Gattung Georissus

ColeopteraHydrophilidaeHydrochinae
Von Arved Lompe (n. A.W. Steffan)
Früher als eigenständige Familie betrachtet, wird die Gattung heute als nah verwandt mit Hydrochus betrachtet. Einfarbig schwarz, die Oberseite meist mit Schlamm oder Sand verkrustet. In Europa durch 5 Arten vertreten.
#1
→ 2Halsschild nur vorn skulpturiert, in der hinteren Hälfte dagegen weitgehend glatt [Abb. 1], Flügeldecken nur mit einfachen Punktreihen [Abb. 2]. Untergattung Georissus s.str.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 3-Halsschild auf der gesamten Fläche kräftig skulpturiert, Flügeldecken gefurcht und gerippt. Untergattung Neogeorissus.
#2
crenulatus (Rossi, 1794)Halsschild auf der Scheibe vor der Mitte mit einer nach außen verkürzten bogenförmigen Querfurche, durch welche er in einen kleineren niedergedrückten vorderen und einen viel größeren gewölbten hinteren Abschnitt geteilt wird; der vordere faltig, höckerig oder grubig skulpturiert und meist von einer Mittelfurche durchzogen, der hintere jederseits durch eine etwas nach innen gebogene Körnerreihe in 1 großes, glattes, gewölbtes Mittelfeld und 2 schmale Seitenfelder geteilt [Abb. 1]. Flügeldecken mit höchstens schwach vertieften Längsreihen grober, tiefer, scharfrandiger Punkte [Abb. 3]. Oberseite glänzend. 1,5-2,1 mm. In Mitteleuropa verbreitet, nicht häufig.
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Abb. 1
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Abb. 3
substriatus Heer, 1841-Halsschild auch im vorderen Abschnitt nur sehr schwach oder kaum skulpturiert, aber körnig chagriniert. Flügeldecken mit viel kleineren, seichten, manchmal erloschenen Punkten, die innerhalb der Längsreihen viel weiter auseinanderliegen. Oberseite matt. 1,6-1,8 mm. Im südlichen Mitteleuropa selten.
#3
caelatus Erichson, 1847Flügeldecken mit erhabener Nahtrippe und je 3 kräftigen Längsrippen. Die 2 inneren Rippen gerade, die äußere vor der Mitte nach innen gebuchtet und oft hinter der Buchtung mit schräg gegen den Seitenrand gerichtetem Ast. Die groben und dicht-stehenden Punkte oder Körner der Rippen-Zwischenräume erscheinen oft ziemlich deutlich in Reihen angeordnet. Kopf mit variabler Reliefskulptur. Halsschild mit fast bis zur Basis reichender und von 2 gekörnten, erhabenen Längslinien eingeschlossener Mittelfurche; jederseits derselben mit 3 variablen, durch 2 Vertiefungen getrennten Aufwölbungen, an den Seiten mit von unregelmäßig-ringförmiger Furche umschlossener Beule. Oberseite ziemlich glänzend. 1,2-1,4 mm. In West- und Südosteuropa (Kärnten, Steiermark), wahrscheinlich auch in Süddeutschland.
→ 4-Flügeldecken mit Furchen und abwechselnd stärker erhobenen oder gleichmäßig gewölbten Rippen.
#4
laesicollis Germ., 1831Flügeldecken regelmäßig gefurcht und mit gleichmäßig ausgebildeten, gleichhohen Rippen, die mit einer Reihe flacher Körner besetzt sind. Kopf mit 4 erhabenen Längslinien, von denen die 2 inneren vorn verkürzt sind. Halsschild mit tiefer Querfurche, die das vordere, verengte und niedrigere Drittel gegen den hinteren stärker gewölbten Teil abgrenzt; vorn mit Mittelfurche, hinten mit 5 Gruben, von denen die 2 vor der Basis liegenden schräg nach vorn-außen gerichtet sind, an den Seiten mit einer eine rundliche Beule umschließender Furche. Oberseite glanzlos. 1,0-1,3 mm. In Süd- und Südosteuropa verbreitet, auch im südlichen Mitteleuropa, selten.
costatus Laporte de Castelnau, 1840-Flügeldecken mit abwechselnd stärker (1., 3., 5. und oft 7.) oder weniger stark erhobenen Längsrippen, die niederen oft nur als flache Körnerreihen ausgebildet, die innere oft nur schwach angedeutet. Kopf und Halsschild ähnlich wie bei laesicollis skulpturiert, die Mittelgrube des Halsschilds jedoch meist mit der Mittelfurche des vorderen Teiles verbunden. Oberseite glanzlos, aber oft mit Bronzeschimmer. 1,4-1,8 mm. In Süd- und Südosteuropa verbreitet, selten, wahrscheinlich auch im südlichen Mitteleuropa.
Enthaltene Taxacaelatus costatus crenulatus laesicollis substriatus
Erstellt am: 03.01.2012 · Letzte Aktualisierung: 03.06.2013 - 20:12:21
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