Gattung Bibloporus Thoms.

ColeopteraPselaphidae
Von Arved Lompe (n. C. Besuchet)
Unterseite des Kopfes dicht, ziemlich lang behaart, die Haare am Ende verdickt. Flügeldecken mit je 4 Basalgrübchen, die zwei äußeren Grübchen in einem gemeinsamen Eindruck vereinigt; Dorsalstreifen nicht hinter die Mitte reichend; je ein Grübchen und ein Kielchen an den Seiten der Flügeldecken. Vorderer oberer Rand der Vorderschenkel mit einem vorragenden Längskielchen. ♂: 7. Sternit mit einem deutlich erkennbaren ovalen Operculum; Mittelschenkel verdickt; Mittelschienen am inneren Rand mit einem ± entwickelten Zahn. Die Bibloporus-Arten leben im morschen Holz und unter Rinde; 4 Arten sind aus Europa bekannt. Die europäischen Arten sind schwärzlich braun, die Fühler, Taster und Beine sind gelbbraun.
#1
ultimus Guillb., 1892Sehr kleine Art, selten länger als 1 mm. ♂: Mittelschenkel ein wenig verdickt, kaum breiter als die Vorderschenkel mit einem abgerundeten Zahn am inneren Rand; Mittelschienen mit einem kleinen schrägen Zahn [Abb. 1]; 3. Sternit beiderseits mit einem seichten Grübchen; Aedoeagus [Abb. 2]. ♀: Pygidium abgerundet. 0,95--1,05 mm. Korsika, Toskana, Kroatien, Niederösterreich, Slowakei, Mähren, Hessen, Pfalz, Oldenburg. Sehr selten.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Größere Arten, deutlich länger als 1 mm. ♂: Mittelschenkel stark verdickt, deutlich breiter als die Vorderschenkel.
#2
bicolor (Denny, 1825)♂: Sternit 3 beiderseits mit einem tiefen Grübchen, welches den Hinterrand des Segments berührt: Trochanter der Mittelbeine einfach, Mittelschenkel am inneren Rand mit einem abgerundeten Zahn; Mittelschienen mit einem großen vorragenden Zahn [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 4]. ♀: Apikalrand des letzten Sternits in der Mitte abgerundet vorgezogen; Pygidium abgerundet. 1,2-1,4 mm. Nord- und Mitteleuropa; Karpaten, Pyrenäen. Hinter. (pyrenaeus Guillb., bescidius Jeann., moldavicus Jeann.).
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 3-♂: Sternit 3 beiderseits mit einer abgerundeten Beule, abgegrenzt durch zwei Grübchen, die den Vorderrand des Segments berühren; Trochanter der Mittelbeine am inneren Rand durch einen abgerundeten Zahn verlängert; Mittelschenkel am inneren Rand mit zwei vorragenden Zähnen; Mittelschienen mit einem schrägen, sehr vorragenden Zahn [Abb. 5]. ♀: Apex des HIb. abweichend.
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Abb. 5
#3
minutus Raffr., 1914♂: Metasternum regelmäßig konvex beiderseits der medianen Furche. Aedoeagus [Abb. 6]. ♀: Apikalrand des letzten Sternits und des Pygidiums regelmäßig abgerundet. 1,15-1,3 mm. Fast ganz Europa. Nicht selten. (höglundi Palm, sulcatus Jeann.).
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Abb. 6
mayeti Guillb., 1888-♂: Hinterteil des Metasternums beiderseits der medianen Furche mit je einem kleinen abgerundeten Längskamm versehen; Aedoeagus [Abb. 7]. ♀: Mitte des Apikalrandes des letzten Sternits abgerundet vorragend; Pygidium vorgezogen, nach hinten eine ziemlich kräftige Spitze bildend. 1,2-1,4 mm. Süd- und Mitteleuropa. Allgemein selten. (abeillei Guillb., dramboveti Guillb., reyi Guillb., pini Guillb., spinifer Raffr., foveola Jeann.).
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Abb. 7
Enthaltene Taxabicolor mayeti minutus ultimus
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