Gattung Hygrotus Steph., 1828

ColeopteraDytiscidaeHydroporinae
Von Arved Lompe (n. H. Schäflein)
Halsschild gelbrot, Vorder- und Hinterrand ± breit dunkel gesäumt. Flügeldecken mit sehr artverschiedener Zeichnung, die innerhalb der Arten stark variiert. Geschlechter äußerlich kaum zu unterscheiden. Von den 12 Arten der Gattung, welche in der gemäßigten Zone der nördlichen Halbkugel leben, kommen 4 in unserer Fauna vor. Sie leben überwiegend in stehenden, pflanzenreichen Gewässern und kommen mit Ausnahme von quinquelineatus in ganz Mittel- und Nordeuropa vor.
#1
→ 2Kopfschild vorn über der Lippe mit schmal abgesetzter Randkante. Gedrungenere Arten [Abb. 1]. Hygrotus s.str.
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Abb. 1
Coelambus Thoms., 1860-Kopfschild vorn ohne solche Randkante. Mehr gestreckte Arten [Abb. 2]. Untergattung
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Abb. 2
#2
Clemnius Fery, 2017🗺ColeowebVorder- und Mitteltarsen 4-gliedrig, das 3. Glied einfach, am Ende nicht 2-lappig ausgerandet [Abb. 3]. Siehe die abgetrennte Gattung
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Abb. 3
→ 3-Tarsen 5-gliedrig, das 3. Glied der Vorder- und Mitteltarsen am Ende 2-lappig ausgerandet [Abb. 4], das 4. an der Basis des Klauengliedes noch vorhanden und bei starker Vergrößerung sichtbar. Kopf mit 2 Längseindrücken, in denselben viel dichter punktiert, teilweise sich in der Mitte berührend. Größer, über 3 mm. Flügeldeckenseitenrand seitlich gesehen in starker, kahnförmiger Kurve zum Halsschild aufsteigend. Unterseite heller, gelb bis gelbrot.
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Abb. 4
#3
inaequalis (F., 1777)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken fast ganz gleichmäßig, stark und sehr dicht punktiert. Schwarze Zeichnung der Flügeldecken auf gelbem bis gelbrotem Grund sehr variabel, fleckenförmig [Abb. 5], bis zur fast völligen Schwärzung gehend [Abb. 6], nie längsbindenartig. 3-3,7 mm. D: Ganz Europa. In Deutschland überall häufig, teilweise gemein.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 4-Flügeldecken doppelt punktiert: grob mit eingestreuten feinen oder fein mit groben Punkten. Schwarze Flügeldeckenzeichnung auf hellem Grund stets längsbindenartig. Diese Binden teilweise in der Mitte unterbrochen. Nahtstreifen schwarz. Schwarze, den Seitenrand der Flügeldecken nicht erreichende Querbinde an der Basis.
#4
versicolor (Schall., 1783)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken äußerst fein und dicht punktuliert, dazwischen mit eingestreuten gröberen Punkten besetzt. Fühlerglieder 5-11 länger, etwa doppelt so lang wie breit. Die Längsbinden erreichen nicht die Basalbinde [Abb. 1] und fehlen in sehr seltenen Fällen auf der hinteren Hälfte der Flügeldecken ganz. Halsschildmitte gleichmäßig dicht punktiert. D: Nord- und Mitteleuropa, im Süden seltener. 3-3,5 mm.
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Abb. 1
quinquelineatus (Zett., 1828)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken mit groben und einzelnen, eingestreuten kleinen Punkten besetzt. Fühlerglieder 5-11 kürzer, höchstens 1,5 x so lang wie breit. 3-3,5 mm. Die Längsbinden erreichen fast immer den Basalstreifen [Abb. 7]. Halsschildmitte lockerer punktiert als nach den Seiten zu. B: In Dänemark in flachen oligotrophen Gewässern mit Sandboden in Gesellschaft des Coelambus novemlineatus (Steph.). In diesem Habitat wohl auch in der Tiefebene nachzuweisen. D: Nordeuropäisch-boreale Art, Fennoskandien, Großbritannien. Nordostschweiz, Bodensee, Oberrhein.
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Abb. 7
Enthaltene TaxaClemniusCoelambusinaequalis quinquelineatus versicolor
Erstellt am: 12.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 15.07.2024 - 16:25:12
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