Gattung: Epuraea Erichson

ColeopteraTarsen-5-5-5ClavicorniaNitidulidae
Von Arvd Lompe (n. K. Spornraft, K. Renner u.a.)
Audisio, P. (1993): Nitidulidae - Kateretidae in: Fauna d'Italia, Hrsg. , 32:1-971, Edizioni Calderini, Bologna, >>>"F:\taxa\coleo\scans\Audisio1993 Nitidulidae Kateretidae.pdf" p. 300
Kurochkin, A.S. & Kirejtshuk, A.G. (2006): Notes on the synonymy, variability and bionomy of Epuraea (Epuraea) biguttata (Thunberg, 1784) and E. (E.) unicolor (Olivier, 1790) (Coleoptera: Nitidulidae). - Russian Entomol. J. 15(4):393-397. >>>"https://zmmu.msu.ru/files/images/spec/Russ%20Ent%20J/REJ_15-4_393-397%20(Kurochkin_Kirejtshuk).pdf"
Von Nitidula durch das Fehlen eines deutlichen Haarsaumes an den Körperseiten, von Omosita durch das Fehlen eines eingedrückten Nahtstreifens verschieden. Das Aftersegment der ♂ ist immer sichtbar, meist auch frei von oben. Zur Lebensweise siehe LZ >>>99
Die Aedoeagus-Abbildungen bringen meist eine Auswahl aus den vier Möglichkeiten: Tegmen (oben mit tiefem Einschnitt: links) und Medianlobus (oben ohne tiefen Einschnitt: rechts), bei Bedarf jeweils dorsal und lateral. Man beachte in erster Linie den Medianlobus und seine Spitze.
#1
Haptoncus Murray, 1864🗺ColeowebSchläfen sehr kurz, am Hinterrand der Augen nach außen zahnartig erweitert und in einen Dorn endend [Abb. 1]. Habitus [Abb. 2]. Siehe Untergattung
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 1a-Schläfen anders gebildet [Abb. 3].
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Abb. 3
#1a
melanocephala (Marsh., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebKlauen an der Basis schwach gezähnt [Abb. 4]. Untergattung Micruria Reitter Körper stark gewölbt wie bei einem Meligethes [Abb. 5]; Halsschildrand sehr schmal abgesetzt. Oberseite braungelb, Kopf und Halsschild, manchmal auch Flügeldecken pechbraun, auffällig goldgelb behaart. Die Art variiert von rotgelb bis schwarz. 2-3 mm. ♂: Vordertarsen stärker erweitert als beim ♀; Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. B: Im zeitigen Frühjahr gerne auf Blüten des Feldahorns. D: Überall, nur im Norden sporadisch und selten.
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 2-Klauen an der Basis höchstens leicht verdickt
#2
limbata (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterbrust in der Mitte kaum länger als das 1. Sternit, Hinterhüften voneinander breit getrennt [Abb. 8]. Vorder- und Mittelschienen beim ♂ mehr, beim ♀ weniger sichelförmig gebogen. Körper kurz und breit, eiförmig, Halsschild sehr breit, sehr stark quer, mit außerordentlich breit verflachten Seiten, nach vorne stark gerundet verengt, etwas vor der Basis am breitesten, Scheibe vor dem Hinterrand mit querer Depression; der Vorderrand sehr tief ausgeschnitten, die Vorderwinkel weit vorragend, der Rand dazwischen gerade; Halsschildseitenrand vor den Hinterecken deutlich kurz ausgerandet. Flügeldecken wenig länger als zusammen breit, die größte Länge neben der Naht. Oberseite rostrot mit je einem dunklen Diskalfleck auf den Flügeldecken [Abb. 9]; in der Färbung stark variierend, manchmal ganz schwärzlich. 2-2,8 mm. ♂: Vordertarsen etwas stärker ausgeweitet als beim ♀. Aedoeagus [Abb. 10]. D: Überall im Gebiet, nirgends selten. (Untergattung Epuraeanella Reitter).
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 3-Hinterbrust in der Mitte viel länger als das 1. Sternit, Hinterhüften voneinander weniger breit getrennt [Abb. 11], Halsschild höchstens doppelt so breit wie lang, meist mit schmäler abgesetzem Seitenrand; übrige Merkmale nicht zutreffend.
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Abb. 11
#3
Haptoncus Murray, 1864🗺Coleoweb:Mittelschienen sichelförmig gebogen [Abb. 12], : Halsschildbehaarung beiderseits der Mittellinie quer gelagert [Abb. 13]. Endglied der Lippentaster kurz, abgestutzt [Abb. 14] [Abb. 15] [Abb. 16]. Die Seiten der Flügeldecken nach hinten flach gerundet, stark verengt. Siehe Untergattung
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
→ 3a-Halsschildbehaarung längs gelagert, Mittelschienen nicht sichelförmig gebogen. Endglied der Lippentaster ähnlich kurz, aber kegelförmig [Abb. 17] [Abb. 18] oder anders. Flügeldecken in der hinteren Hälfte schwächer verengt. Untergattung Epuraea s. str..
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Abb. 17
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Abb. 18
#3a
→ 4Halsschild mit gelbem Längsstreifen in der Mitte, oder wenigstens an der Basis in der Mitte gelblich gefleckt; Oberseite fast immer noch mit weiteren gelben Flecken. Mittel- und Hinterschienen vor allem gegen die Spitze zu sehr kräftig gebildet.
→ 5-Halsschild nicht gelb gefleckt; Mittel- und Hinterschienen normal schlank.
#4
guttata (Ol., 1811)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterschienen innen stark (♂) oder schwach (♀) gewinkelt [Abb. 19]. Halsschild etwa doppelt so breit wie lang. Halsschild und Flügeldecken auf rotbraunem Grund mit deutlichen gelben Makeln [Abb. 20]. 9. Fühlerglied beim ♂ schmäler, beim ♀ so breit oder kaum breiter als 10 [Abb. 21]. 3-4,4 mm. ♂: Mittel- und Vordertarsen stark ausgeweitet; Hinterschenkel verdickt und mit stumpfem Zahn vor der Spitze. Oberseite nicht chagriniert. Aedoeagus [Abb. 22] [Abb. 23]. ♀: Letztes Sternit nicht eingedrückt. Oberseite deutlich chagriniert. D: Überall, aber ziemlich selten; in unteren Gebirgslagen etwas häufiger. (=decemguttata (F.))
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
fuscicollis (Steph., 1832)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Hinterschienen innen nicht gewinkelt [Abb. 24]. Halsschild relativ länger und daher nur etwa 1,75 x so breit wie lang. Die Makeln auf den Flügeldecken verfließen meist ineinander [Abb. 25]. 9. Fühlerglied beim ♂ kaum, beim ♀ deutlich breiter als das 10. [Abb. 26]; Flügeldecken deutlich, Halsschild nicht chagriniert. 2,3-3,7 mm. ♂: Hinterschenkel nicht verdickt und gezähnt. Aedoeagus [Abb. 27]. ♀: Letztes Sternit mit breitem Eindruck [Abb. 28]. D: Sehr selten im mittleren und südlichen Mitteleuropa
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
#5
→ 6Flügeldecken hinten ± gerade abgeschnitten [Abb. 29].
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Abb. 29
→ 10-Flügeldecken hinten einzeln verrundet [Abb. 30] [Abb. 31].
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Abb. 30
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Abb. 31
#6
Fühlerkeule normalerweise zweifarbig, das letzte Glied ist dunkel gegen die beiden anderen abgesetzt. Mittelhüften aneinander berührend. Flügeldecken nicht sehr deutlich abgestutzt, neigen etwas zur Einzelabrundung; stärker gewölbte Art. Siehe melina Erichson LZ >>>37
→ 7-Die 3 Glieder der Fühlerkeule sind einfarbig; flachere Arten mit ganz gerade abgestutzten Flügeldeckenenden
#7
→ 8Schwarzrote oder rostrote Arten. Halsschildvorderrand in breiter Rundung tief ausgeschnitten
pallescens (Steph., 1832)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Gelbe oder rotgelbe Art. Halsschildvorderrand ± gerade [Abb. 32]. 1,9-3,5 mm, Habitus sehr unterschiedlich: relativ schmälere Tiere wurden wurden früher als florea Er., relativ breitere als abietina unterschieden, allerdings sind im Bau des Aedoegaus [Abb. 33] [Abb. 34] keine Unterschiede festzustellen. Halsschild selten doppelt so breit wie lang, meist schmäler, der Vorderrand fast ganz gerade abgeschnitten. ♂: Mittelschienen sehr schwach bis kräftig erweitert [Abb. 35]. D: Überall im Gebiet, nicht selten. (=florea Erichson) (=abietina Sahlberg)
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
#8
fageticola Audisio, 1991🗺ColeowebHalsschild nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten kräftig verengt, in der Mitte oder etwas dahinter am breitesten. Flügeldecken ziemlich langgestreckt, ihr Rand nicht sehr breit abgesetzt. Oberseite meist rostrot. 3-3,8 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 36]; Aedoeagus [Abb. 37]. D: Vorkommen in Mitteleuropa kaum zu bezweifeln, Verbreitung aber ungeklärt. (=castanea (Duftschm.)
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Abb. 36
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Abb. 37
neglecta (Heer, 1841)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild nur nach vorn kräftiger verengt, an oder kurz vor der Basis am breitesten. Flügeldecken relativ kürzer und breiter als bei castanea, ihr Rand breit abgesetzt. Oberseite meist schwarzrot mit etwas helleren Rändern [Abb. 38]. Kopf auf der Unterseite am Hinterrand der Augen mit einer scharf abgesetzten, flachen Grube (a), die von der Fühlerfurche (b) durch einen scharfen Kiel getrennt ist [Abb. 39]. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 40] [Abb. 41] [Abb. 42]. 2-3 mm. D: Überall.
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
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Abb. 41
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Abb. 42
#10
→ 11Längere, schmälere, mehr parallele Arten, gewöhnlich mehr als doppelt so lang wie breit [Abb. 43] [Abb. 44]. Flügeldecken bis über die Mitte parallelseitig. Halsschild in der Mitte oder ganz dicht dahinter am breitesten und nach vorn nur wenig stärker als nach hinten verengt
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Abb. 43
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Abb. 44
→ 21-Kürzere, breitere, mehr gerundete Arten, in der Regel nicht doppelt so lang wie breit. Flügeldeckenseiten stets ± stark gerundet. Halsschild gewöhnlich im letzten Drittel oder noch weiter hinten am breitesten und gewöhnlich nach vorn viel stärker verengt. Manchmal ein schwer zu beurteilendes Merkmal; gegebenfalls beide Alternativen verfolgen.
#11
→ 12Oberseite äußerst fein, kaum wahrnehmbar punktiert.
→ 14-Oberseite deutlich punktiert.
#12
thoracica Tourn., 1872🗺ColeowebEtwas breitere Art. Halsschild 1,75 mal breiter als lang, Vorderrand schwach, aber erkennbar ausgeschnitten. Oberseite braungelb, matt. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 45]; Aedoeagus [Abb. 46]. D: Vereinzelt montan bis subalpin im südlichen und mittleren Mitteleuropa, im Norden sehr selten
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Abb. 45
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Abb. 46
→ 13-Sehr schmale, gestreckte Arten [Abb. 43]. Halsschild nur 1,5 mal breiter als lang, Vorderrand nur ganz unmerklich eingebuchtet
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Abb. 43
#13
deubeli Rtt., 1898🗺ColeowebHabitus [Abb. 43]. 2-2,3 mm. Punktierung nur sehr schwer sichtbar; Behaarung etwas dichter und länger als bei der folgenden Art. Oberseite rotgelb, meist auffällig hell. ♂: Mittelschienen [Abb. 47]; Aedoeagus [Abb. 48]. D: Bisher nur einige Tiere aus Schlesien, Bayern und Tirol gemeldet.
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Abb. 43
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Abb. 47
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Abb. 48
laeviuscula (Gyll., 1827)🗺Coleoweb-2,6-3,8 mm. Punktierung sehr fein, aber erkennbar; Behaarung sehr kurz und spärlich. Oberseite braungelb mit fettigem Glanz. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 49]. D: Möglicherweise überall, aber sehr selten.
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Abb. 49
#14
angustula Sturm, 1844🗺ColeowebHalsschild höchstens 1,5 mal breiter als lang, in der Mitte oder sogar vor der Mitte am breitesten, wirkt fast quadratisch; Halsschildseitenrand überall gleichmäßig schmal abgesetzt. Sehr lange und schmale Art, mindestens 2,5 mal länger als breit. Oberseite braun bis braunschwarz mit etwas helleren Rändern 2-2,9 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 50]. D: Boreomontane Art, selten oder sehr selten in den Mittelgebirgen und in den Alpen. (=fussi Rtt. sensu Sjöberg)
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Abb. 50
→ 15-Halsschild stets mehr als 1,5 mal breiter als lang, Halsschildseitenrand hinten gewöhnlich deutlich breiter abgesetzt als vorn; relativ breitere Arten
#15
→ 16Halsschildvorderrand bogenförmig seicht ausgeschnitten.
→ 17-Halsschildvorderrand meist etwas eckig und tiefer ausgeschnitten [Abb. 51].
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Abb. 51
#16
Fühlerkeule ganz parallel und etwa 2 mal so lang wie breit. Oberseite gewöhnlich rotbraun oder schwarzbraun mit helleren Rändern. Siehe longiclavis Sjöberg LZ >>>26
-Fühlerkeule normal länglich oval. Oberseite gewöhnlich rotgelb. Siehe longula Erichson LZ >>>27
#17
Halsschild vor den Hinterecken ± deutlich ausgeschweift, im hinteren Drittel am breitesten. Oberseite schwarzbraun. Siehe boreella LZ >>>23
→ 18-Halsschildseiten ± gleichmäßig schwach gerundet, gewöhnlich in der Mitte oder knapp dahinter am breitesten [Abb. 51].
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Abb. 51
#18
pygmaea (Gyll., 1808)Fundmeldungen🗺ColeowebMittelschienen beim ♂ am Ende innen sehr stark klobig verdickt [Abb. 52], beim ♀ zur Spitze hin deutlich gleichmäßig erweitert, etwas s-förmig. Oberseite braun oder schwarzbraun mit helleren Rändern [Abb. 44], 4. und 5. Fühlerglied höchstens ganz wenig länger als breit. 2-2,5 mm. Aedoeagus [Abb. 53] [Abb. 54]. D: Überall vorhanden, nirgends selten.
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Abb. 52
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Abb. 44
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Abb. 53
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Abb. 54
→ 19-Mittelschienen beim ♂ an der Spitze mehr nach innen geknickt [Abb. 55], beim ♀ nicht erkennbar erweitert
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Abb. 55
#19
marseuli Rtt., 1872Fundmeldungen🗺ColeowebFühler einfarbig rotgelb; 4. und 5. Fühlerglied bedeutend länger als breit [Abb. 56]. Halsschild sehr gleichmäßig schwach gerundet, kurz hinter der Mitte am breitesten [Abb. 51]; Flügeldecken deutlich zur Naht hin zugespitzt [Abb. 57]. Oberseite meist rostrot. 2,5-3,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 58] [Abb. 59]; Mittelschienen und Hinterschienen [Abb. 55]. D: Überall vorhanden, in höheren Lagen etwas häufiger. (=pusilla Illig.)
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Abb. 56
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Abb. 51
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Abb. 57
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Abb. 58
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Abb. 59
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Abb. 55
→ 20-Fühlerkeule dunkel gegen die rotgelbe Geißel abgesetzt; Halsschild meist etwas hinter der Mitte am breitesten, vor den Hinterecken gelegentlich mit der Andeutung einer Ausschweifung. Flügeldecken hinten nicht so deutlich zugespitzt
#20
oblonga (Hbst., 1793)🗺ColeowebFühlerkeule breit oval, höchstens 1,5 mal länger als breit; Flügeldeckenseitenrand sehr schmal abgesetzt, Flügeldecken hinten einzeln breit verrundet mit der größten Flügeldeckenlänge nicht an der Naht, sondern mehr neben den Flügeldeckenseitenrand [Abb. 31]. Oberseite rostrot oder braunrot. 2,8-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 60]; Hinterschienen [Abb. 61]; Aedoeagus [Abb. 62]. D: Stellenweise im südlichen und mittleren Mitteleuropa.
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Abb. 31
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Abb. 60
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Abb. 61
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Abb. 62
fussi Reitter, 1875🗺Coleoweb-Fühlerkeule länglich oval, etwa 1,66 mal länger als breit. Flügeldeckenseitenrand etwas breiter abgesetzt, Flügeldecken hinten etwas enger gerundet als bei oblonga [Abb. 30]. Größte Flügeldeckenlänge neben der Naht. 2-3 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 63]; Aedoeagus [Abb. 64]. D: Bisher nur aus Tirol gemeldet. (=interjecta Sjöberg)
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Abb. 30
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Abb. 63
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Abb. 64
#21
→ 22Halsschildseiten vor den Hinterecken ausgeschweift [Abb. 65], oder doch wenigstens im hinteren Drittel merklich verengt [Abb. 66].
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Abb. 65
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Abb. 66
→ 25-Halsschildseiten nach vorn sehr viel stärker verengt als nach hinten, aber oft kurz vor den Hinterecken ausgeschweift [Abb. 67].
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Abb. 67
#22
→ 23Flügeldecken zwischen der Punktur chagriniert; Oberseite braunschwarz oder rotbraun
→ 24-Flügeldecken zwischen der Punktur nicht chagriniert, stark glänzend; Oberseite rot oder gelbrot, mitunter mit dunklen Flecken.
#23
boreella (Zett., 1828)Fundmeldungen🗺Coleoweb2-2,8 mm. Halsschild überall fein chagriniert, vor den Hinterecken ± deutlich ausgeschweift [Abb. 66]. Oberseite braun oder braunschwarz; Flügeldecken etwas parallel, hinter dem Schildchen meist mit einem undeutlichen Quereindruck, an den Spitzen flach abgerundet. ♂: Mittelschienen [Abb. 68]; Aedoeagus [Abb. 69]. D: Boreomontane Art, Alpen und Mittelgebirge, nicht häufig Bei Tieren mit helleren Flecken auf den Flügeldecken (anheben!) ist auf biguttata zu prüfen; siehe LZ >>>34
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Abb. 66
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Abb. 68
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Abb. 69
opalizans Sahlberg, 1889🗺Coleoweb-3-3,5 mm. Halsschild fast nicht chagriniert, vor den Hinterecken nicht ausgeschweift, nur stark eingezogen. Oberseite braunrot. ♂: Nicht nur die Mittel- [Abb. 70], sondern auch die Hinterschienen ausgeweitet [Abb. 71]. D: Wahrscheinlich in Norddeutschland, sicher in Dänemark. (=excisicollis auct.)
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Abb. 70
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Abb. 71
#24
excisicollis Reitter, 1872🗺ColeowebHalsschild vor den Hinterecken nicht oder nur sehr schwach ausgeschweift. Kürzer behaart, das Einzelhärchen erreicht nur die Basis eines folgenden. Flügeldecken nahe der Naht am längsten. 2,8 mm. ♂: Mittelschienen mäßig, Hinterschienen nicht erweitert. D: Bisher nur in Rußland und Dänemark gefunden; müßte in Norddeutschland vorhanden sein. (=danica Sjöberg)
distincta (Grimm., 1841)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild vor den Hinterecken sehr stark ausgeschweift [Abb. 65]. Länger behaart, das Einzelhärchen reicht an der Basis eines folgenden vorbei. Flügeldecken hinten in der Mitte am längsten. 2,2-3,4 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 72]; Aedoeagus [Abb. 73]). D: Stellenweise und selten im Süden von Mitteleuropa.
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Abb. 65
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Abb. 72
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Abb. 73
#25
→ 26Halsschildvorderrand bogenförmig seicht ausgeschnitten [Abb. 74].
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Abb. 74
→ 31-Halsschildvorderrand merklich tiefer ausgeschnitten. [Abb. 75] Zur Beurteilung dieses Merkmals muß ºder Halsschildª senkrecht von oben betrachtet werden (nicht das Tier)!
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Abb. 75
#26
longiclavis Sjöb., 1939🗺ColeowebFühlerkeule parallel und länglich, ungefähr 2 mal länger als breit [Abb. 76]. Flach gewölbte, längliche Art, Oberseite meist rotbraun, besonders auf den Flügeldecken etwas weitläufig punktiert mit stark genetzten, fettig glänzenden Zwischenräumen. 2,8-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 77]; Aedoeagus [Abb. 78]. D: Verbreitung noch ungeklärt, bisher aus Böhmen, Südbayern und Tirol bekannt.
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Abb. 76
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Abb. 77
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Abb. 78
→ 27-Fühlerkeule oval und kürzer, höchstens 1,75 mal länger als breit
#27
longula Er., 1845Fundmeldungen🗺ColeowebLängliche, an den Seiten nur sehr schwach gerundete Art [Abb. 79]. Oberseite gelbrot, seltener die Flügeldecken in der Mitte oder vor der Spitze verdunkelt. 2,3-3 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 80] [Abb. 81]; Aedoeagus [Abb. 82] [Abb. 83]. D: Überall häufig.
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Abb. 79
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Abb. 80
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Abb. 81
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Abb. 82
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Abb. 83
→ 28-Stark gerundete Arten, Flügeldecken ± eiförmig
#28
→ 29Halsschild meist viel schmäler als die Flügeldecken; Flügeldeckenseitenrand sehr schmal, höchstens in Breite der Fühlergeißel abgesetzt
terminalis (Mannh., 1843)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild kaum schmäler als die Flügeldecken; Flügeldeckenseitenrand breiter abgesetzt. Flügeldecken +/- deutlich chagriniert; Schläfen hinter den Augen nahezu rechtwinkelig abgesetzt [Abb. 84]. Halsschild- und Flügeldeckenseitenrand etwas breiter abgesetzt als bei binotata. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb. 85]; Aedoeagus [Abb. 86]. D: Im Norden sporadisch und selten, im übrigen Gebiet häufiger. (=adumbrata Mannerheim) (=tenenbaumi Sjöberg) Anmerkung: Ep. adumbrata soll nach Audisio synonym zu Ep. terminalis sein; Spornraft zeigt für diese Art einen anderen, deutlich verschiedenen Aedoeagus [Abb. 87].
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Abb. 84
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Abb. 85
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Abb. 86
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Abb. 87
#29
binotata Rtt., 1872🗺ColeowebOberseite nicht chagriniert; stark glänzende, braungelbe Art; Fühlerkeule dunkel; Körper stark gewölbt, kurz eiförmig; Schläfen gerundet; Halsschild über doppelt so breit wie lang, vorn fast gerade abgestutzt. 2-2,5 mm. ♂: Vordertarsen ganz wenig stärker ausgeweitet als beim ♀, Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb. 88]. D: Im Norden und Westen selten, im übrigen Gebiet häufiger. (=nana Reitter)
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Abb. 88
placida Mäklin, 1853🗺Coleoweb-Oberseite schwach chagriniert, matt glänzend, schmutzig braungelb; Halsschild- und Flügeldeckenscheibe meist pechfarben. Halsschild ganz auffällig schmäler als die Flügeldecken. Oberseite etwas auffälliger behaart. Schläfen stumpfwinkelig abgesetzt. 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb. 89]. D: Boreoalpine Verbreitung, bisher aus Tirol und Kärnten gemeldet. (=lapponica Reitter)
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Abb. 89
#31
→ 32Halsschildseitenrand breit verflacht, auch im vorderen Drittel immer noch mindestens so breit wie die Fühlerkeule
→ 34-Halsschildseitenrand schmäler, höchstens in Fühlerkeulenbreite abgesetzt
#32
variegata (Hbst., 1793)Fundmeldungen🗺ColeowebBehaarung ganz ungewöhnlich kurz [Abb. 90], wirkt wie angereift; das Einzelhärchen erreicht bei weitem nicht die Basis eines folgenden. Oberseite meist rostrot, Flügeldecken oft mit schwarzem Fleck [Abb. 91]. Fühlerkeule meist von der Farbe der Geißel. Flügeldecken zur Naht hin schräg abgerundet. 2-3,2 mm. ♂: Mittelschienen sehr schwach [Abb. 92], manchmal auch nicht erweitert; Aedoeagus [Abb. 93] [Abb. 94]. D: Überall im Gebiet, nicht häufig. (=carinthiaca Hölzel) (= nigropunctata Reitter) Bei dieser Art ist die Scheitelnaht, die den Hinterkopf von Hals trennt, vollständig verschmolzen [Abb. 3].
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Abb. 90
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Abb. 91
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Abb. 92
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Abb. 93
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Abb. 94
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Abb. 3
→ 33-Behaarung normal lang, das Einzelhärchen erreicht gewöhnlich die Basis eines folgenden [Abb. 95]. Sehr flache Arten von dunkler Farbe und unebener Oberseite
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Abb. 95
#33
rufomarginata (Steph., 1830)Fundmeldungen🗺ColeowebOberseite rotbraun bis pechbraun, Seitenrand heller [Abb. 96]. Halsschild vor den Hinterecken ganz kurz ausgeschweift. Flügeldeckenerand breiter abgesetzt als bei silesiaca. Flügeldecken zur Naht hin sehr deutlich abgeschrägt. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 97]. D: Im ganzen Gebiet, aber nicht häufig.
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Abb. 96
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Abb. 97
silesiaca Reitter, 1873🗺Coleoweb-Das ganze Tier einschließlich der Fühler und Beine einheitlich schwarzbraun. Halsschild vor den Hinterecken nicht ausgeschweift, am Vorderrand viel tiefer ausgeschnitten als bei rofomarginata; Flügeldeckenseitenrand etwas schmäler abgesetzt, Flügeldecken hinten nicht so deutlich zur Naht hin abgeschrägt wie bei rufomarginata. 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 98]. D: In den Sudeten und Beskiden, vielleicht auch in der Steiermark
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Abb. 98
#34
biguttata (Thunb., 1784)Fundmeldungen🗺ColeowebFühlerkeule gewöhnlich dunkler als die Geißel; auch Halsschild und Flügeldecken auf der Scheibe oft angedunkelt. Halsschildseitenrand meist im hinteren Viertel am breitesten und nicht ganz gleichmäßig gerundet (=unicolor Oliv) [Abb. 99] oder seltener ± gleichmäßig gerundet, kurz hinter der Mitte am breitesten (=biguttata). 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen schwach erweitert [Abb. 100], manchmal ist die Erweiterung kaum angedeutet. Aedoeagus [Abb. 101] [Abb. 102] (die Unterschiede zeigen die Variabilität der zuvor unterschiedenen Formen unicolor Oliv. und biguttata Thunb. ) [Abb. 103] [Abb. 104]. Oft an harten Baumschwämmen (Fomes). D: Im ganzen Gebiet und nirgends selten. Im Süden nach aestiva die zweithäufigste Art. (=obsoleta F.) (=unicolor (Ol., 1790)) Bei hellen Stücken ist auf die viel seltenere muehli zu prüfen, die auch verdunkelte Fühlerkeule haben kann und ein äußerlich sehr ähnliches Genital hat siehe LZ >>>40
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Abb. 99
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Abb. 100
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Abb. 101
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Abb. 102
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Abb. 103
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Abb. 104
sp1-Hierher noch eine weitere Art, die ich nach dieser Tabelle bisher nicht zuordnen konnte. Ähnlich biguttata, Fühlerkeule etwas dunkler als die Geißel, Halsschildvorderrand weniger tief ausgeschnitten als bei biguttata, Seitenrandkehle der Flügeldecken schmäler als bei biguttata. Aedoeagus [Abb. 105] ähnlich dem von variegata, aber durch viel längere Behaarung der Flügeldecken verschieden. Vielleicht die echte unicolor.
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Abb. 105
→ 36-Fühlerkeule gewöhnlich von der Farbe der Geißel, oder nur das letzte Fühlerglied schwärzlich Anmerkung: Das Merkmal ist nicht sehr zuverlässig. In Zweifelsfällen beide Bestimmungswege verfolgen!
#36
→ 37Stark gewölbte Arten mit dunklem oder auffällig großem letztem Fühlerglied. Mittelhüften aneinanderstoßend.
→ 38-Flachere Arten ohne irgendwie ausgezeichnetes letztes Fühlerglied
#37
melina Er., 1843Fundmeldungen🗺ColeowebLetztes Fühlerglied angedunkelt und deutlich schmäler als das vorletzte. Oberseite viel weniger dicht punktiert als bei aestiva. 2,7-4 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 106]. D: Überall vorhanden, meist zusammen mit aestiva, aber viel seltener.
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Abb. 106
aestiva (L., 1758)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Letztes Fühlerglied haubenartig erweitert, besonders stark beim ♀: Fühlerkeule [Abb. 107]. Oberseite rotgelb, viel dichter punktiert als melina [Abb. 108]. 2,5-3,8 mm. ♂: Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb. 109] [Abb. 110]. Mittelhüften aneinanderstoßend. B: Lebt und entwickelt sich unter anderem in Hummelnestern; im Winter findet man sie regelmäßig in Maulwurfsnestern. D: Überall sehr häufig, meist die gemeinste Art. (=depressa (Illiger))
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Abb. 107
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Abb. 108
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Abb. 109
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Abb. 110
#38
silacea (Hbst., 1784)Fundmeldungen🗺ColeowebRotgelbe, betont breite Arten. 2,5-4,6 mm. Flügeldecken hinten breit und flach gerundet, Nahtwinkel eng abgerundet. Halsschild mikrochagriniert, wenig glänzend. Oberseite fein und dicht punktiert. ♂: Mittelschienen [Abb. 111]; Aedoeagus [Abb. 112]. D: Sporadisch und selten im ganzen Gebiet, besonders montan bis subalpin. (=deleta Sturm) Anmerkung: die von Spornraft noch abgetrennte Form deleta (Aedoeagus [Abb. 113]) ist davon nicht spezifisch verschieden.
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Abb. 111
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Abb. 112
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Abb. 113
→ 40-Rostrote oder braunrote Arten von länglicher Körperform
#40
argus Reitter, 1894🗺Coleoweb3-3,5 mm. Flügeldeckenseitenrand etwa in Breite der Fühlergeißel abgesetzt. ♂: Mittelschienen [Abb. 114]; Aedoeagus [Abb. 115]. Vordertarsen schmäler als Vorderschienen. D: Bisher ein Tier (Typus) aus der Steiermark. (=nobilis Reitter) Anmerkung: Die Zeichnungen sind nach dem Aedoeagus des Typus angefertigt. Leider stand Spornraft kein weiteres ♂ zur Verfügung, mit dem die so ungewöhnliche Spitze des Medianlobus hätte verglichen werden können. Möglicherweise handelt es sich um eine Ausstülpung oder einen Teil des weiblichen Kopulationsapparats.
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Abb. 114
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Abb. 115
muehli Rtt., 1908Fundmeldungen🗺Coleoweb-2-2,8 mm. Flügeldeckenseitenrand fast in doppelter Fühlergeißel-Breite abgesetzt [Abb. 116]. ♂: Mittel- und Hinterschienen einfach; Aedoeagus [Abb. 117] [Abb. 118] [Abb. 119] und Parameren [Abb. 120]. Vordertarsen so breit wie die Vorderschienen. D: Skandinavien, südliches Mitteleuropa; Sachsen, Bayern, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg. Auch in Westfalen und Niedersachsen. Exemlare mit dunkler Fühlerkeule kommen vor und können dann mit hellen biguttata verwechselt werden. Die Art hat aber völlig andere Strukturelemente im Penis: muehli siehe [Abb. 121], biguttata [Abb. 103]; siehe LZ >>>34
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Abb. 116
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Abb. 117
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Abb. 118
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Abb. 119
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Abb. 120
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Abb. 121
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Abb. 103
#99
Die Larven unserer Epuraea-Arten findet man hauptsächlich in Borkenkäfergängen, an ausfließenden Baumsäften und in Pilzen, die Imagines darüber hinaus auch in Blüten. Klare Erkenntnisse für jede Einzelart fehlen aber immer noch. Als Beispiel für viele mag E. rufomarginata Steph. dienen: Ganglbauer und Saalas behaupten, der Käfer lebe hauptsächlich unter ± frischer Fichtenrinde in Borkenkäfergängen; nach Sahlberg soll er an Laubbäumen, besonders Birken, in ausfließendem Saft leben; und Bagnall nennt als seine Futterpflanze den seltenen Laubbaumschwamm Daldinia concentrica. Benick zählt 21 Epuraea-Arten auf, die in Verbindung mit Pilzen gemeldet worden sind, um am Ende nur 2 (E. silacea und E. limbata) und 2 weitere mit Einschränkung (E. deleta und E. biguttata) als mycetophil zu bezeichnen. E. distincta hätte hier vielleicht noch angefügt werden können. Saalas ("Die Fichtenkäfer Finnlands"), behandelt 11 Epuraea-Arten, die Beziehungen zu Fichten haben; Borkenkäfergänge unter Fichtenrinde als typischen, aber nicht ausschließlichen Biotop, nennt er aber nur bei 6 Arten: E. boreella, angustula, pygmaea, thoracica, deubeli und abietina. 3 weitere Arten sind nach Saalas auch an anderen Nadelbäumen häufig: E. pusilla, oblonga und laeviuscula, welch letztere primär an den Borkenkäfer Xyloterus lineatus gebunden sein soll. Von den übrigen Arten fängt man E. depressa, melina, longula und melanocephala meist an Blüten; von den ersten beiden ist ziemlich sicher bekannt, daß sie sich in unterirdischen Nestern, besonders Hummelnestern, entwickeln. Die bisher nicht erwähnten Arten werden in vielen Meldungen als Saftarten bezeichnet. Bei einigen hat man freilich kaum einen Anhaltspunkt, wie man sie ökologisch einordnen könnte. Immer wieder ist festgestellt - genauer: angenommen worden, daß die Epuraeen als Larven wie als Imagines Borkenkäfer fressen. Wichmann (in litt.) hat bei Epuraeen aus Borkenkäfergängen Darmuntersuchungen gemacht und keinerlei Hinweise auf räuberische Lebensweise gefunden. Dem scheint entgegenzustehen, daß Nuorteva (Ann.Ent.Fenn. 1961) E. rufobrunnea Sjöb., eine finnische, der E. laeviuscula nahe verwandte Art, erfolgreich vom Ei bis zur Puppe mit Puppen des Borkenkäfers Hylurgops palliatus gezüchtet hat. Aus seinen Angaben kann man aber schließen, daß die Nahrung aus morschen Holzspänen mit eingelagerten Puppen bestand; und es fehlt jeder Hinweis auf den Zustand der Puppen. Räuberische Lebensweise ist damit keineswegs bewiesen. Wichmann (in litt.) hat Epuraeen beobachtet, die an toten und verpilzten Borkenkäferlarven fraßen, aber er hat im Laufe eines langen, der Forstentomologie gewidmeten Lebens nie eine Epuraea-Larve oder -Imago ein lebendes Beutetier anfallen und fressen sehen.
Enthaltene Taxaaestiva angustula argus biguttata binotata boreella deubeli distincta excisicollis fageticola fuscicollis fussi guttata Haptoncuslaeviuscula limbata longiclavis longula marseuli melanocephala melina muehli neglecta oblonga opalizans pallescens placida pygmaea rufomarginata silacea silesiaca sp1 terminalis thoracica variegata
Erstellt am: 31.03.2013 · Letzte Aktualisierung: 25.04.2026 - 12:45:53
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