Der Körper ist stark chitinisiert, die Flügeldecken lassen die letzten beiden Tergite unbedeckt (Ausnahme Bacanius). Die Fühler sind gekniet mit stark entwickeltem Basalglied und knopfförmiger Keule. Eine an diesen Merkmalen leicht zu erkennende Familie. Ihre Vertreter leben an Aas, Dung und anderen verrottenden organischen Stoffen. Einige sind Ameisengäste, andere Nestbewohner bei Säugern oder Vögeln.
Bei der Determination der Histeriden ist zu beachten, daß aus historischen Gründen die Zählung der Flügeldeckenstreifen im Gegensatz zu allen anderen Familien an der Schulter beginnend von außen nach innen erfolgt.
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Hololepta Paykull, 1811Körper extrem flachgedrückt [Abb. 1]. Kopf, Körper und Propygidium waagerecht in einer Ebene liegend und annähernd gleich dick. Kopf vorgestreckt, unterseits nicht vom Prosternum bedeckt. Tribus Hololeptini der Unterfamilie Histerinae.
Abb. 1
→ 2-Kopf weniger dick als der wenigstens etwas gewölbte Körper, zurückziehbar, unterseits bis zu den Mandibeln vom Prosternum bedeckt.
→ 3Fühler auf der Stirn neben dem Innenrand der Augen eingefügt. Die Gelenkgrube der Fühler in den Stirnrand eingeschnitten [Abb. 2]. Oberseits gerippte Arten gehören hierher.
Abb. 2
→ 4-Fühler unter dem Seitenrand der Stirn zwischen Auge und Mandibelbasis eingefügt. Die Gelenkgrube der Fühler nicht in den Stirnrand eingeschnitten. Oberseite ohne Rippen oder Kiele, manchmal mit Buckeln.
HetaeriinaeOberseite des Körpers mit einzelnen gelben Borstenhaaren oder Schuppen besetzt [Abb. 4]. Fühlerkeule zylindrisch, an der Spitze abgestutzt, nicht 4-gliedrig. 1,5-2,5 mm große rotbraune Arten, die bei Ameisen leben. Unterfamilie
Abb. 4
→ 6-Oberseite kahl, Fühlerkeule rund oder eiförmig, 4-gliedrig
DendrophilinaeFühlergruben in der Mitte der Seiten der Vorderbrust vor den Vorderhüften. Kehlplatte mit einer Rinne zum Einlegen der Fühlergeißel. Unterfamilie
→ 8-Fühlergruben in den Vorderwinkeln der Halsschildunterseite. Kehlplatte ohne Rinne zum Einlegen der Fühlergeißel.
TribalinaeVorderschienen am Außenrand wohl bedornt [Abb. 7], aber nicht gezähnt. Stirn ohne Randstreifen. Hierher Arten von 1,5-3 mm aus dem südöstlichen Mitteleuropa und aus dem Mittelmeergebiet. Unterfamilie
Abb. 7
Histerinae-Vorderschienen am Außenrand gezähnt. Stirn mit einem Randstreifen, der vorne manchmal unterbrochen, aber am Innenrand der Augen stets deutlich ausgebildet ist. Meist größere Arten, Flügeldecken oft mit roten Flecken [Abb. 8]. Unterfamilie