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-Halsschildseitenrand breit abgesetzt [Abb. 4], Vorderecken winkelig vorgezogen und Hinterecken zahnförmig vorstehend, bei einigen Exemplaren der Seitenrand vor der Hinterecke deutlich konkav. Fühlergeißel kurz und dick, etwa halb so breit wie die Keule; das letzte Glied merklich kleiner als das vorletzte [Abb. 5]. Punktierung grob, Punktreihen immer deutlich erkennbar. Färbung sehr variabel, dunkelbraun bis rostrot mit hellerem Schulterbereich [Abb. 6], oft nur unscharfe Verdunklungen auf den Flügeldecken aber im allgemeinen dunkler als propinquus. Aedoeagus [Abb. 7]. Spermatheka [Abb. 8]. Größer: 2,4-3,1 mm. B: Die seit 1982 gemeldeten Funde aus Mitteleuropa lassen die Vermutung zu, daß sich die Art ebenfalls mycetophag ernährt. D: Aus Japan beschrieben und offensichtlich in Ausbreitung begriffen. Deutschland: Umgebung Köln, Südwestdeutschland, Thüringen, Niedersachsen







-Halschild mit +/- geraden Seiten (subparallel) [Abb. 11] und verrundeten Hinterecken. Fühlerglied 7 auffallend größer als 6 und so groß wie 8 [Abb. 12]. Habitus [Abb. 13]. Aedoeagus mit viel längeren und anders beborsteten Parameren [Abb. 14]; der Medianlobus daher nur ~1,4 x so lang ist wie die Parameren. D: Im Mittelmeergebiet weit verbreitet. (=simplex (Wollaston))



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Mit relativ langer, schräg abstehender Behaarung und feiner, oft schlecht erkennbar gereihter Punktierung [Abb. 9]. Stets einfarbig, meist hell lehmgelb bis hell rotbraun gefärbt. Aedoeagus [Abb. 15] [Abb. 16]; Medianlobus ~1,5-1,7 x so lang wie die Parameren. Kleiner: 1,8-2,5 mm. B: Schimmelfresser; in Kompost, Cerealien und Futtermitteln. D: Eine fast kosmopolitisch verbreitete Art. Im Mittelmeerraum häufig; nach Mitteleuropa eingeschleppt, und in neuester Zeit regelmäßig, manchmal zahlreich, im Autokescher gefunden. (=integer auct. nec Heer, 1841) Die Halsschildform, die Form seiner Hinterecken und auch die Breite des Seitenrandes scheinen bei C. propinquus recht variabel zu sein; es gibt Tiere mit verrundeten und solche mit leicht zahnförmigen Hinterecken des Halsschilds. - Die Untersuchung von Cryptophilus integer durch Esser (l.c.) hat ergeben, dass sich hinter diesem Namen zwei Arten verbergen: C. propinquus Reitter, 1874 und C. angustus Rosenhauer, 1856. Der Name "integer" steht für Cryptophilus nicht mehr zur Verfügung, er ist ein jüngeres Synonym von Micrambe abietis (Paykull, 1798).


-Nur mit sehr verstreuten sehr kurzen Härchen [Abb. 17]; daß die Haare überall so gleichmäßig abgerieben sind, erscheint erst einmal unwahrscheinlich, da nirgendwo auch nur ein einziges längeres Härchen vorhanden ist; das ließe sich aber vielleicht durch eine lange Lebensdauer der Tiere erklären und/oder erhöhten Abrieb zum Beispiel im Wirbelbett des Staubabscheiders eines pneumatischen Förderers. Halsschildform etwas verschieden, die Unterschiede im Genital sind gering [Abb. 18]; der Medianlobus ~1,7 x so lang wie die Parameren. Alle Unterschiede aber im Rahmen der Variationsbreite von propinquus. Möglicherweise ein Artefakt. 2 Tiere in verschiedenen Jahren in Rodewald, Niedersachsen. Vor einer abschließenden Beurteilung soll das Auffinden weiterer Exemplare abgewartet werden.
