeule weniger stark von der Geißel abgesetzt weil das 7. und 8. Fühlerglied deutlich breiter sind als die vorhergehenden [Abb. 9]. Episternen und Epimeren der Mittelbrust und Episternen der Hinterbrust sehr dicht beschuppt, zusammen ein liegendes weißes "T" bildend [Abb. 10]. Das darunterliegende Sternit der Hinterbrust an der Seite unterschiedlich dicht beschuppt, manchmal fast wie bei dolorosa, aber der schwarze Untergrund immer noch in Form dünner Linien zwischen den Schuppen erkennbar. Entweder alle 5 Sternite des Hinterleibs an der Seite sehr dicht weiß beschuppt oder das 1. und 2. Sternit mit aufgelockerter Beschuppung, so daß hier der schwarze Untergrund durchscheint. Haare der Flügeldeckenzwischenräume einreihig, die Basis der folgenden Haare erreichend oder um die Hälfte ihrer Länge davon entfernt; tendenziall dünner, mehr haarförmig und daher unauffälliger [Abb. 11]. Rüssel länger, dünner und schwächer gebogen. Halsschild meist kürzer. 2,8-4,5 mm. D: In Europa weit verbreitet und häufig, ostwärts bis Sibirien und China. (=atriplicis (F., 1777))
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 11.03.2025 - 11:49:19
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