Tribus Lathrobiina Grav.

ColeopteraStaphylinidaePaederinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Körper gestreckt, parallel, schwach gewölbt, meist glänzend. Kopf und Halsschild deutlich und meist kräftig punktiert, in der Längsmitte des Halsschildes bleibt ein glatter Mittelstreifen unpunktiert. Flügeldecken meist unregelmäßig, selten gereiht punktiert. Bei mehreren Arten finden sich sowohl kurz- als auch langflügelige Individuen, ohne oder mit voll entwickelten Hautflügeln, eine Erscheinung, der kaum Rassenwert zugesprochen werden kann, da sie nicht gebietsmäßig begrenzt ist. Kiefertaster mit kleinem, aber deutlichem zugespitzten Endglied. Die Vorderbeine zeigen eine sehr charakteristische Bildung: Vorderschenkel stark verdickt und am Innenrande zahnförmig erweitert, Vorderschienen an der Innenseite mit einer tiefen, kantig begrenzten Aushöhlung, deren Unterkante in einen kräftigen Zahn in der Mitte der Schienen ausläuft. Mittelschienen mit einzelnen langen Haaren besetzt, 1. Glied der Hintertarsen nicht länger als das 2..
Mehrere Arten lassen sich ohne Untersuchung der primären oder sekundären Auszeichnungen der ♂ nicht sicher bestimmen.
Die ursprünglich von Lohse als Untergattungen geführten Taxa sind zum Teil zu Gattungen erhoben.
#1
→ 21. Glied der Hintertarsen nicht länger als das 2.
Pseudobium Muls. Rey-1. Glied der Hintertarsen länger als das 2.. Flügeldecken mit dichten Punktstreifen, Körper Lathrobium-ähnlich.
#2
Achenium Leach in Samouelle, 1819Halsschild stark abgeflacht, die Vorderecken vorgestreckt, Klauenglied so lang wie die übrigen Fußglieder zusammen.
→ 3-Halsschild schwach gewölbt, mit abgerundeten Vorderecken; Klauenglied kürzer.
#3
Domene Fauv.Halsschild oval, sehr dicht längsrissig punktiert, Körper gewölbt, Stilicus-ähnlich.
→ 4-Kopf und Halsschild meist kräftig, aber wenig dicht punktiert. Halsschild mit breitem, unpunktierten Mittelstreifen
#4
Glyptomerus Müll.Kopf augenlos, anstelle der Augen mit einem hellen, pigmentlosen Fleck. Habitus [Abb. 1]. Gattung Lathrobium Untergattung
lathrobium_petruzzinelloi_hab.jpg
Abb. 1
→ 5-Kopf mit oft kleinen, aber deutlichen Augen
#5
→ 6Auf den umgeschlagenen Seiten der Flügeldecken befindet sich über den sehr schmalen, linienförmig abgegrenzten Epipleuren eine zu diesen parallel verlaufende, nach vom verkürzte Linie (von der Seite zu sehen)
→ 7-Auf den umgeschlagenen Seiten der Flügeldecken befindet sich oberhalb der fein abgegrenzten Epipleuren keine weitere Linie
#6
Pseudolathra Casey, 1905🗺ColeowebHalsschild mit unpunktierter Mittelzone, die auf beiden Seiten von einer Reihe dicht stehender Punkte begrenzt wird, außen unregehnäßig punktiert. In Mitteleuropa nur eine aus Südeuropa beschriebene Art, die am Kaiserstuhl gefunden wurde. Habitus [Abb. 2].
pseudolathra_manueli_hab.jpg
Abb. 2
→ 6a-Halsschild mit schmaler unpunktierter Mittelzone, an der sofort die unregelmäßige Punktierung der Seiten des Halsschilds beginnt, ohne parallele Punktreihen.
#6a
Lobrathium ReyFlügeldecken mit dichten kräftigen Punktreihen, der Hals etwa halb so breit wie der Kopf. Gattung
Platydomene Gglb.-Flügeldecken ± irregulär punktiert, der Hals schmal, ein Drittel so breit wie der Kopf. Gattung
#7
Tetartopeus Czwal.Hals schmal, etwa ein Drittel so breit wie der Kopf [Abb. 3] [Abb. 4]. Habitus [Abb. 5]. Gattung
tetartopeus_kopf.gif
Abb. 3
tetartopeus_terminatus_vk.jpg
Abb. 4
tetartopeus_terminatus_hab.jpg
Abb. 5
Lathrobium Grav.-Hals breiter, etwa halb so breit wie der Kopf [Abb. 6] [Abb. 7].
lathrobium_kopf.gif
Abb. 6
lathrobium_impressum_vk.jpg
Abb. 7
Enthaltene TaxaAcheniumDomeneGlyptomerusLathrobiumLobrathiumPlatydomenePseudobiumPseudolathraTetartopeus
Erstellt am: 10.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 09.09.2023 - 11:45:36
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