Gattung: Leiosoma Stephens

ColeopteraRhynchophoraCurculionidaeHylobiinae
Von Arved Lompe (n. H. Kippenberg)
Lokay, E. (1908 ): Studie o rodu: Hladkon, Liosoma Stephens - Casopis Ceské spolecnosti entomologické, 5:103-138 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Casopis cesk spo 5-6 1908-09.pdf"
Sprick, P. & Krämer-Klement, K. (2022): Oxalidaceae, eine neue Wirtspflanzenfamilie für die Gattung Leiosoma Stephens, 1829 - mit Bemerkungen zu den Wirtspflanzen von Leiosoma-Arten (Curculionidae: Molytinae) - Weevil News 103 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Sprick&Krämer-Klement2022 Leiosoma.pdf" und >>>https://curci.de/data/weevilnews/weevilnews_103.pdf
Kleine schwarze Arten von 1,7-3 mm Länge, ungeflügelt. Oberseite nur spärlich behaart, dadurch kahl erscheinend, meist glänzend. Rüssel etwa von Halsschildlänge, deutlich gebogen. Halsschild an der Basis ziemlich zylindrisch, in der vorderen Hälfte stark verengt, mit grober, tiefer Punktur. Schildchen nicht oder kaum erkennbar. Flügeldecken oval, ohne Schulterecken, meist mit scharfkantig ausgerandeter Basis; Punktreihen deutlich, oft vertieft. Bei einigen Arten Episternen der Mittelbrust dicht hell beschuppt. Häufig Fühler und Beine teilweise rotbraun bis gelblich. Vorderschienen der ♂ nicht selten schmaler als bei den ♀, sowie zum Teil in spezifischer Weise ab der Mitte gebogen und dort dichter gelb behaart. Die Biologie von Käfern und Larven ist weitgehend unbekannt, für einige Arten werden verschiedene Ranunculaceae als Fraßpflanzen angegeben, auch Viola-Arten werden befallen. Die Imagines finden sich von IV-VIl und wieder im Herbst im Fallaub, Moos usw. montaner bis alpiner Gebiete und sind meist selten. 25 Arten in Europa. Hier sind nur die mitteleuropäischen behandelt.
#1
→ 2Schenkel mit kleinem, zum Teil dornförmigem Zähnchen, selten nur Vorderschenkel fein bedornt. Augen flach.
→ 3-Schenkel ohne Spur eines dornförmigen Zähnchens.
#2
deflexum (Panz., 1795)Fundmeldungen🗺ColeowebEpisternen der Mittelbrust mit hellen Haarschuppen dicht besetzt [Abb. 1]. Körper kurz eiförmig [Abb. 2]. Flügeldecken bedeutend breiter als der Halsschild. Punktur des Halsschilds sehr grob und dicht. Punktstreifen der Flügeldecken flach oder mäßig tief gefurcht. Aedoeagus [Abb. 3] [Abb. 4]. 2,5-2,8 mm.B: Von ·Ranunculus repens· und ·Ranunculus montanus·, ·Anemone nemorosa· und (??) ·Caltha palustris· gemeldet; Larve in den Wurzeln. V: Mittel bis Südeuropa, vereinzelt Nordeuropa: England, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Osterreich, Tschechoslowakei, Italien; von der Ebene bis zur subalpinen Stufe.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
kirschi Gredl., 1866🗺Coleoweb-Episternen der Mittelbrust ohne dicht stehende helle Haarschuppen. Körper schlank, Flügeldecken wenig breiter als der Halsschild, Seiten fast parallel. Punktur des Halsschilds weniger grob und dicht als beim vorigen. Punktstreifen der Flügeldecken nicht oder nur schwach vertieft. Aedoeagus [Abb. 5]. 2,2-2,4 mm. V: Ostalpen: Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Nord- und Südtirol, Bayern; montan.
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Abb. 5
#3
→ 3aEpisternen der Mittelbrust mit hellen Haarschuppen dicht besetzt. Hierher 2 Formen die sich morphologisch und nach der Lebensweise unterscheiden und vermutlich 2 Arten repräsentieren(Sprick & Krämer-Klement l.c.)
→ 4-Episternen der Mittelbrust ohne dicht stehende helle Haarschuppen.
#3a
oblongulum Boh., 1842🗺ColeowebKörper breiter oval [Abb. 6] [Abb. 7]. Halsschild etwa von der Mitte an nach vorne verengt; grob und relativ dicht punktiert mit 13-15 Punkten entlang der Mitte. Punktstreifen der Flügeldecken nicht oder nur schwach vertieft. Oberseite gelegentlich mit schwachem Metallschimmer. Vorderschienen des ♂ sichelförmig nach innen gebogen und am äußeren Ende leicht verdreht. Aedoeagus [Abb. 8]. 2,1-2,9 mm. B: Von ·Ranunculus repens·, ·Anemone nemorosa· und ·Aquilegia vulgaris· angegeben. V: England; Frankreich; Mitteleuropa stellenweise: Rheinland, Baden-Württemberg, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten, Slowakei; Jugoslawien; Italien; montan.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
form_II-Körper schlank oval [Abb. 9]. Halsschild erst im letzten Viertel oder Fünftel nach vorne verengt, gröber und weniger dicht punktiert, nur 9-10 Punkte entlang der Mitte; Flügeldecken mit gröberen Punktstreifen. 2,15-2,75 mm. B: An ·Oxalis acetosella· lebend. V: Bisher aus dem Bergischen Land, der Eifel und den Vogesen bekannt. Eine Beschreibung dieser Neuen Form durch Sprick & Krämer-Klement ist in Vorbereitung. Neue Fundmeldungen beider Formen an die Autoren sind erwünscht.
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Abb. 9
#4
baudii Bed.🗺ColeowebPunktstreifen der Flügeldecken höchstens an der Basis stark vertieft, sonst nur mäßig tief bis verflacht, Punkte sehr groß. Halsschild sehr grob und dicht punktiert. Körper schlank. Oberseite chagriniert, matt glänzend oder glanzlos, braunschwarz bis schwarz. Vorderschienen des ♂ innen mit einem Zahn im unteren Drittel. Aedoeagus [Abb. 10]. 2,2-2,6 mm. V: Südostalpen: Niederösterreich, Kärnten; Istrieri; Südalpen: Südtirol, Tessin und Norditalien; montan.
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Abb. 10
→ 5-Punktstreifen der Flügeldecken stark vertieft mit hochgewölbten Zwischenräumen, Flügeldecken dadurch mit annähernd wellblechartigem Profil.
#5
cribrum (Gyll.)🗺ColeowebKleine, kurz eiförmige Art von 1,7-2,1 mm Länge. Augen flach. Rüssel zwischen den Augen fast nur halb so breit wie vor den Augen. Punktur des Halsschild variabel, grob und ± dicht; Grund leicht chagriniert. Vorderschienen des ♂ von der Seite betrachtet etwas nach rückwärts gebogen. Aedoeagus [Abb. 11]. B: An allen ·Viola·-Arten; Larve in den unteren Stengelbereichen (nach Dieckmann). V: Mitteleuropa: Deutsche Mittelgebirge, Österreich, Tschechoslowakei, Südpolen; nördliches Südeuropa: Schweiz, Norditalien; montan bis subalpin.
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Abb. 11
→ 6-Schlanke Arten über 2 mm Länge. Augen gewölbt. Rüssel zwischen den Augen nur wenig schmaler als davor. Punktur des Halsschild mäßig grob und ± locker.
#6
cyanopterum Redtb.🗺ColeowebFlügeldecken schwarzglänzend mit stahlblauem Schimmer. Punkte in den Flügeldeckenstreifen mäßig dicht, häufig im Abstand eines Punktdurchmessers. Aedoeagus [Abb. 12]. 2,5-2,7 mm. B: In Buchenwäldern an ·Valeriana·. V: Endemit der Ostalpen: Sengsengebirge, Haller Tauern, Koralpe bis Bacher Gebirge; montan bis alpin.
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Abb. 12
→ 7-Flügeldecken rein schwarz. Punkte in den Flügeldeckenstreifen etwas weitläufiger, gewöhnlich mehr als einen Punktdurchmesser voneinander entfernt. Hierher 2 sehr ähnliche Arten.
#7
concinnum Boh.🗺ColeowebSchienen in beiden Geschlechtern nahezu gerade. Aedoeagus [Abb. 13]. 2,1-2,7 mm. B: Entwicklung an ·Lamium orvala· (Lippenblütler) (Koch 1992, Dieckmann & Behne 1994, Böhme 2001). V: Südostalpen: Niederösterreich, Steiermark, Kärnten; Illyrien; Schweiz: Tessin; montan.
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Abb. 13
bosnicum Dan.🗺Coleoweb-Hinterschienen in beiden Geschlechtern nach außen und rückwärts gebogen. Vorderschienen des ♂ leicht nach innen gebogen. Aedoeagus [Abb. 14]. 2,2-2,5 mm. V: Karpaten, Bosnien, Slowakei, Südpolen; montan.
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Abb. 14
Enthaltene Taxabaudii bosnicum concinnum cribrum cyanopterum deflexum form_II kirschi oblongulum
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 07.11.2022 - 11:17:00
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