Untergattung Dilixellus

ColeopteraRhynchophoraCurculionidaeCleoninaeLixus
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Weitere Arten in Europa >>>99
#1
→ 11Flügeldeckenbasis im Bereich des dort erweiterten 3. Zwischenraumes beulenförmig aufgewölbt und gekörnt. Tarsen schlank, 2. Hintertarsenglied erheblich länger als breit. Flügeldecken am Ende abgerundet, nur mit schwach einspringendem stumpfen Nahtwinkel.
→ 12-Flügeldeckenbasis im Bereich des 3. Zwischenraumes nicht oder nur schwach beulenförmig vortretend. 2. Hintertarsenglied etwa so lang wie breit.
#11
fasciculatus Boh., 1836Fühler sehr schlank, die letzten Geißel-Glieder nicht quer, das 3. und 4. Geißelglied viel länger als breit, wodurch sich diese Art von allen folgenden unterscheidet [Abb. 1]. Grobe Halsschildpunktur dicht, z. T. fast verrunzelt. Rüssel so lang (♂) oder länger (♀) als der Halsschild, dieser schwach quer, auch zur Basis etwas verengt. Flügeldeckenseiten hinter den Schultern etwas eingezogen [Abb. 2]. Oberseite weißlich oder ockergelb, zu den Seiten hin verdichtet behaart, eine Längsbinde neben der Halsschildmitte oft erkennbar. Auf den Flügeldecken ist der Nahtzwischenraum sowie ein Längsstreif im Bereich des 5. Zwischenraumes schwächer behaart und erscheint als dunkle Längsbinde. 6,5-12 mm. Wurde aus Artemisia campestris gezogen. Von Turkestan über Südrußland bis Südosteuropa verbreitet und von dort bis in die Slowakei, Niederösterreich und ins Burgenland einstrahlend. Außerdem von Frankreich über das Elsaß bis Südbaden verbreitet, Südtirol.
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Abb. 1
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Abb. 2
rubicundus Zoubk., 1833-Fühlergeißel-Glieder vom 3. an kurz und etwas quer. Kopf mit schwach gewölbten Augen. Rüssel in beiden Geschlechtern kürzer als der Halsschild, beim ♀ stark glänzend. Halsschild kaum quer, mit deutlichem Augenlappen und ohne seitliche Abschnürungsfurche, grobe Halsschildpunktur verrunzelt. Oberseite sehr fein, auf den Flügeldecken etwas scheckig behaart, Behaarung an den Seiten meistens verdichtet und dort etwas heller erscheinend. Bauch einförmig behaart, ohne Kahlpunkte. 5,5-9,5 mm. Von Persien und Turkestan über Südrußland nach Südeuropa und dem südöstl. Mitteleuropa verbreitet: Tschechoslowakei und östl. Österreich ziemlich selten, auch bei Magdeburg gefunden und eventuell weiter verbreitet; lebt an Atriplex-Arten und anderen Salsolaceen (Chenopodiaceen). (flavescens Boh.).
#12
pulverulentus (Scopoli, 1763)Fundmeldungen🗺ColeowebDie Flügeldeckenzwischenräume sind schwach quergewellt (besonders an der Basis und den Seiten deutlich) [Abb. 3], der Glanz der Oberseite wird durch die sehr feine, auf den Flügeldecken etwas scheckige Behaarung nicht gedämpft, doch ist die Oberseite oft gelblich oder bräunlich bestäubt. Halsschild konisch, der Vorderrand an den Seiten mit einem zahnartigen glänzenden Vorsprung an Stelle eines Augenlappens [Abb. 4]. 10,5-17,5 mm. Von Persien über Kleinasien, das Mittelmeergebiet, Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet, aber ziemlich selten; fehlt in der Tiefebene. Larvenentwicklung in den Stengeln von Malven und Cirsium, Käfer polyphag von Disteln, Centaurea, Bohnen etc. angegeben. (=algirus (L.)) (=angustatus F.)
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 19-Flügeldecken nicht querwellig skulpturiert; wenn ein Augenlappen vorhanden ist, so ist er breit abgerundet.
#19
vilis (Rossi, 1790)Oberseite von Kopf und Rüssel bilden in Seitenansicht eine völlig gerade Linie [Abb. 5]. Halsschild nicht deutlich breiter als lang, durch fast gerade Seiten konisch erscheinend. Rüssel in der Mitte fein gekielt. Halsschildvorderhälfte ebenfalls oft mit feinem, deutlichen Mittelkiel, seine Skulptur gedrängt und fein verrunzelt, die grobe Punktur nur auf der Hinterhälfte deutlicher. Flügeldecken mit einem hell behaarten Fleck an der Basis des 2. Zwischenraumes [Abb. 6]. Schwarz, Oberseite grau behaart, Halsschild mit heller Seitenbinde, Flügeldecken an den Seiten hell behaart, die helle Behaarung nach innen unscharf begrenzt. Körper oft rötlich oder zur Mitte hin gelblich ,,bestäubt". 8-12 mm. Von Kleinasien über das Mittelmeergebiet und Westeuropa verbreitet, in Mitteleuropa in disjunkter Ostwestverbreitung: Einerseits im Zusammenhang mit dem Vorkommen in Frankreich, in Baden und Hessen; andererseits von Südosten über die südöstl. Bundesländer Österreichs und die Tschechoslowakei bis Schlesien festgestellt. Larve und Käfer an ·Erodium cicutarium· (Reiherschnabel). Bei uns selten.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 20-Kopf und der zumindest leicht gebogene Rüssel bilden in Seitenansicht keine gerade Linie. Halsschild ohne oder nur mit angedeutetem Mittelkiel, deutlich etwas quer.
#20
→ 20aBauch ohne deutliche Kahlpunkte.
→ 21-Bauch mit deutlichen Kahlpunkten.
#20a
bardanae (F., 1787)Augen schwach gewölbt aber deutlich aus dem Kopfumriß vorragend [Abb. 7]. Kleiner: 8-12 mm. Rüssel fein und dicht etwas längsverrunzelt, nicht doppelt punktiert, mit feinem MittelkieL Die groben Halsschildpunkte nicht sehr dicht gestellt, die fein punktierten Zwischenräume etwas runzelig, zum Teil von Punktgröße. Oberseite sehr fein behaart, eine helle Halsschildseitenfärbung und hellere Flecken auf den Flügeldecken allenfalls angedeutet. Oberseite oft kräftig gelb ,,bestäubt" [Abb. 8]. ♂: Penis schlank, an der äußersten Spitze mäßig aufgebogen [Abb. 9]. Larvenentwicklung in ·Rumex hydrolapathum· und daher an Ufern und Sumpfstellen. Von Kleinasien und dem Kaukasus westlich über Europa, den hohen Norden und die höheren Gebirge ausgenommen, verbreitet; im Norden die am wenigsten seltene Art der Gattung, nach Süden seltener.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
neglectus Fremuth, 1983-Augen ganz flach, der Körper ist größer: 11-13 mm. Der Penis ist kürzer und breiter, von der Basis zur Spitze schwach verbreitert, an der Spitze kurz abgerundet und zugespitzt, in Seitenansicht an der Spitze nicht aufgebogen. Färbung und Oberflächenskulptur wie beim vorigen.Die Art ist bisher nur von Niederösterreich (Marchegg) und aus der Südwestslowakei (Kuty, hier mehrfach unter Blattrosetten von ·Rumex acetosa·) bekannt.
#21
punctiventris Boh., 1836Unterrand der Vorderschenkel leicht gebogen, Schenkel in der Distalhälfte allmählich verengt. Innenrand der Vorderschienen fast gerade. Oberseite fein grau behaart, die Halsschildseiten, eine nach hinten verkürzte feine Halsschildmittelbinde und ein oft undeutlicher Fleck an der Basis des 2. Flügeldeckenzwischenraumes dichter hell behaart. Grobe Halsschildpunktur ziemlich dicht, die Punktzwischenräume flach, dicht und sehr fein punktiert, kaum verrunzelt. Halsschild ohne Augenlappen. Oberseite oft gelb ,,bestäubt". 10-14 mm. Vom Kaukasus westl. über das Mittelmeergebiet und Südeuropa bis ins südl. Mitteleuropa verbreitet; im mittleren und südl. Mitteleuropa in disjunkter Ostwestverbreitung: Im Westen im Rheinland und den Gebieten südl. des Main, im Osten über die östl. Bundesländer Österreichs, die Tschechoslowakei, Schlesien, Sachsen und Thüringen verbreitet; Larven in verschiedenen Kompositen, besonders ·Senecio·-Arten, aber auch ·Crepis biennis·.
linearis Olivier, 1807-Unterrand der Vorderschenkel stark geschweift, manchmal fast gewinkelt, Innenrand der Vorderschienen an der Basis etwas eingebuchtet [Abb. 10]. Halsschild ohne helle Mittelbinde, Flügeldecken ohne hellen Fleck neben dem Schildchen [Abb. 11]. Seiten des Halsschildsvorderrand mit flachem Augenlappen. Rüssel fein und dicht punktiert, mit eingestreuten gröberen Punkten. Augen flach. Grobe Halsschildpunkte dicht gestellt, die fein punktierten Zwischenräume deutlicher verrunzelt. Im übrigen dem bardanae sehr ähnlich und oft damit verwechselt. 8-12 mm. Mittelmeergebiet, Westeuropa westl. Mitteleuropa, östl. bis zum Rheinland, Hessen, Baden und zur Schweiz; an Rumex-Arten, besonders ·Rumex acetosa·. (cribricollis Boh.)
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Abb. 10
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Abb. 11
#99
foveiventris Desbrochers, 1904Weitere Arten in Europa: Zypern, Nordafrika
gibbirostris Petri, 1904-Der Rüssel über der Fühlereinlenkung in Form zweier Höcker beiderseits aufgetrieben. Griechenland
meregallii Fremuth, 1983-Italien
perplexus Faust, 1888-Ukraine
rumicis Hoffmann, 1956-Spanien
speciosus Miller, 1861-Spitze der an das Kinn angrenzenden Mittelpartie des Rüssels zahnartig nach unten erweitert. Italien, Zypern
subulipennis Boheman, 1835-Slowakei, Ukraine
suetus Boheman, 1842-Frankreich
Enthaltene Taxabardanae fasciculatus foveiventris gibbirostris linearis meregallii neglectus perplexus pulverulentus punctiventris rubicundus rumicis speciosus subulipennis suetus vilis
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 11.06.2021 - 21:17:39
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