Gattung Geodromicus Redt.

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Von Anthophagus durch fehlendes Hautläppchen an der Klauenbasis, von Lesteva und Hygrogeus durch das kurze, letzte Glied der Kiefertaster verschieden, das kürzer als das vorletzte Glied ist. Schwarze oder braune, glänzende Arten mit langen schlanken Fühlern, rauher, aufstehender Behaarung und kräftig punktierten Flügeldecken Der Kopf wenig schmäler als der gewölbte, herzförmige Halsschild, in der Mitte tief eingedrückt. Flügeldecken breiter und viel länger als dieser, oft mit einer unscharf begrenzten rötlichen Zeichnung. Stücke mit einfarbig dunklen Flügeldecken sind ohne Genitaluntersuchung meist nicht sicher einzuordnen. Hinzu kommt, daß die Arten besonders im Alpengebiet in der Länge der Flügeldecken einer erheblichen Variabilität unterliegen, die den Tieren ein völlig fremdes Aussehen verleihen kann. Die Arten leben im nassen Moose an den Ufern schnell fließender Gewässer, einige auch in großen Höhenlagen an Schneerändern.
#1
→ 2Ocellen voneinander weiter entfernt als vom Innenrand der Augen [Abb. 1]. Flügeldecken meist doppelt so lang wie der Halsschild, Penis schlank [Abb. 2].
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 4-Ocellen voneinander höchstens so weit entfernt wie vom Innenrand der Augen [Abb. 3]. Flügeldecken meist kürzer, Penis an der Basis breit und komplizierter gebildet [Abb. 4].
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Abb. 3
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Abb. 4
#2
suturalis (Boisd.Lacord., 1835Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken relativ breit und flach, ihre Seitenrandkehle breiter abgesetzt, ihre Punktur relativ dicht, aber flach eingestochen, ziemlich gleichmäßig angeordnet und bis zum Hinterrand der Decken gleichbleibend. Schwarz, Fühler und Beine rötlichbraun, stellenweise geschwärzt. Die Flügeldecken besitzen auf der gemeinsamen Naht einen langovalen roten Fleck, der in seltenen Fällen bis auf eine schwache Aufhellung der Nahtmitte geschwunden sein kann (a. concolor Luze). 5-6 mm. Aedoeagus [Abb. 5]. In Mitteleuropa, besonders im Alpenvorland nicht selten, sonst nur sehr verstreut und selten
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Abb. 5
→ 3-Flügeldecken gewölbter und meist gestreckter, ihre Seitenrandkehle schmal, Punktur tiefer, aber zumindest zum Ende hin weitläufiger
#3
plagiatus (F., 1798)Fundmeldungen🗺ColeowebBasishälfte der Schenkel fast stets aufgehellt, oft die ganzen Beine hell. Flügeldecken ± unregelmäßig punktiert, fast stets mit einzelnen, groben Punkten durchsetzt. Die Scheibe der Flügeldecken mit einem großen, roten Fleck, der manchmal fehlt und durch eine schwache Aufhellung der Flügeldeckenmitte angedeutet wird Fast schwarze Stücke bilden die a. subnigritus Lohse. Normalerweise sind die Flügeldecken doppelt so lang wie der Halsschild. Aedoeagus [Abb. 6]. Im Alpengebiet stellenweise eine kleinere Form mit kürzeren Flügeldecken; 4,5-5,5 mm. Vorzugsweise im östlichen Teil des mittleren und südlichen Mitteleuropa, verbreitet und nicht selten. (=globulicollis Mannh.)
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Abb. 6
nigrita (Müll., 1821)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Fühler und Beine bei ausgefärbten Stücken schwarz. Lediglich die Spitze der Schienen, die Tarsen und die Basis des ersten Fühlergliedes rötlich. Flügeldecken regelmäßiger punktiert, immer ganz schwarz. Auch von dieser Art liegen aus den Alpen Stücke mit verkürzten Flügeldecken vor. 5-6 mm. Aedoeagus [Abb. 2]. In ganz Mitteleuropa, die Nordd. Tiefebene ausgenommen, verbreitet und im Westen die häufigste Art der Gattung.
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Abb. 2
#4
kunzei Heer, 1838Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz bis pechbraun, Flügeldecken oft mit einer zentralen Aufhellung oder einer abgegrenzten rötlichen Schrägmakel. Hierher 3 nah verwandte Arten, die über die Alpen und die hohen Gebirge des östlichen Mitteleuropa verbreitet sind. Pechbraun oder rötlichbraun, selten einfarbig, meist jede Flügeldecken mit einer zentralen Aufhellung, die manchmal nur schwach düster rot, häufiger jedoch hell rötlich gefärbt ist. Fühlerbasis und Beine hell rötlichgelb. Flügeldecken kurz, nicht länger oder sogar kürzer als zusammen breit, höchstens doppelt so lang wie der Halsschild. 4-5,5 mm. Aedoeagus [Abb. 4]. In den höheren Lagen der Alpen nicht häufig. (=globulicollis auct. nec Mannh.)
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Abb. 4
lituratus (Kr.)🗺Coleoweb-Wie der Vorige, aber die Flügeldecken mehr als zweimal so lang wie der Halsschild.
danieli Smet.🗺Coleoweb-Ganz schwarz bis pechbraun, Flügeldecken ohne zentrale Aufhellung, nicht länger als zusammen breit. Fühlerbasis und Beine braunrot, oft sehr weitgehend geschwärzt. 4-5,5 mm. Südöstliche Art, besonders in der Tatra.
Enthaltene Taxadanieli kunzei lituratus nigrita plagiatus suturalis
Erstellt am: 11.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 27.09.2020 - 00:38:04
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