Gattung Cerocoma Geoffroy, 1762

ColeopteraMeloidaeCerocomini
Von Arved Lompe (n. Z. Kaszab)
Schaeffer, J. Ch. (1764): der weichschaalige Cronen- oder Kaeulenkaefer - In: Abhandlungen von Insecten Zweyter Band, Joh. Leop. Montag, Regensburg >>>"Schaeffer1764 Cerocoma schaefferi.pdf"
Körper gestreckt, oben abgeflacht, meist ganz erzfarbig, manchmal die Beine, ein Teil des Hinterleib, die Fühler des ♂ und die Mundteile gelb, selten sind auch beim ♀ die Fühler gelb. Kopf rundlich, die Oberlippe sehr langgestreckt, Stirn und Scheitel beim ♂ mit scharfen Nähten, Kopf hinten vollkommen abgerundet. Halsschild länger als breit, vorn beim ♂ mit 2 scharfen Eindrücken. Flügeldecken parallel, flach. Vorderschienen und Vordertarsen beim ♂ meist deformiert. Krallen innen glatt. Der äußere Enddorn der Hinterschienen dick. Körper mit abstehenden weißen Haaren. In Europa 12 Arten der Gattung in 2 Untergattungen; nachstehend sind nur die in Mitteleuropa aufgetretenen Arten behandelt, weitere Arten siehe >>>99
#1
→ 2Vorderschienen breit, abgeflacht, verschieden gestaltet. Fühler sehr kompliziert gebaut [Abb. 1]. Halsschild vorn mit 2 länglichen, etwas schräg gestellten Eindrücken - ♂.
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Abb. 1
→ 5-Vorderschienen zylindrisch, in der äußeren Ecke mit einer kleinen, vorspringenden Spitze. Fühler bis zum 8. Glied einfach leicht verdickt, das 9. Glied bildet eine große Keule [Abb. 2]. Halsschild vorn ohne Eindrücke - ♀.
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Abb. 2
#2
schreberi Fabricius, 1781Fundmeldungen🗺ColeowebBasis des Hinterleibs rotgelb, nur die 2 letzten Segmente erzblau. An der Innenseite der Augen beiderseits mit einer tiefen, langen Furche, die innen durch einen scharfen Kiel begrenzt ist. Untergattung Metacerocoma Kasz. Körper - ausgenommen die Basis des Hinterleibs, die Taster und Beine - lebhaft grün, selten bläulich [Abb. 3]. Die Basis der Schenkel blau, das Ende der Hinterschienen und die Hintertarsen braun. Das Endglied der Fühler groß, beilförmig, mit scharfen Chitinzähnchen, alle Glieder der Fühler mit bizarrem Auswuchs [Abb. 4] [Abb. 5] [Abb. 6]. Vorderschienen flach, das Ende deformiert, abgerundet und ausgeschnitten. 9-14 mm. D: In Südeuropa weit nach Osten verbreitet, nach Westen bis zum österreichischen Donaubecken, nicht selten.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 3-Hinterleib einfarbig blau oder grün. Neben dem Innenrand der Augen ohne eine mit Kiel begrenzte Längsfurche. Untergattung Cerocoma s.str.
#3
schaefferi Linnaeus, 1758Fundmeldungen🗺ColeowebIn der Mitte der Stirn ohne roten Fleck. Das letzte Fühlerglied bildet eine große Keule, ganz glatt [Abb. 7], unregelmäßig eiförmig, ohne Ecke oder Seitenzahn, die beiden vorletzten Glieder klein und annähernd zylindrisch [Abb. 8]. Kiel der Vorderschienen von der Seite betrachtet einfach gebogen. Das 1. und 2. Glied der Vordertarsen stärker erweitert, flach, ohne Tuberkel, mit langen, weißen Wimperhaaren. Fühler, Taster und Beine gelb, die Basis der Schenkel erzfarbig. Oberseite erzgrün. 7-10 mm. D: In Süd- und Mitteleuropa, besonders im Osten, häufig, in Deutschland und in Õsterreich vereinzelt und selten.
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 4-Stirn zwischen den Nähten mit einem roten Fleck. Letztes Fühlerglied stark quer, flach, innen etwas ausgebuchtet, an der oberen Seite mit einer abgerundeten und mit einer schärferen Spitze, vorletztes Glied stark quer und innen flach [Abb. 9]. Kiel der Vorderschienen von der Seite gesehen vor dem Ende eine scharfe Ecke bildend, das Ende der Schienen oben aber abgeflacht. Am 2. Glied der Vordertarsen außen mit einem abgerundeten Knoten.
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Abb. 9
#4
muehlfeldi Gyllenhal, 1817Fundmeldungen🗺ColeowebDas 6. und 7. Glied der Fühler fast nackt, nur an der schnabelförmigen Verlängerung des 6. Gliedes an der Innen-Seite findet man einen dünnen, gekrümmten Haarpinsel, außerdem dasselbe Glied an der unteren Hälfte mit anliegenden, gelben Haaren, das 7. Glied aber nackt. Das Endglied unregelmäßig, fast rundlich [Abb. 9]. Das Endglied der Kiefertaster an der Basis dünn, gegen das Ende allmählich erweitert, etwa dreimal so lang wie breit. Fühler, Beine und Taster gelb, die Hüften, Trochanteren, sowie die Basis der Mittel- und Hinterschenkel blau. 11 bis 13 mm. D: In der nördlichen Hälfte des Ostmediterran-Gebietes, nördlich bis Ungarn, Osterreich und vielleicht auch bis Bayern.
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Abb. 9
adamovichiana Piller & Mitterpacher, 1783🗺Coleoweb-An der Außenseite des 6. und 7. Gliedes der Fühler am Ende der Glieder mit langen Wimperhaaren, diese Behaarung ganz pinselartig [Abb. 1]. Das Endglied der Fühler quer. Das Endglied der Kiefertaster an der Basis dünn, aber plötzlich erweitert, etwa doppelt so lang wie breit. Die Farbe wie bei der vorigen Art [Abb. 10]. 7-15 mm. D: Von der Balkanhalbinsel bis Westungarn häufig, vielleicht weiter nach Westen verbreitet und auch noch in Õsterreich heimisch.
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Abb. 1
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Abb. 10
#5
Fühler schwarz, das Endglied so lang wie die 6 vorletzten Glieder zusammen und mehr als doppelt so lang wie breit (♀ in [Abb. 4]). Die 2-3 ersten Segmente des Hinterleibs gelb. Beine schwarz. 9-14 mm. ♀ von schreberi, siehe LZ >>>2
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Abb. 4
→ 6-Fühler gelb, das Endglied so lang wie die 3 vorletzten Glieder zusammen und kaum länger als breit [Abb. 2]. Hinterleib ganz erzfarbig, Beine gelb.
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Abb. 2
#6
Außenrand der Vorderschienen am Ende mit einem großen, vorstehenden, spitzen Zahn. Stirn ohne roten Fleck. Das Endglied der Fühler unregelmäßig eiförmig (♀ in [Abb. 8]). 7-10 mm. ♀ von schaefferi, siehe LZ >>>3
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Abb. 8
→ 7-Außenrand der Vorderschienen am Ende stumpf. In der Mitte der Stirn mit einem ± großen roten Fleck.
#7
Endglied der Fühler kurz eiförmig, fast rundlich, kaum länger als die 2 vorletzten Glieder zusammen (♀ in [Abb. 9]). Der rote Stirnfleck meist sehr klein, kaum bemerkbar. 11-15 mm. ♀ von muehlfeldi, siehe LZ >>>4
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Abb. 9
-Endglied der Fühler lang eiförmig, so lang wie die 3 vorletzten Glieder zusammen [Abb. 2]. Der rote Stirnfleck groß und gut sichtbar. 10-13 mm. ♀ von adamovichiana, siehe LZ >>>4
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Abb. 2
#99
barthelemii Baudi, 1878Weitere in Europa vorkommende Arten: Untergattung Cerocoma s.str. Griechenland, Türkei.
dahli Kraatz, 1863🗺Coleoweb-Südosteuropa.
gloriosa Mulsant, 1857🗺Coleoweb-Griechenland, Türkei.
graeca MaYan, 1944🗺Coleoweb-Griechenland, ehem. Jugoslawien.
kunzei Frivaldszky von Frivald, 1835🗺Coleoweb-Südosteuropa.
macedonica MaYan, 1944🗺Coleoweb-Südosteuropa.
syriaca Abeille de Perrin, 1880🗺Coleoweb-Griechenland, Türkei.
ephesica Reitter, 1885🗺Coleoweb-Untergattung Metacerocoma Südosteuropa.
prevezaensis DvoYák, 1993🗺Coleoweb-Südosteuropa.
Enthaltene Taxaadamovichiana barthelemii dahli ephesica gloriosa graeca kunzei macedonica muehlfeldi prevezaensis schaefferi schreberi syriaca
Erstellt am: 25.07.2014 · Letzte Aktualisierung: 29.10.2025 - 17:01:43
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