Gattung Dreposcia Jeann.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Cholevidae
Von Arved Lompe
Durch stark reduziertes Endglied der Kiefertaster gut zu erkennen. 3,5-5 mm lange, ovale, sehr kurz und anliegend behaarte Arten. Halsschild sehr fein und dicht, Flügeldecken etwas stärker und weniger dicht punktiert, letztere mit Schieferglanz. Halsschild breit, im hinteren Teil am breitesten, Hinterwinkel stumpf, etwas nach hinten gezogen. Flügeldeckenspitzen abgerundet. Fühler schlanker als bei Sciodrepoides Hatch, 6. Glied länger als breit, das 8. höchstens leicht quer. Penis abgeflacht und zugespitzt, Parameren etwas verdickt und abgeflacht, nicht borstenförmig, ihre Borstenhaare etwas vor der Spitze. Lebensweise noch wenig erforscht. 3 Arten in Europa.
#1
collettii (Munster, 1912)Halsschild vor der Basis am breitesten, nach hinten deutlich verengt, Hinterwinkel stumpfwinklig [Abb. 1]. Flügeldecken schlank. Penisspitze etwas asymmetrisch. 3,5-4,5 mm. Nordeuropa, vorwiegend in der arktischen Zone, aber auch aus Litauen gemeldet. Angaben aus Niederschlesien unwahrscheinlich. brevipalpis
dreposcia_brevipalpis_vk.gif
Abb. 1
→ 2-Halsschild ± an der Basis am breitesten, nach hinten nicht oder kaum verengt, Hinterwinkel rechtwinklig [Abb. 2]. Flügeldecken robuster. Penisspitze symmetrisch.
dreposcia_umbrina_vk.gif
Abb. 2
#2
umbrina (Er., 1837)Fühler etwas dicker, 8. und 10. Glied leicht quer. Seitenkante des Halsschilds fast gerade. Flügeldecken mehr eiförmig, nach hinten rascher verengt, im Profil regelmäßig gewölbt, ihr Abfall nach hinten allmählicher. Apikalteil des Penis mehr ausgezogen, Apikalborsten der Parameren deutlich vor der Spitze. 3,5-4,5 mm. Meist selten, in vielen Gegenden, besonders im Nordosten des Gebietes noch nicht festgestellt. Im feuchten Mulm hohler Bäume, besonders Eichen, und an deren Fuß.
relicta Lohse-Dem vorigen äußerst ähnlich. Fühler etwas schlanker, 8. und 10. Glied quadratisch. Seitenkante des Halsschilds gebogen. Flügeldecken mehr elliptisch, im Profil weiter hinter der Mitte und steiler abfallend. Apikalteil des Penis kürzer, Apikalborsten der Parameren fast an der Spitze. Bisher nur aus den Zentral-Alpen (1800-2100 m) bekannt, oft am Fuße von ·Pinus cembra L.·, vielleicht an Kleinsäugergänge gebunden.
Erstellt am: 19.07.2015 · Letzte Aktualisierung: 07.01.2017 - 14:25:50
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)